Ein Anbau aus Holz als nachhaltige Erweiterung für jedes Haus
Mehr Platz ohne monatelange Baustelle: Ein Anbau aus Holz lässt sich schneller realisieren als ein Massivbau und schont dabei obendrein noch die Umwelt. Ein Holzanbau eignet sich dabei sowohl für bestehende Holzhäuser als auch für Massivbauten aus Beton oder Backstein. Bevor du loslegst, erfährst du hier alles Wissenswerte für eine gute Vorbereitung.
Das Wichtigste in Kürze:
- Ein Holzanbau ermöglicht eine flexible Erweiterung des Wohnraums und belastet die bestehende Gebäudestruktur nur gering.
- Holzanbauten erfordern sorgfältige Planung bezüglich Brandschutz, Feuchtigkeit, Schallschutz und langfristiger Wartung.
- Durch die frühzeitige Einbindung von Fachpersonen und Behörden trägst du zu einer sicheren und regelkonformen Umsetzung bei.
- Die Kosten für einen Holzanbau in der Schweiz liegen meist zwischen 3’000 und 4’000 Franken pro Quadratmeter.
Mehr Platz schaffen mit einem Anbau aus Holz
Viele Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer stehen irgendwann vor der gleichen Frage: Mehr Platz schaffen – aber wie, ohne monatelange Baustelle, hohe Kosten oder grosse Eingriffe in die bestehende Bausubstanz? Schliesslich wirkt sich ein Anbau direkt unter anderem auf die Dämmung, die Haustechnik und nicht zuletzt auf die Energiebilanz deines Hauses aus.
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Vorteile vom Bauen mit Holz
Ein Holzanbau bietet in dieser Hinsicht einige Vorteile: er ist leicht, lässt sich vorfertigen, verursacht verhältnismässig kurze Bauzeiten und kann gut mit bestehenden Gebäuden kombiniert werden. Zudem ist Holz ein nachwachsender Rohstoff, der weniger Energie bei der Herstellung benötigt als Beton oder Stahl und sich dank seiner guten Dämmeigenschaften ideal für energetische Sanierungen eignet.
Ausserdem zeichnet sich Holz durch die Fähigkeit aus, Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben. Auf diese Weise sorgt das Material für ein ausgeglichenes Raumklima. So bleibt die Luft in deinem Haus angenehm ausgeglichen und ist weder zu trocken noch zu feucht.
Gleichzeitig sind Holzoberflächen pflegeleicht und lassen sich bei Bedarf leicht auffrischen. Und nicht zuletzt lässt sich Holz flexibel gestalten – sowohl in Form, Farbe als auch Oberfläche –, sodass sich der Anbau perfekt an den Stil deines Hauses anpassen lässt.
Das musst du beim Bauen mit Holz beachten
Wie oben beschrieben geht ein Holzanbau mit Vorteilen einher. Dennoch sollten sich Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer auch der Herausforderungen bewusst sein, die damit verbunden sind.
- Brandschutz: Es liegt zwar auf der Hand, darf deswegen aber keineswegs unterschätzt werden: Holz ist ein brennbarer Baustoff. Moderne Holzanbauten erfüllen in der Regel die strengen Schweizer Brandschutzvorgaben, aber oft sind jedoch zusätzliche Verkleidungen, feuerhemmende Platten oder Nachweise erforderlich, um die Sicherheit zu gewährleisten. Eine sorgfältige Planung ist aus diesem Grund das A und O.
Tipp: Nimm am besten Kontakt mit deiner Gebäudeversicherung auf und lass dich entsprechend beraten. - Feuchteschutz: Unsachgemässe Planung oder unzureichende Anschlüsse zwischen dem Alt- und Anbau können Feuchtigkeitsschäden nach sich ziehen. Besonders kritisch sind Dachanschlüsse und der Übergang zwischen Fundament und Wand. Eine fachgerechte Umsetzung sorgt dafür, dass das Holz langfristig geschützt bleibt. Behalte das im Hinterkopf und ziehe darum frühzeitig eine Architektin beziehungsweise einen Architekten zu Rate.
