Baumaterialien für den Hausbau
Massivbau oder Holzbau?
Eine massive Gebäudehülle ist ein- oder zweischichtig mit einer tragenden Innen- und der schützenden Aussenschicht aus Beton oder Backstein. Die Dämmung befindet sich dazwischen. Die massive Hülle wirkt als thermischer Speicher und weist sehr gute Schalldämmwerte auf. Backsteine nehmen auch Feuchtigkeit auf, weshalb sie Veränderungen in der Raumluftfeuchte puffern. Farbe oder Putz ist deshalb innen und aussen diffusionsoffen auf ein Mauerwerk aufzutragen. Beton gilt dagegen als langlebig und robust, wobei die Härte, die Druckfähigkeit oder der Wärmeschutz über Zuschlagsstoffe optimiert werden kann.
Ökologisch haben beide mineralischen Baustoffe Verbesserungspotenzial. Deren Herstellung erzeugt jeweils hohe Treibhausgasemissionen. Im Gegenzug sind Baustoffhersteller daran, die Recyclingquote von Beton und Backstein zu verbessern.
Holzbauweise: leicht und vorgefertigt
Mit dem Holzbau lassen sich schlanke Gebäudehüllen konstruieren. Holzrahmen- oder Ständerelemente sind beidseitig mit Platten beplankt und dazwischen mit einem Dämmstoff ausgefacht. Zudem ist der Bauprozess schneller als mit der Massivbauweise. Die meisten Holzelemente werden industriell vorgefertigt und auf der Baustelle in kurzer Zeit montiert. Der leichtgewichtige Holzbau eignet sich insbesondere für die Gebäudeaufstockung. Je nach Grösse des Bauwerks und der statischen Anforderungen können spezifische Holzbaukonstruktionen wie der Ständerbau oder die Block- und Strickbauweise ausgewählt werden.