Einstufung von Schadensereignissen und Gefahren
Bei der Erarbeitung oder Revision von Gefahrenkarten setzen sich Fachpersonen, zum Beispiel Geologinnen und Geologen, Forst- und Bauingenieurinnen und Bauingenieure, Geografinnen und Geografen, vertieft mit einem Gebiet auseinander. In die Erarbeitung von Gefahrenkarten fliessen sowohl historische Quellen, vergangene Ereignisse wie auch Berechnungen und Computersimulationen ein. Dabei werden in einem ersten Schritt sämtliche Gefahrenquellen identifiziert, die eine potenzielle Gefahr für das Gebiet darstellen. In einem zweiten Schritt werden die Szenarien definiert, die festlegen, mit welcher Häufigkeit welche Intensitäten zu erwarten sind. Produkt dieses Schrittes sind die sogenannten Intensitätskarten pro Prozessquelle, die pro Wiederkehrperiode, also 30-, 100- und 300-jährlich, die zu erwartenden Intensitäten darstellen. Im letzten Schritt wird die Gefahrenkarte pro Prozessquelle berechnet, die in den Farben gelb, blau und rot sowie gelb-weiss gestreift, Restgefährdung, darstellt, wie gefährdet ein Gebiet ist. Die Gefahrenkarten werden nach Abschluss der Erarbeitung in die Nutzungsplanung überführt und umgesetzt. Nicht berücksichtigt wurde das Oberflächenwasser, aufstossendes Grundwasser oder Rückstau in Kanalisationen.
Die verschiedenen Farben der Gefahrenkarten bringen den Gefährdungsgrad zum Ausdruck und geben damit erste Hinweise auf die zu erwartenden Folgen für Personen und Gebäude.