- Schallschutz: Leichte Holzkonstruktionen übertragen Schall anders als massive Wände. Bei Anbauten aus Holz in dicht bebauten Gebieten müssen darum unter Umständen zusätzliche Massnahmen wie Dämmungen oder schallentkoppelte Deckenkonstruktionen eingeplant werden, um Lärmbelästigung zu minimieren. Ob das in deinem Fall notwendig ist, erfährst du bei der Baubehörde deiner Wohngemeinde.
- Langfristige Wartung: Holz ist langlebig, benötigt jedoch regelmässige Kontrolle. Schutzanstriche und Wartung verlängern die Lebensdauer des Materials und verhindern Schäden durch Witterung oder Feuchtigkeit.
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Planung eines Anbaus aus Holz
Nach Abwägung der Vor- und Nachteile geht es nun darum, den Anbau sorgfältig zu planen, damit alles reibungslos umgesetzt werden kann. Denn ein Holzanbau erfordert eine sorgfältige Vorbereitung, um sowohl die baurechtlichen als auch die technischen Anforderungen zu erfüllen.
Zunächst musst du abklären, ob du für dein Vorhaben eine Baubewilligung benötigst. Die Baubehörde deiner Wohngemeinde hilft dir diesbezüglich weiter und sagt dir, was du alles beachten musst für dein Vorhaben.
Gleichzeitig lohnt es sich, mögliche Förderprogramme zu prüfen. Ein Holzanbau an sich gilt zwar nicht als energetische Sanierung, weil er primär eine Wohnraumerweiterung darstellt. Er kann aber bei energieeffizienter Ausführung unter bestimmten Voraussetzungen unterstützt werden.
Parallel dazu gilt es die Statik von einem erfahrenen Holzbauprofi überprüfen zu lassen, um sicherzustellen, dass Lasten korrekt abgeleitet werden und der Anbau stabil an die bestehende Struktur angeschlossen ist. Nicht zuletzt müssen auch die Brandschutzvorgaben der VKF (Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen) eingehalten werden.
Bedeutung des GEAKs
Neben der baurechtlichen Planung lohnt sich auch ein Blick auf die Energieeffizienz. Ein unverzichtbares Werkzeug diesbezüglich ist der Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK). Er gibt Aufschluss über die aktuelle Energieeffizienz deines Hauses und zeigt, welche Optimierungen sich effektiv lohnen; auch im Rahmen eines Holzanbaus. So kannst du gezielt Massnahmen planen, die den Energieverbrauch reduzieren und langfristig Kosten sparen.
Wenn du frühzeitig Fachpersonen und die zuständigen Ämter einbeziehst, lässt sich dein geplanter Anbau aus Holz sowohl energetisch als auch technisch optimal planen. Bürokratische Hürden bei der Sanierung lassen sich so leichter meistern.
Die Kosten eines Holzanbaus in der Schweiz
Für einen Holzanbau musst du ein grösseres Budget einplanen als für einen vergleichbaren Anbau in klassischer Massivbauweise mit Ziegel oder Beton: Üblicherweise liegen die Kosten für einen Anbau aus Holz im Bereich von mehreren tausend Franken pro Quadratmeter Wohnfläche. In vielen Projekten bewegen sich die Preise bei rund 3’000 bis 4'000 Franken pro Quadratmeter. Das entspricht einem Mindestansatz von rund 1’000 Franken pro Kubikmeter.
Da die Baukosten in der Praxis jedoch stark von Region, Ausführung und Statik abhängen, empfiehlt es sich, dass du dir mehrere Offerten einholst. So kannst du Vergleiche ziehen und die auf dich zukommenden Kosten besser einschätzen.
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