Strom erzeugen und das Auto schützen? Mit einem Solarcarport geht beides

Solarcarport

Als Hauseigentümerin oder Hauseigentümer weisst du, dass ein Carport dein Auto zuverlässig vor der Witterung schützt und deinen Aufwand für Pflege und Reinigung gering hält. Aber weisst du auch, dass du mit einem Solarcarport zusätzlich Strom für dein Haus erzeugen kannst? Ein solcher verbindet den praktischen Wetterschutz für dein Fahrzeug mit der Möglichkeit, umweltfreundlichen Strom zu produzieren.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ein Solarcarport lohnt sich aus mehreren Gründen: Er schützt dein Auto und liefert Strom für dein Zuhause. Ausserdem kommt es zu einer Wertsteigerung deiner Immobilie.

  • Bei der Planung solltest du auch mögliche Einschränkungen beachten: Die Anschaffung ist kostenintensiver als ein klassischer Carport. Überdies hängt die Effizienz der Anlage stets von Ausrichtung, Verschattung und Dachneigung ab.

  • Die Kosten eines Solarcarports hängen stark von Grösse, Modulen und Montage ab. Eine kleine Anlage kostet in der Schweiz um die 15’000 Franken.

Carport oder Garage – was ist der Unterschied?

Eine Garage ist eine vollständig geschlossene Bauweise für Fahrzeuge und bietet umfassenden Schutz dafür: Das Auto ist rundum vor Regen, Schnee, Hagel und direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Lack, Reifen und Innenraum bleiben dabei besonders geschont. Gleichzeitig schützt eine Garage vor Diebstahl, Vandalismus oder Schäden durch Tiere, da sie physisch verschlossen ist. Der Bau einer Garage ist allerdings aufwändiger als ein Carport: Es werden ein stabiles Fundament, Wände, Dach und Türen benötigt.

Ein Carport ist dagegen eine offene Überdachung, die das Auto zuverlässig vor Regen, Schnee und Sonne schützt. Obschon die Seiten offen sind, verhindert das Dach, dass Wasser oder Schnee direkt auf das Fahrzeug fällt, und bietet Schutz vor herabfallenden Ästen oder Laub. Die offene Bauweise sorgt gleichzeitig für eine gute Belüftung – Feuchtigkeit trocknet infolgedessen schneller. Ein weiterer Vorteil: Schnee oder Laub müssen in der Regel nicht vom Dach entfernt werden. Das ist auf das schräge, glatte Dach zurückzuführen.

Wird das Dach mit Photovoltaik-Modulen ausgestattet, spricht man von einem Solarcarport. So verbindest du den praktischen Nutzen eines geschützten Stellplatzes mit der Möglichkeit, nachhaltigen Strom für dein Haus zu erzeugen. Im Folgenden erklären wir die wichtigsten Eigenschaften im Detail.

Energie und Kosten

Das Besondere am Solarcarport ist, dass du deinen eigenen Strom direkt auf dem Parkplatz produzierst. Einerseits machst du dich dadurch unabhängig von externen Energieversorgern, andererseits kannst du bei den laufenden Stromkosten sparen.

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«Den selbst erzeugten Solarstrom hat man auf sicher»

Ein Experte sagt im Interview, worauf Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer bei der Wahl von PV-Anlage, Komponenten und Anbieter ganz besonders achten sollten.

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Du produzierst mit deinem Solarcarport mehr Strom als du verbrauchst? Dann kannst du von der Einspeisevergütung profitieren und überschüssigen Strom ins öffentliche Netz einspeisen. Besonders attraktiv ist die Kombination mit einer Ladestation für Elektroautos, denn so kannst du dein Fahrzeug effizient mit selbst erzeugtem Strom laden. Durch diese doppelte Nutzung – Strom für Haushalt und Auto – amortisiert sich die Investition langfristig schneller und macht dein Zuhause unabhängiger von steigenden Energiepreisen.

Wetterschutz

Neben der Stromproduktion erfüllt ein Solarcarport die klassischen Aufgaben eines Carports in besonders hohem Masse. Es schützt dein Fahrzeug zuverlässig vor Regen, Schnee, Hagel und intensiver Sonneneinstrahlung. Für dich bedeutet das handkehrum weniger Pflegeaufwand. 

Wertsteigerung und Nachhaltigkeit

Vom praktischen Nutzen abgesehen kommt es durch die Anschaffung eines Solarcarports auch zu einer Wertsteigerung deiner Immobilie. Ein moderner Carport mit Solar signalisiert potenziellen Käuferinnen und Käufern oder Mieterinnen und Mietern, dass das Haus energieeffizient ausgestattet ist und zukunftsorientierte Technologien nutzt.

