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Thermische Solaranlagen: Welche Sonnenkollektoren gibt es?

André Ryf
Von André Ryf
Architekt und technischer Kundenbetreuer der Gebäudeversicherung Bern
thermische Soalr Roehren komprimiert

Sonnenkollektoren werden auch thermische Solarkollektoren genannt. Sie wandeln Sonneneinstrahlung in Wärme um. Diese Wärme wird meistens zum Heizen oder zur Wassererwärmung verwendet. Solarkollektoren sind Teil einer thermischen Solaranlage. Ob eine solche rentiert, hängt von der Kollektorfläche und vom solaren Deckungsgrad ab. Doch was ist bei der Wahl des Kollektortyps zu beachten?


Für die Energieeffizienz von thermischen Solaranlagen sind mehrere Faktoren entscheidend. Je genauer der Zeitpunkt der Energieproduktion mit jenem des Wärmebedarfs übereinstimmt, desto besser die Effizienz. Und je niedriger die gewünschte Temperatur ist, desto höher der Deckungsgrad der Anlage.

Welche Kollektortypen gibt es? 

In den meisten Fällen kommen verglaste Flachkollektoren zum Einsatz, die warmes Wasser mit hohem Wirkungsgrad erzeugen. Es gibt aber auch andere Kollektortypen. Hier die wichtigsten Unterschiede:  

  • Flachkollektoren: Diese Allrounder sind geeignet für die Wassererwärmung und können auch für die Heizungsunterstützung verwendet werden. Flachkollektoren sind für Warmwasser zwischen 30 und 60 Grad Celsius ideal. Ihre Nutzungsdauer beträgt im Schnitt 25 Jahre.
  • Unverglaste, beschichtete Kollektoren: Sie kommen in Spezialfällen zum Einsatz – Metall- oder Kunststoffkollektoren zum Beispiel bei Schwimmbadheizungen für Wasservorwärmung. Sie sind auch als Wärmequelle für Wärmepumpen geeignet. Ihre Nutzungsdauer beträgt im Schnitt 35 Jahre.
  • Vakuumröhren-Kollektoren: Sie sind besonders leistungsstark und liefern Heisswasser bis 100 Grad Celsius. Sie eignen sich deshalb für Wassererwärmung, Heizungsunterstützung und technische Prozesse. Ihre Nutzungsdauer beträgt im Schnitt 20 Jahre.
  • Hybridkollektoren: Sie kombinieren Photovoltaik-Module mit thermischen Solaranlagen. Diese Technik erzeugt sowohl Wärme als auch Strom. Dabei wird die Abwärme der thermischen Module genutzt, was die Stromerzeugung verbessert. Ihr Einsatz lohnt sich bei limitierten Dachflächen, und wenn die Solarenergie zur thermischen Regeneration des Erdreichs genutzt werden soll. Der selbst erzeugte Solarstrom kann beispielsweise zum Antrieb einer eigenen Wärmepumpe genutzt werden. 

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Themen in diesem Artikel
  • Energie
  • Solaranlage

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André Ryf
André Ryf ist im Rahmen der obligatorischen Grunddeckung für Feuer- und Elementarschäden zuständig für die Einschätzung von Gebäuden und für die Schadenbearbeitung. Im Rahmen der freiwilligen Zusatzprodukte der GVB Privatversicherungen AG kümmert er sich um die versicherten Risiken. Sein Tätigkeitsbereich umfasst die Regionen Oberaargau, Burgdorf, Fraubrunnen sowie das Seeland.