Der sogenannte Holzwurm ist eigentlich der «gemeine Nagekäfer». Er befällt Möbel, Täfer, Holzböden, Instrumente und Dachbalken.
Besonders häufig findet man ihn:
- in Altbauten
- in feuchten Kellern
- in unbeheizten Ferienhäusern
- in wenig genutzten Estrichen
- So sieht Holzwurmbefall aus
Die Löcher wirken oft wie mit einer feinen Nadel gebohrt. Unter dem Holz sammelt sich meist helles, sandartiges Bohrmehl.
Weitere Hinweise:
- kleine runde Löcher
- feines Bohrmehl unter Möbeln oder Balken
- bröselige Holzoberflächen
- neue Bohrmehlhäufchen nach dem Putzen
Vor allem frisches, helles Bohrmehl deutet auf aktive Larven hin.
Holzwurm bekämpfen: Was wirklich hilft
Sind kleinere Möbelstücke oder dekorative Holzteile vom Holzwurm befallen, kann man oft selbst etwas dagegen unternehmen.
Hitze gegen Holzwurm
Holzwurm-Larven vertragen hohe Temperaturen schlecht. Wird das Holz langsam auf etwa 55–60 °C erwärmt, sterben die Tiere ab.
Das funktioniert zum Beispiel:
- im Backofen bei kleinen Objekten
- in einer Sauna
- unter schwarzer Folie in direkter Sommersonne
Kältebehandlung
Auch Frost kann helfen. Kleine Gegenstände lassen sich mehrere Tage tiefkühlen. Wichtig ist eine ausreichend tiefe Temperatur über längere Zeit.
Holz trocknen
Holzwürmer bevorzugen leicht feuchtes Holz. Gut beheizte Räume und bessere Belüftung reduzieren das Risiko deutlich. Gerade in Schweizer Bergregionen oder älteren Häusern mit hoher Luftfeuchtigkeit entstehen oft ideale Bedingungen für Holzschädlinge.