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Bauschäden und Schadstoffe im Haus: Ursachen erkennen und richtig handeln

Im Überblick
Schadstoffe wie Schimmel können schädlich sein

Neue und alte Wohnhäuser sind nicht immer perfekt, sondern weisen oft schwer erkennbare Mängel auf. Gründe sind oft undichte Stellen oder gesundheitsgefährdende Schadstoffe, die in Bauprodukten enthalten sind. Das sollte eine Eigentümerschaft vor dem Erstellen oder Erwerb eines Eigenheims wissen.

Feuchtigkeit, Schimmel und Pilze am Gebäude

Schimmel im Haus

Schimmelpilz ist erkennbar als dunkle Fläche in Ecken und an Wänden, insbesondere in Nasszellen. Der Pilz bildet sich, wenn die Raumluft über lange Zeit zu feucht ist und die Luftfeuchte ungenügend ausgeglichen wird. In gut gedämmten Häusern weist Schimmelpilz unter anderem daraufhin, dass Räume zu wenig durchlüftet werden. Die Ursache kann jedoch auch ein bautechnischer Mangel, etwa bei einer energetischen Gebäudesanierung, sein.

Die Sporen von Schimmelpilz können Schleimhäute reizen und das Atmen erschweren. Vor allem Babys und Kleinkinder sind vor schädlichem Schimmelpilz zu schützen.
Informiere dich hier, wie Schimmel im Haus entsteht, welche Risiken er mit sich bringt und wie du richtig reagierst.

Schimmel entfernen

Schimmelpilz kann sich auf unterschiedlichen Oberflächen anhaften. Beim Entfernen von Schimmel ist deshalb darauf zu achten, damit das Belagsmaterial nicht zu beschädigen. Oft reichen ein herkömmlicher Haushaltsreiniger und ein Putzschwamm.  

Kehrt der Pilz wieder, ist professionelle Hilfe für die Erkundung und die Sanierung gefragt. In schwerwiegenden Fällen sind bauliche Massnahmen an der Gebäudehülle wie eine Verbesserung der Wärmedämmung oder das Beheben von Wärmebrücken erforderlich. Oberflächenmaterialien auf natürlicher Basis wie ein Kalk- oder Lehmputz bieten eine bessere Vorsorge vor dem Pilzbefall, im Vergleich zu kunststoffhaltigem Wandverputz oder Deckanstrich.
Erfahre alles Wichtige zum Schimmel entfernen.

Pilzbefall von Gebäuden

Pilzbefall in Gebäuden ist nicht nur ein optisches Problem, sondern kann die Bausubstanz ernsthaft schädigen. Besonders Holzbauteile, feuchte Kellerbereiche oder schlecht belüftete Räume sind gefährdet. Wer Anzeichen früh erkennt und richtig einordnet, kann grössere Schäden vermeiden und rechtzeitig Fachpersonen beiziehen.
Lies hier, wie du Pilzbefall im Haus frühzeitig erkennst und welche Massnahmen sinnvoll sind.

Feuchte Wände im Haus

Der Befall mit natürlichen Organismen hat meistens denselben Grund: Bauteile und Wände sind zu feucht, wobei die Feuchtigkeit der Umgebung nicht beliebig reguliert werden kann. Umso mehr lohnt es sich, die Bauteile und Oberflächenmaterialien mit unterschiedlichen Massnahmen vor Wasser aus dem Boden und der Luft zu schützen. Im Wohnbereich lässt sich die Raumluftfeuchte einfach mit einem Lüftungskonzept regulieren. Doch relevanter für das trockene Haus ist: Der Schutz beginnt im Fundament, damit die Kellerwände nicht andauernd Feuchtigkeit – beispielsweise vom Grund- oder Hangwasser – aufnehmen. 

Für den Sanierungsfall bieten sich verschiedene professionelle Trocknungsverfahren an, wie das Einspritzen von Harz in das Mauerwerk, das nachträgliche Auftragen eines Spezialputzes oder eine elektroosmotische Sanierung. Unvermeidlich und aufwändig ist meistens aber, das Wasser durch eine zusätzliche Drainage vor dem Sockelbereich fernzuhalten.
Finde heraus, wodurch feuchte Wände entstehen und welche Lösungen das Problem dauerhaft beheben können.

Algen auf der Fassade

An Gebäudefassaden können sich Algen und Pilze bilden, wenn die Oberflächen ungenügend austrocknen können. Selbst Glasverkleidungen oder mineralischer Putz sind nicht vor einem Befall gefeit. Ursache für die Algen- oder Pilzbildung an einer Fassade ist jedoch das Tauwasser und nicht der unmittelbare Regen.

