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Ölheizung ersetzen: das ist zu beachten

André Ryf
Von André Ryf
Architekt und technischer Kundenbetreuer der Gebäudeversicherung Bern
Paar vor Heizung small

Die Heizung ist das Herzstück eines Hauses. Doch welche Heizung ist die richtige und was sollte man bei der Wahl beachten? Und wie kann man von Fördergeldern profitieren?

In der Schweiz werden Heizungen das ganze Jahr über genutzt: Sie sorgen für warmes Wasser und erwärmen in der kalten Jahreszeit die Räume. In vielen älteren Liegenschaften sind noch immer Ölheizungen in Betrieb, die nun langsam in die Jahre kommen. Werden sie durch eine neue Heizung ersetzt, können oft über 50 Prozent der Energiekosten zum Heizen eingespart werden. Beim Wechsel auf Heizsysteme mit erneuerbaren Energien profitiert man zudem von attraktiven Fördergeldern. Dies spricht in den meisten Fällen für einen Ersatz einer Ölheizung. So kann man nicht nur Geld sparen, sondern leistet auch einen Beitrag zur Energiewende.

Ab wann lohnt sich der Ersatz einer Ölheizung?

Bereits nach 15 Jahren, spätestens aber nach 20 Jahren lohnt sich die Investition in eine neue Heizung. In den meisten Fällen reduzieren sich die Heizkosten um 15 Prozent, in Einzelfällen sogar bis zu 30 Prozent. Zwar sind die Anschaffungskosten beispielsweise bei einer Wärmepumpe oder einer Pelletheizung höher als bei einer Ölheizung. Über die Laufzeit lassen sich erneuerbare Heizsysteme aber gut amortisieren, da die Betriebskosten deutlich tiefer sind.

Wann sollte man seine Ölheizung ersetzen?

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Welche Heizung soll man wählen?

Welche Heizung man wählen sollte, hängt immer vom Zustand des Hauses ab. Aber auch Installations- und Betriebskosten, das vorhandene Wärmeverteilsystem, die persönlichen Präferenzen und regionale Vorschriften sind bei der Wahl der idealen Heizung wichtige Faktoren. Für Neubauten ist eine Wärmepumpe fast schon die Standardlösung. Ein Wärmepumpen-Boiler arbeitet in allen Gebäuden – egal bei welchem Sanierungszustand – effizient. In Altbauten ist die Bestimmung der bestmöglichen Heizung komplexer. Beispielsweise muss dabei berücksichtigt werden, ob das Haus in naher Zukunft auch energetisch saniert werden soll. Wenn sich der Wärmebedarf nämlich reduziert, kommen auch Heizungen anderer Leistungsklassen in Frage.

In jedem Fall lohnt es sich, die möglichen Lösungen für den Ersatz oder die Ergänzung von Heizsystemen von Fachleuten überprüfen zu lassen. Denn jedes Gebäude muss individuell betrachtet und beurteilt werden.

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Themen in diesem Artikel
  • Energie
  • Ölheizung ersetzen
  • Sanierung

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André Ryf
André Ryf ist im Rahmen der obligatorischen Grunddeckung für Feuer- und Elementarschäden zuständig für die Einschätzung von Gebäuden und für die Schadenbearbeitung. Im Rahmen der freiwilligen Zusatzprodukte der GVB Privatversicherungen AG kümmert er sich um die versicherten Risiken. Sein Tätigkeitsbereich umfasst die Regionen Oberaargau, Burgdorf, Fraubrunnen sowie das Seeland.