Stromfresser Wärmepumpe? Die 10 häufigsten Mythen aufgedeckt

Wärmepumpe

Zu Wärmepumpen kursieren einige Mythen. Zeit, damit aufzuräumen: Gemeinsam mit Samet Doçi, Digital Solutions Manager Heating bei der Helion Energy AG, gehen wir zehn ausgewählten Mythen auf den Grund und erklären, was wirklich dahintersteckt.

Mythos 1: Wärmepumpen sind nur für Neubauten geeignet

Diese Annahme ist weit verbreitet, trifft jedoch so nicht zu. In Neubauten lassen sich Wärmepumpen sehr einfach integrieren. Sie können aber auch in bestehenden Bauten sehr gut realisiert und eingesetzt werden. Entscheidend ist immer eine gute und fachgerechte Planung.

Mythos 2: Wärmepumpen haben keinen echten ökologischen Nutzen

Das entspricht nicht dem aktuellen Wissensstand. Wärmepumpen nutzen Umweltenergie aus Luft, Wasser oder Erde zur Energiegewinnung und benötigen daher keine fossilen Brennstoffe, wie dies bei herkömmlichen Heizsystemen der Fall ist. Sie tragen somit klar zur Reduktion von CO2 bei.

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Mythos 3: Wärmepumpen sind laut und stören im Alltag

Diese Sorge ist verständlich, lässt sich jedoch fachlich nicht bestätigen. Wärmepumpen werden von Jahr zu Jahr weiterentwickelt. Die heutigen Anforderungen an Wärmepumpen sind sehr hoch – nicht nur in Bezug auf den Wirkungsgrad, sondern auch auf die Geräuschentwicklung. Oft nehmen Kundinnen und Kunden ihre Wärmepumpe weniger wahr als eine herkömmliche Heizung. Bei fachgerechter Planung sind die Schallwerte so tief, dass sie weder für die Bewohnerinnen und Bewohner- noch für die Nachbarschaft störend sind.

Mythos 4: Wärmepumpen sind nur sinnvoll in Kombination mit einer Bodenheizung

Diese Aussage greift zu kurz. Wärmepumpen arbeiten zwar besonders effizient in Kombination mit einer Bodenheizung, der Einsatz mit Radiatoren ist jedoch ebenfalls möglich. Mittlerweile gibt es viele Wärmepumpen, die auch für höhere Vorlauftemperaturen ausgelegt sind.

Das ist wichtig, weil Radiatoren heisseres Wasser brauchen als eine Bodenheizung, um einen Raum warm zu machen. Moderne Wärmepumpen können diese höheren Vorlauftemperaturen liefern, sodass sie auch mit bestehenden Heizkörpern funktionieren. Ohne ausreichende Temperatur würden Radiatoren nämlich nicht genug Wärme abgeben. Ein Austausch der Heizkörper ist in den meisten Fällen daher nicht nötig.

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Mythos 5: Wärmepumpen haben eine kurze Lebensdauer

Diese Annahme ist nicht korrekt. Eine Wärmepumpe hat in etwa die gleiche Lebensdauer wie eine herkömmliche Heizung – also rund 20 Jahre. Ein Vorteil von Wärmepumpen ist zudem, dass gewisse Komponenten bei einem späteren Austausch der Anlage weiterverwendet werden können.

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Mythos 6: Wärmepumpen sind kompliziert und schwer zu steuern

Das Gegenteil ist der Fall: Moderne Wärmepumpen sind sehr benutzerfreundlich aufgebaut. Die Systeme regeln grösstenteils automatisch und stellen alle relevanten Informationen über ein Display oder eine App zur Verfügung, über die sie auch gesteuert werden können.

Mythos 7: Wärmepumpen machen Solarthermie oder Photovoltaik überflüssig

Diese Vorstellung ist ein Missverständnis. Gerade in Kombination mit einer Photovoltaikanlage lässt sich der jährliche Stromverbrauch einer Wärmepumpe deutlich reduzieren und der Eigenverbrauch erhöhen. Dadurch steigt der ökologische Nutzen nochmals deutlich. Auch in Kombination mit einer Solarthermieanlage können bei fachgerechter Planung zusätzliche Kosten eingespart werden.

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Mythos 8: Wärmepumpen verbrauchen extrem viel Strom

Diese Aussage berücksichtigt das Funktionsprinzip von Wärmepumpen nicht ausreichend. Wärmepumpen benötigen zwar Strom, dieser wird jedoch zusammen mit Umweltenergie in ein Vielfaches an Heizleistung umgewandelt. Dadurch ist der Stromverbrauch im Verhältnis zur erzeugten Heizleistung gering. Je nach Art der Wärmepumpe liegt der durchschnittliche COP – kurz für Coefficient of Performance – bei rund fünf.

Ein COP von rund fünf bedeutet, dass aus einer Kilowattstunde Strom unter günstigen Bedingungen etwa fünf Kilowattstunden Heizwärme entstehen. Das heisst: Rund vier Fünftel der Wärme stammen dabei aus der Umwelt und nur ein Fünftel aus Strom. Das macht Wärmepumpen im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen sehr effizient.

Mythos 9: Wärmepumpen sind viel teurer als Gasheizungen

Diese Einschätzung berücksichtigt nur einen Teil der Kosten. Die Anschaffungskosten einer Wärmepumpe sind höher als bei einer Gasheizung. Die Betriebs- und Energiekosten sind jedoch deutlich tiefer, was dazu führt, dass eine Gasheizung über die gesamte Lebensdauer betrachtet oft teurer ist als eine Wärmepumpe.

Ausserdem muss man Folgendes im Hinterkopf behalten: Gasheizungen sind von stark schwankenden Preisen für fossile Brennstoffe abhängig. Steigt der Gaspreis, steigen auch die Heizkosten. Darauf haben Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer keinen Einfluss. Bei Wärmepumpen sind die Energiekosten im direkten Vergleich stabiler und besser planbar.

Mythos 10: Wärmepumpen brauchen ständig Wartung

Auch diese Annahme lässt sich nicht bestätigen. Eine Wärmepumpe benötigt im Vergleich zu fossilen Heizungsanlagen deutlich weniger Wartungs- und Servicearbeiten. In der Regel reichen kleinere, regelmässige Überprüfungen aus, um einen zuverlässigen Betrieb sicherzustellen.

Experte in diesem Artikel: Samet Doçi

Samet Doçi ist als Digital Solutions Manager Heating beim Energielösungsunternehmen Helion Energy AG tätig.

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