Tragfähigkeit des Bodens?
Zwar lautet eine Faustregel: Je geringer das Gelände geneigt ist, umso unproblematischer sind bauliche Eingriffe. Doch bisweilen verbergen sich sogar unter einem flachen Boden heikle Schichten.
Baugrund mit lehmhaltigen Schichten ist typischerweise in Moränenlandschaften anzutreffen. Dieser wasserundurchlässige Untergrund kann geotechnisch ebenfalls problematisch sein. Demgegenüber sind Schwemm- und Verlandungsböden, etwa in Flusstälern, ebenso für instabile Verhältnisse bekannt wie rutschige Hanglagen. Allgemein weniger heikel für eine Bebauung ist Baugrund über einer Schotterschicht.
In Seenähe ist oft feinkörniger Untergrund anzutreffen, der über eine schlechte Tragfähigkeit verfügt und – ohne weitere Massnahmen – Setzungen im Gebäudefundament verursachen kann. Bauingenieure kennen in der Regel auch dagegen ein taugliches Rezept: Das Haus ist auf ein erhöhtes Fundament zu errichten, das seinerseits auf Pfählen steht.