Solaranlage Förderung: Mit diesen Fördergeldern können Sie rechnen

Photovoltaik Förderung: Das bekommen Sie für die Solaranlage

Wer mit einer Solaranlage Wärme und Strom fürs Eigenheim erzeugt, tut der Umwelt Gutes und spart Kosten. Doch nicht nur das: Von vielen Kantonen und Gemeinden wird der Bau von Solaranlagen auch finanziell gefördert. Bei Kollektoren und Photovoltaikanlagen werden meistens Anteile der Investitionskosten vergütet.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Solaranlagen werden bis auf wenige Ausnahmen in allen Kantonen in der Schweiz staatlich gefördert
  • Der Förderbeitrag in Form von Einmalvergütungen richtet sich nach der Grösse der Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlage
  • Die Höhe der Vergütung wird vom Bundesamt für Energie laufend aktualisiert
  • Wie viel finanzielle Unterstützung Sie erhalten, hängt von Kanton und Gemeinde ab

Werden Solaranlagen staatlich gefördert?

Mit nur wenigen Ausnahmen wird die Eigenerzeugung von Solarwärme oder Solarstrom überall gefördert. Auch viele Gemeinden zahlen Unterstützungsbeiträge. Beispielsweise sind im Kanton Bern sowohl neue Anlagen als auch Erweiterungen bestehender Anlagen beitragsberechtigt. Das harmonisierte Fördermodell (HFM) sieht einen Förderbeitrag vor, der von der installierten Nennleistung (= vom Hersteller angegebene Leistung) abhängig ist. Grundbedingung für Förderbeiträge ist ein Qualitätsnachweis der installierten Anlage. Mit wie viel Fördergeld Sie in Ihrem Kanton rechnen können, erfahren Sie auf energiefranken.ch.

Für das Einspeisen von überschüssigem Strom ins Stromnetz erhalten Sie durch eine Einspeisevergütung (EIV) zusätzlich Geld für Ihre Photovoltaikanlage. Es handelt sich hierbei um ein Instrument des Bundes, um die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien zu fördern. Dabei erfolgt die Abwicklung über die Pronovo AG. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Tipp:

Eine frühzeitige Rücksprache vor der Installation mit den zuständigen Fachstellen und Bauämtern ist empfehlenswert und schafft Klarheit. Damit sind Sie nicht nur besser vorbereitet, sondern müssen an der Anlage nichts nachträglich verändern.

Auch für den Wechsel von einem fossilen Wärmeerzeuger, also einer Öl- oder Gasheizung, hin zu einem Heizsystem mit erneuerbaren Energien wie beispielsweise einer Solarthermie-Anlage, gibt es meistens Förderbeiträge. Das erleichtert den Entscheid für eine Solaranlage. Zudem ist eine Wärmepumpe in Kombination mit einer stromerzeugenden PV-Anlage ein nachhaltiges und emissionsarmes lokales Heizsystem.

Wieviel Förderung bekommt man für Photovoltaik?

Wollen Sie auf dem Dach oder an der Fassade eines Gebäudes Solarstrom erzeugen, können Sie für den Bau der Photovoltaik-Anlage eine Einmalvergütung vom Bund beantragen. Diese setzt sich aus einem Grundbeitrag und einem Leistungsbeitrag zusammen. Diese Vergütungen sind für derartige Anlagen das Hauptfördersystem und richten sich nach der Leistung, der Grösse und dem Datum der Inbetriebnahme:

  • Anlagen bis 100 kWp: Hierbei gibt es die Einmalvergütung für kleine Anlagen (KLEIV). Hat man diese neu angemeldet, beträgt die Wartezeit weniger als ein Jahr.
  • Grossanlagen ab 100 kWp: Dafür gibt es die Einmalvergütung für grosse Anlagen (GREIV). Eine Zusicherung des Beitrags liegt gemäss dem Bundesamt für Energie innerhalb von 12 Monaten vor.

Wegen des schnellen technologischen Fortschritts passt das Bundesamt für Energie (BFE) die Vergütungsansätze laufend an. Aktuell beträgt der Grundbeitrag mind. 350 Schweizer Franken und der Leistungsbeitrag fängt ab 270 Schweizer Franken pro kWp an.

Welche Förderung gibt es für PV-Anlagen mit Speicher?

Grundsätzlich gibt es in der Schweiz keine gesonderte Förderung für PV-Anlagen mit Batteriespeicher. Die einzige Ausnahme bilden die Kantone Schaffhausen und Thurgau. Wohnen Sie in diesen Kantonen, können Sie einen einmaligen Zuschuss beantragen. Die Höhe des Betrages richtet sich hierbei nach der Speicherkapazität.

Steuerliche Abzüge bei Investitionskosten

Auch steuerlich lohnt sich eine Solaranlage: Wer eine solarthermische oder eine PV-Anlage betreibt, kann in fast allen Kantonen steuerliche Abzüge der Investitionskosten geltend machen. Gemäss EnergieSchweiz beläuft sich die Steuerersparnis im Jahr der Anlageninstallation auf rund 20 Prozent der Investitionskosten.

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