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Boiler entkalken: Anleitung und Wartung

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Heimwerkerinnen und Heimwerker können den Boiler selber entkalken

Die Aufbereitung von Warmwasser ist immer mit Kalkablagerungen verbunden – so auch im Boiler. Hier erfährst du, wie – und unter welchen Umständen – du deinen Boiler selbst entkalken kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine regelmässige Boilerentkalkung senkt den Stromverbrauch deutlich, da verkalkte Heizstäbe schlechter heizen und mehr Energie benötigen. Ein sauberer Boiler schont Umwelt und Haushaltsbudget.
  • Du kannst deinen Boiler selbst entkalken, wenn er elektrisch betrieben wird, drucklos funktioniert und über eine Reinigungsöffnung verfügt. Gasbetriebene oder unter Druck stehende Anlagen gehören in die Hände von Fachpersonen.
  • Wie oft du entkalken solltest, hängt von der Wasserhärte und der Nutzung ab. Spätestens nach fünf Jahren empfiehlt sich eine Entkalkung, bei hartem Wasser entsprechend früher.
  • Die richtige Betriebstemperatur von 55 bis 60 Grad reduziert Kalkablagerungen und schützt gleichzeitig vor Legionellen. Kurzzeitig höhere Temperaturen können zusätzlich Keime reduzieren.
  • Die Schutzanode schützt Heizstäbe und Speicherwände vor Korrosion und muss regelmässig kontrolliert und bei Bedarf ersetzt werden, damit der Boiler langfristig funktionstüchtig bleibt.

Ein sauberer Boiler spart Energie

Ein schlecht gewarteter Warmwasserboiler ist ein wahrer Energiefresser, da verkalkte Heizstäbe schlecht heizen. Wem die Umwelt und eine tiefe Stromrechnung gleichermassen ein Anliegen sind, tut gut daran dafür zu sorgen, dass der Boiler «im Schuss» bleibt. Unsere Do-It-Yourself-Anleitung zum Download hilft dir dabei.

DIY-Anleitung: Boiler entkalken

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DIY-Anleitung: Boiler entkalken

Mit unserer praktischen Schritt-für-Schritt-Anleitung (PDF) kannst du einen Boiler selbst entkalken.

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Mit unserer praktischen Schritt-für-Schritt-Anleitung (PDF) kannst du einen Boiler selbst entkalken.

Boilerentkalkung: Wann muss die Fachperson ran?

Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung bezieht sich auf Boiler, die – unabhängig ihres Volumens – über eine Reinigungsöffnung (Flansch) verfügen, ohne Druck funktionieren und ausschliesslich mit Strom betrieben werden. Anlagen ohne Reinigungsöffnung oder solche, die unter Druck stehen sowie gasbetriebene Boiler gehören zur Wartung in die Hände von Fachpersonen.

Auch hängt die Möglichkeit zur Selbstreinigung von der Grösse des Boilers ab. So können kleinere Warmwasserspeicher im Falle von Kalkablagerungen an den Innenwänden problemlos mit Entkalkungsmittel – z.B. mit Zitronensäure – gefüllt werden. Bei grösseren Anlagen wäre dies jedoch unverhältnismässig, sodass wir dir auch hier den Beizug von Fachpersonen empfehlen. Ebenso sind den Möglichkeiten der mechanischen Reinigung, wie z.B. mit Bürsten, bei grösseren Boilern infolge der eingeschränkten Erreichbarkeit der Innenwände Grenzen gesetzt, sodass auch hier der Gang zur Fachperson unabdingbar ist.

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Wie oft muss ich meinen Boiler entkalken?

Die Wartungsintervalle sind einerseits vom Gebrauch, andererseits von der Wasserhärte abhängig. Je höher der Härtegrad des Wassers, desto schneller dürften sich Kalkablagerungen bilden und eine Boilerentkalkung angezeigt sein. Als Faustregel gilt: Allerspätestens nach fünf Jahren Betrieb sollte der Kalk entfernt werden.

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Lässt sich der Verkalkung im Boiler vorbeugen?

Nur bedingt: Die optimale Betriebstemperatur eines Warmwasserspeichers beträgt 55 bis 60 Grad. Höhere Temperaturen führen schneller zu Verkalkungen. Wer nun im Umkehrschluss die Temperatur tiefer einstellt, fördert damit die Bildung von Bakterien, besonders von Legionellen. Diese finden im angesammelten Schlamm am Boden des Boilers ideale Wachstumsbedingungen. Allgemein kann eine leistungsstarke Entkalkungsanlage im Haus der Verkalkung entgegenwirken.

Tipp: Halte die Temperatur im empfohlenen Bereich und stelle diese ca. einmal pro Monat während mehrerer Stunden etwas höher, z.B. auf 70 Grad, um der Bildung von Keimen und Bakterien zusätzlich vorzubeugen. Noch höhere Temperaturen oder eine längere Zeitdauer würden wiederum die Bildung von Kalk begünstigen. Um Legionellen entgegenzuwirken, reicht jedoch eine Betriebstemperatur von 60 Grad.

Welche Rolle kommt der Schutzanode zu?

Die Schutzanode verhindert die Korrosion der Heizstäbe und Speicherwände. Anstelle derer oxydiert die Anode und wird dabei langsam aufgelöst. Sinnigerweise wird sie deshalb auch Opferanode genannt. Von Zeit zu Zeit muss die Anode deshalb ausgewechselt werden. Wende dich dazu, wie auch für Ersatz-Dichtungen, an den Fachhandel.

Profitipps zum Boiler entkalken

  • Falls sich der Boiler nicht durch den Fi-Schalter und Sicherungen vollständig vom Strom abschalten lässt, darf nur eine konzessionierte Elektroinstallateurin oder ein konzessionierter Elektroinstallateur die Abschaltung vornehmen.
  • Wenn du dich mit dem Ablaufen des Boilerwassers nicht lange gedulden magst, kannst du den Vorgang mit einer Luftpumpe beschleunigen, die du an einem offenen Warmwasserhahn anschliesst und so zusätzlich Druckluft in den Boiler führst.
  • Stelle den Strom erst ein, nachdem der Boiler wieder vollständig mit Wasser gefüllt worden ist. Ansonsten brennen die Heizstäbe innerhalb von Sekunden durch.

Häufige Fragen

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