Zudem macht die Kombination aus Carport und Ladestation das Eigenheim für Elektrofahrzeuge besonders attraktiv. Gleichzeitig trägst du mit der Nutzung erneuerbarer Energie aktiv zum Klimaschutz bei und reduzierst CO₂-Emissionen.

Insgesamt ist ein Solarcarport somit in mehrerlei Hinsicht eine nachhaltige Investition: Eigenstromproduktion, niedrigere Energiekosten und die steigende Nachfrage nach umweltfreundlichen Immobilien machen dein Eigentum langfristig wertvoller und attraktiver.

Umsetzung eines Solarcarports

Wie bei Photovoltaikanlagen ist auch beim Bau eines Solarcarports eine sorgfältige Planung das A und O. Wie gross soll beispielsweise der Carport sein und wie viele Solarmodule braucht es dazu? Kläre ausserdem rechtzeitig ab, ob dir Fördergelder zustehen.

Danach geht es um die rechtlichen Voraussetzungen und die Frage, ob du für dein Vorhaben eine Baubewilligung benötigst. Bei der Baubehörde deiner Wohngemeinde wird man dir das beantworten. Dort erfährst du auch, welche Anforderungen an Dachneigung, Abstände zu Nachbargrundstücken oder Gestaltungsvorgaben bestehen. So vermeidest du spätere Verzögerungen oder Probleme während des Baus. 

Wer baut überhaupt Solarcarports?

Damit dein Solarcarport fachgerecht umgesetzt wird, solltest du auf erfahrene Fachfirmen setzen, die sowohl den Aufbau des Carports als auch die Montage der Solarmodule und den Anschluss ans Stromnetz übernehmen.

In der Schweiz gibt es verschiedene Möglichkeiten: Du kannst entweder Einzelleistungen von spezialisierten Firmen nutzen oder dich für ein Komplettpaket aus einer Hand entscheiden.

Bei den Einzelleistungen kümmern sich Solarfirmen um die Planung, die Solarmodule und den Netzanschluss. Bau- oder Carport-Unternehmen übernehmen wiederum die stabile Konstruktion, während Elektroinstallateure den elektrischen Anschluss realisieren und bei Bedarf E-Auto-Ladestationen oder Batteriespeicher integrieren.

Komplettpakete hingegen decken alle Schritte von A bis Z ab: Die Anbieter planen die Anlage, prüfen Statik, montieren Carport und Solarmodule, schliessen die Anlage ans Stromnetz an und koordinieren Förderungen sowie Baugesuche. So hast du einen einzigen Ansprechpartner, weniger Abstimmungsaufwand und transparente Kosten, während die Verantwortung klar bei einem Anbieter liegt.

Tipp:

Egal für welche Variante du dich entscheidest: Hole dir vorab Referenzen und Angebote ein und bespreche frühzeitig Statik, Ausrichtung der Module, Anzahl der Solarmodule und mögliche Förderungen. So stellst du sicher, dass dein Projekt sowohl technisch als auch finanziell optimal umgesetzt wird.

So viel kostet ein Solarcarport

Die Kosten eines Solarcarports variieren je nach Ausführung stark. Diese Punkte haben direkten Einfluss auf den Endpreis:

  • Grösse des Carports
  • Anzahl der Solarmodule
  • statische Anforderungen (z. B. Tragfähigkeit für Schnee, Windlast und Gewicht der Solarmodule)
  • Aufwand für Montage und Anschluss

Für einen typischen Einzelcarport mit einer kleinen Photovoltaikfläche liegen die Gesamtkosten – nach Abzug von Fördergeldern und steuerlichen Vorteilen – in einem Bereich um die 15'000 Franken.

Wichtig: Je nach Grösse, Modultyp und Montage fallen die Kosten eines Solarcarports unter Umständen auch deutlich höher aus! Darum ist es wie gesagt wichtig, dass du dir mehrere Offerten einholst und die Preise vergleichst.

Fazit: Ein Solarcarport lohnt sich, will aber gut geplant sein

Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: Ein Solarcarport schützt dein Auto, liefert Strom für dein Zuhause und hilft dir, langfristig Energiekosten zu sparen. Wer vorher ein bisschen plant, die passende Fachfirma wählt und Fördermöglichkeiten im Blick hat, erspart sich Unannehmlichkeiten beim Bau.

Wenn du gleich konkreter werden willst, kannst du dir kostenlos dein eigenes myky-Dossier einrichten. Dort kannst du zum Beispiel das Solarpotenzial deines Carports prüfen, einen Sanierungsplan erstellen oder Experten finden, die dich unterstützen.

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