Für Emma Germano sind Vorhänge Teil eines ganzheitlichen Innenraumkonzepts. Nicht der einzelne Vorhang soll im Mittelpunkt stehen, sondern das Zusammenspiel aller Elemente. Architektur – Raumlinien, Proportionen und Lichtverhältnisse – bilden zusammen mit der Einrichtung – also Stil, Farben und Materialien – die Grundlage für die Gestaltung.
Dennoch gibt es für Emma Germano einige Gestaltungsprinzipien, was die Farb- und Musterauswahl angeht: Reinweisse Vorhänge können Räume schnell steril wirken lassen. Stattdessen empfiehlt sie einen gebrochenen, weichen Weisston. Bei Mustern ist sie eher zurückhaltend. Zwar könnten sie eine schöne Wirkung entfalten, wenn sie zum architektonischen Kontext und zum gesamten Einrichtungskonzept passen. Der persönliche Geschmack könne sich im Laufe der Jahre jedoch verändern. Emma Germano setzt deshalb bevorzugt auf unifarbene Stoffe. Diese gefallen oft länger und lassen sich leichter in unterschiedliche Einrichtungskonzepte integrieren.