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Hornissen vertreiben und fernhalten – so geht's richtig!

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Hornissen sind nützliche Tiere.

Obwohl die grossen Brummer auf den ersten Blick einschüchternd wirken, sind Hornissen überraschend friedlich – und ökologisch wertvoll. Mit den richtigen Massnahmen lassen sich Hornissen sanft vertreiben, ohne ihnen zu schaden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Hornissen wirken durch ihre Grösse bedrohlich, sind aber meist friedfertig und im Garten nützlich. Sie jagen Fliegen, Bremsen und andere Insekten.
  • Hornissennester sollten nicht selbst entfernt oder umgesiedelt werden. Liegt ein Nest an einem ungünstigen Ort, sollte eine Fachperson beigezogen werden.
  • Hornissen vertreiben gelingt am besten sanft und vorbeugend. Fliegengitter, abgedeckte Speisen und entfernte Fallfrüchte helfen, die Tiere von Wohnung, Terrasse und Gartenplatz fernzuhalten.
  • Hausmittel wie Zitronenscheiben mit Nelken können einzelne Hornissen abschrecken. Die Duftquellen eignen sich besonders in der Nähe von Sitzplätzen, Fenstern und Türen.
  • Hornissenstiche sind meist nicht gefährlicher als andere Insektenstiche. Ärztliche Hilfe ist aber nötig bei Stichen im Mund oder Rachen, bei Atemnot, Kreislaufproblemen oder allergischen Reaktionen.

Was ist eine Hornisse eigentlich?

Die Hornisse (Vespa crabro) ist die grösste staatenbildende Wespenart in der Schweiz. Ihre rötlich-braune Färbung und die deutlich grössere Körperform unterscheiden sie klar von den gelb-schwarz gestreiften Wespen, die man vom Esstisch kennt.

Was viele überrascht: Hornissen sind ausgesprochen nützlich. Ein einziges Volk kann täglich mehrere hundert Gramm Insekten erbeuten – darunter Fliegen, Bremsen und andere Schädlinge. Ein Hornissennest in der Nähe wirkt deshalb wie eine natürliche Schädlingskontrolle.

Kurzüberblick

  • Arbeiterinnen: 18–25 mm
  • Königin: bis zu 35 mm
  • Volk: 300–700 Tiere
  • Aktivität: auch nachts (im Gegensatz zu Wespen)
  • Lebensdauer: ca. 4–6 Wochen 
Europäische Hornisse (Vespa crabro)
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Richtig vorgehen bei Hornissen

Ein Hornissennest in der Nähe kann, besonders bei AllergikerInnen, gefährlich sein. Wir beraten Sie, wie Sie richtig vorgehen, um sich und andere zu schützen.

Informationen zu Hornissen einholen

Wo Hornissen nisten – und warum gerade bei dir

Ab April beginnt eine überwinterte Königin mit der Suche nach einem geeigneten Nistplatz. In der Natur nutzt sie Baumhöhlen oder morsches Holz. Im Siedlungsraum weicht sie auf geschützte Hohlräume aus. Typische Orte:

  • Rollladenkästen
  • Dachstöcke
  • Fassadenhohlräume
  • Nistkästen im Garten 

Das Nest besteht aus zerkautem Holz – eine papierartige Struktur, die überraschend leicht wirkt.

Jahreszyklus eines Hornissenvolks 

  • Frühjahr: Königin gründet das Nest allein
  • Frühsommer: Erste Arbeiterinnen übernehmen Versorgung
  • Spätsommer: Volk erreicht seine grösste Stärke
  • Herbst: Neue Königinnen entstehen, das Volk stirbt ab

Wichtig: Ein altes Nest wird nicht wiederverwendet, kann aber neue Königinnen anziehen. 

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Hornissen vertreiben: Was wirklich funktioniert

Hornissen reagieren sensibel auf ihre Umgebung – und genau das kannst du nutzen. Ziel ist nicht Vertreibung um jeden Preis, sondern gezielte Abschreckung.

Einzelne Hornisse im Haus 

Wenn sich eine Hornisse ins Zimmer verirrt:

  • Licht im Raum ausschalten
  • Fenster oder Tür vollständig öffnen
  • Ruhe bewahren und Abstand halten 

Da Hornissen sich stark am Licht orientieren, finden sie meist selbstständig nach draussen.

Hornissen auf Terrasse oder Balkon fernhalten

Hier helfen einfache, aber effektive Massnahmen:

  • Gerüche gezielt einsetzen: Nelken in einer halbierten Zitrone oder ätherische Öle wie Lavendel, Pfefferminze oder Eukalyptus wirken abschreckend
  • Nahrungsquellen reduzieren: Süssspeisen abdecken, Getränke verschliessen
  • Fallobst entfernen: Gärendes Obst zieht Insekten an – regelmässiges Auflesen lohnt sich 

Anders als Wespen interessieren sich Hornissen weniger für Zucker, sondern eher für eiweissreiche Nahrung (Insekten).

Vorbeugen: So verhinderst du eine Ansiedlung 

Die beste Strategie ist, es gar nicht erst zu einem Nest kommen zu lassen:

  • Fliegengitter an Fenstern und Türen
  • Ritzen und Hohlräume abdichten
  • Rollladenkästen regelmässig kontrollieren

Optional: Ein Hornissenkasten im Garten kann als alternative Nistmöglichkeit dienen und die Tiere gezielt vom Haus weglenken.

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Hornissennest entfernen – darf man das?

Beim Entfernen von Hornissennestern ist Vorsicht geboten. Hornissen gelten in der Schweiz als schützenswert. Das bedeutet:

  • Töten ist nicht erlaubt
  • Entfernen oft nur mit Genehmigung oder durch Fachpersonen

Warum du ein Nest nicht selbst entfernen solltest:

  • Hohe Stichgefahr bei Störung
  • Fehlende Schutzausrüstung
  • Rechtliche Konsequenzen möglich 

Die richtige Lösung ist eine fachgerechte Umsiedlung. Wende dich an:

  • Imkervereine
  • Schädlingsfachbetriebe mit Spezialisierung
  • Kantonale Beratungsstellen  

Wann du ein Nest selbst entfernen kannst

Im Winter ist ein verlassenes Nest ungefährlich. Dann kannst du es problemlos entfernen und die Einflugstelle anschliessend verschliessen. 

Hornissenstich: Was zu tun ist

Ein Hornissenstich ist unangenehm, aber für gesunde Menschen meist nicht gefährlicher als ein Wespenstich.

Erste Hilfe:

  • Stichstelle sofort kühlen
  • Nicht kratzen oder drücken
  • Schwellung beobachten 

Typisch ist eine lokale Reaktion, die nach wenigen Tagen abklingt.

Wann du sofort handeln solltest 

Suche medizinische Hilfe, wenn:

  • der Stich im Mund- oder Rachenraum liegt
  • Atemnot oder Kreislaufprobleme auftreten
  • eine bekannte Insektengift-Allergie besteht 

In diesen Fällen besteht akute Gefahr.

Häufige Fragen

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