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In 6 Schritten zur neuen Heizung

André Ryf
Von André Ryf
Architekt und technischer Kundenbetreuer der Gebäudeversicherung Bern
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Viele Hausbesitzerinnen und -besitzer beschäftigen sich erst mit dem Ersatz der Heizung, wenn der Winter bereits vor der Tür steht. Doch ausserhalb der Heizperiode ist der Zeitpunkt für einen Heizungswechsel besonders günstig. Beachten Sie dabei diese sechs Schritte.

1. Ist-Situation analysieren

Eine Heizungssanierung sollte nie isoliert, sondern gemeinsam mit anderen energetischen Massnahmen betrachtet werden. Mit einer Energieberatung durch eine GEAK-Beraterin oder einen GEAK-Berater sind Sie auf der sicheren Seite. Ein GEAK plus (Gebäudeenergieausweis der Kantone) liefert eine solide Grundlage für die Entscheidungsfindung. Er gibt Auskunft über den Ist-Zustand des Gebäudes und liefert Empfehlungen, wie eine Erneuerung der Heizung optimal umgesetzt und gegebenenfalls in weitere Massnahmen eingebettet wird. Er enthält drei Varianten zur energetischen Modernisierung Ihrer Liegenschaft samt Infos zu Kosten, Fördergeldern und Einsparungen. Viele Kantone subventionieren den GEAK® Plus mit individuellen Förderbeträgen.

Was ist ein GEAK?

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2. Gesamtkosten im Blick haben

Berücksichtigen Sie bei der Auswahl des Heizsystems nicht nur die Investitionskosten, sondern auch die Energie- und Betriebskosten über die ganze Lebensdauer. Da ein neues Heizsystem oft höhere Anfangsinvestitionen bedingt, sollte frühzeitig mit der Bank oder dem Finanzinstitut Kontakt aufgenommen werden. 

Eine umfassende Planung ist die Basis für grössere Investitionen. Viele Kantone fördern den Ersatz von Ölheizungen finanziell. Beziehen Sie diese Fördergelder in Ihre Überlegungen mit ein.

Wer fördert eine «energetische Sanierung»?

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3. Fachpartner suchen, Offerten einholen

Wenn Sie sich im Rahmen der geplanten Sanierungsmassnahmen für ein neues Heizungssystem entschieden haben, machen Sie sich auf die Suche nach einem Fachbetrieb in Ihrer Nähe. Fragen Sie Bekannte oder Nachbarn, ob diese bereits entsprechende Erfahrungen gemacht haben. Holen Sie mindestens drei Offerten ein und vergleichen Sie diese genau. Oftmals unterscheiden sie sich markant in Preis und Leistung.

4. Baubewilligung prüfen

Beim Ersatz einer Heizung ist in vielen Fällen (je nach Technologie und Standort) eine Baubewilligung der Gemeinde notwendig. Holen Sie beim Bauamt Ihrer Gemeinde die entsprechenden Auskünfte ein.  

5. Fördergelder beantragen

Beantragen Sie bei der kantonalen Energiefachstelle Fördergelder. Die Bedingungen sind von Kanton zu Kanton verschieden. Reichen Sie den Antrag auf Förderung vor Baubeginn zusammen mit den notwendigen Unterlagen ein. Gesuche, die erst später eingereicht werden, berücksichtigen die Behörden nicht. Die Auszahlung der Förderbeiträge durch den Kanton erfolgt erst nach Abschluss der Arbeiten. 

6. Es kann losgehen!

Wenn Sie diese fünf Punkte abgehakt und sich für einen Fachbetrieb entschieden haben, kann es losgehen. Wir wünschen einen erfolgreichen Umbau!

Mehr zum Thema: Sanierung planen mit dem myky-Sanierungsplaner

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Ölheizung ersetzen: das ist zu beachten

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Themen in diesem Artikel
  • Energie
  • Förderung
  • Ölheizung ersetzen
  • Sanierung

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André Ryf
André Ryf ist im Rahmen der obligatorischen Grunddeckung für Feuer- und Elementarschäden zuständig für die Einschätzung von Gebäuden und für die Schadenbearbeitung. Im Rahmen der freiwilligen Zusatzprodukte der GVB Privatversicherungen AG kümmert er sich um die versicherten Risiken. Sein Tätigkeitsbereich umfasst die Regionen Oberaargau, Burgdorf, Fraubrunnen sowie das Seeland.