Um den Fassadenschutz mit chemischen Mitteln, etwa mit einem Biozid, zu vermeiden, lässt sich die äussere Hülle auch mit konstruktiven Massnahmen wie einem Vordach oder einer Ableitung des Regenwassers trocken halten. Befallene Fassaden sind durch spezialisierte Fachleute zu sanieren. 
Wir zeigen dir, wie Algen auf der Fassade entstehen und wie du sie wirksam entfernst und künftig vermeidest.

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Schadstoffe und Belastungen in Innenräumen

Fogging in der Wohnung

Die Ablagerung von schwarzem Staub im Wohnbereich (Fogging) ist unangenehm und unhygienisch, aber weitaus weniger problematisch als Schimmelpilz. Gesundheitsgefährdend ist der Staub nämlich nicht. Seine Herkunft gibt immer noch Rätsel auf: Der Fogging-Effekt tritt offensichtlich nur in der Heizperiode auf. Zudem weisen Untersuchungen darauf hin, dass der schmierige Feinstaub mit neu aufgetragenen Farbanstrichen und Bodenbelägen in Verbindung gebracht wird. Dementsprechend wird empfohlen, erneuerte Wohnungen vor dem Bezug über längere Zeit austrocknen zu lassen.
Erfahre, was hinter schwarzen Ablagerungen durch Fogging steckt und wie du das Phänomen richtig einordnest.

Asbest im Haus

Die Schadstoffbelastung von Gebäuden ist auch ein Schaden mit Sanierungsbedarf. Allerdings ist dieser meistens Sache der Eigentümerschaft, weil der eigentliche Verursacher nicht mehr haftbar ist. So sind Wohnhäuser aus den 1950er bis 1970er-Jahren mit Asbest belastet. Dieser Schadstoff befindet sich in mineralischen Dach- und Fassadenschindeln oder Brandschutzplatten, die damals noch bedenkenlos verwendet wurden.

An sich geben diese Bauteile keine Asbestfasern ab. Doch bei Beschädigung oder Fremdeinwirkung entsteht Staub, der gesundheitsschädigend ist. Eingriffe bei der Erneuerung oder ein Rückbau ist deshalb unter besonderen Sicherheitsauflagen durch Spezialisten auszuführen. Im Verdachtsfall empfiehlt sich eine vorgängige Schadstoffanalyse vor Ort. Auch hierfür sind geschulte Fachleute beizuziehen. Asbesthaltiger Bauschutt ist zudem Sondermüll und deshalb sachgerecht zu entsorgen.
Alles Wichtige zu Asbest im Haus – erkenne mögliche Belastungen und saniere fachgerecht.

Radon im Haus

Unsichtbar, geruchlos und gesundheitsschädlich: Radon ist in der Schweiz nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Um die Bevölkerung besser zu schützen, wurde der Referenzwert für Wohn- und Aufenthaltsräume 2018 auf 300 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³) gesenkt. Doch wie lässt sich eine erhöhte Radonbelastung in Gebäuden erkennen und wirksam reduzieren?
Erfahre, welche Risiken Radon im Haus birgt und mit welchen Massnahmen du dich wirksam schützen kannst.

Weitere Schadstoffe  

  • Polychlorierte Biphenyle (PCB) durften bis 2001 in Lacken, Harzen, Kunststoffen und Fugendichtungen verwendet werden. PCB-Sanierungen sind ein Fall für zertifizierte Spezialisten.
  • Formaldehyd wird seinerseits in Lacken und Harzen, unter anderem auch für Möbel, verwendet. Das Gas kann die Raumluft belasten und dabei sogar Atem- und Sehbeschwerden verursachen.
  • Flüchtige organische Verbindungen (VOC) stammen von Lösemitteln in Farben, Lacken und Reinigungsmitteln. Lösemittelfreie Alternativen sind für Oberflächenanstriche reichlich vorhanden.
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Risiken vor dem Hausbau erkennen

Baugrund prüfen

Mit dem Kauf eines Grundstücks beginnt für viele der Weg zum Eigenheim. Um spätere Überraschungen und zusätzliche Kosten zu vermeiden, sollte der Baugrund frühzeitig untersucht werden. Dabei ist unter anderem zu prüfen, ob der Untergrund tragfähig und frei von Schadstoffen ist.
Informiere dich hier, warum eine sorgfältige Baugrundprüfung entscheidend ist und welche Risiken sich so frühzeitig erkennen lassen.

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