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Notvorrat anlegen: Empfehlungen für Haushalte in der Schweiz

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Notvorrat anlegen mit haltbaren Lebensmitteln, Radio und Taschenlampe für den Ernstfall.

Unerwartete Ereignisse, das kann eine Umweltkatastrophe, ein Erdbeben oder eine andere Bedrohung wie eine Epidemie oder eine Pandemie sein, können jederzeit unsere Versorgung gefährden. Wir sagen dir, wie sich mit einem Notvorrat solche Versorgungsengpässe überbrücken lassen. Ausserdem erfährst du mehr über die Bedeutung eines Notfallplans im Ernstfall.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Notvorrat hilft dir, kurzfristige Versorgungsengpässe durch Naturkatastrophen, Stromausfälle oder andere Krisen in der Schweiz zu überbrücken, ohne in Panik handeln zu müssen. Ziel ist nicht monatelanges Überleben, sondern die selbstständige Versorgung für rund eine Woche.
  • Empfohlen wird ein Lebensmittelvorrat für etwa sieben Tage, abgestimmt auf deine Ernährungsgewohnheiten und laufend erneuert. Besonders geeignet sind haltbare oder ohne Erhitzen geniessbare Produkte wie Konserven, Reis, Teigwaren, Hartkäse oder Zwieback.
  • Noch wichtiger als Essen ist ausreichend Wasser im Notvorrat, nämlich rund 9 Liter pro Person. Ergänzend gehören auch UHT Milch, Säfte sowie Hygieneartikel, Taschenlampen oder ein batteriebetriebenes Radio zur Grundausstattung.
  • Ein durchdachter Notfallplan legt fest, wie du Angehörige kontaktierst, wohin du im Evakuationsfall gehst und welche Dokumente du bereithältst. So kannst du im Ernstfall rasch und strukturiert handeln.
  • Die Fähigkeit zur Selbsthilfe im Notfall ist entscheidend, da Behörden je nach Ausmass der Lage Zeit benötigen. Informiere dich über Gefahrenkarten, überprüfe dein Gebäude regelmässig und halte wichtige Notfallnummern wie 112, 117, 118 oder 144 griffbereit.
Zur Zeit des Kalten Krieges wurde unter dem Motto «Kluger Rat – Notvorrat» Werbung für den Haushaltvorrat gemacht. Heute haben sich die Bedrohungslagen verändert. Möglich sind Terrorangriffe, Cyberattacken und sogenannte hybride Angriffe, worunter eine Mischung aus offenen und verdeckten sowie militärischen und zivilen Bedrohungen zu verstehen ist. Auch Unwetterkatastrophen, Erdbeben, Epidemien oder Pandemien und ebenso lang andauernde Stromausfälle könnten die Versorgung gefährden. Generell geht es also nicht mehr darum, längere Krisen im Luftschutzbunker zu überstehen, sondern um die Überbrückung von kürzeren Versorgungsengpässen.

Notvorrat für rund eine Woche

Dem entsprechend empfiehlt das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung auch nicht, einen Vorrat für Monate anzulegen, sondern lediglich für rund eine Woche. Der persönliche Vorrat sollte dabei nach den eigenen Ernährungsgewohnheiten zusammengestellt sein. Fachpersonen empfehlen, den Notvorrat in den Küchen- oder Kochalltag zu integrieren, die Lebensmittel also laufend zu verbrauchen und wieder zu ersetzen. Die Lagerung sollte trocken, dunkel und kühl erfolgen. Auch Lebensmittel im Tiefkühler gelten als Notvorrat, denn sie können auch bei einem Stromausfall noch konsumiert werden.

Im Fokus stehen aber vor allem lagerfähige Lebensmittel oder solche, die ohne Erhitzen genossen werden können:

  • Ungekühlt haltbare Fertiggerichte (Rösti, Reisgerichte, Suppen)
  • Fleisch-, Fisch- und Gemüsekonserven
  • Teigwaren, Reis
  • Tomatensauce
  • Trockenfleisch, Dauerwürste
  • Hartkäse
  • Schokolade
  • Bouillon, Pfeffer, Salz
  • Öl
  • Zucker, Konfitüre, Honig
  • Zwieback, Knäckebrot
  • Kaffee, Tee, Kakao
  • Spezialnahrung für Babys, Diabetiker oder Allergiker
  • Tierfutter

Checkliste: Notfallplan

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Checkliste: Notfallplan

Nutze unsere praktische Checkliste (PDF) zur Erstellung eines Notfallplans.

Checkliste: Notfallplan bei Katastrophen

Nutze unsere praktische Checkliste (PDF) zur Erstellung eines Notfallplans bei Katastrophen.

Getränke im Notvorrat

Wichtiger noch als Nahrungsmittel ist die Lagerung von Wasser:

  • 9 Liter Wasser pro Person
  • UHT-Milch
  • Frucht- und Gemüsesäfte

Dinge des täglichen Lebens im Notvorrat

  • Batteriebetriebenes Radio
  • Campingkocher mit Gas-Cartouchen
  • Kerzen, Streichhölzer, Feuerzeug
  • Hygieneartikel, Seife, WC-Papier, Feuchttücher
  • Taschenlampen mit Ersatzbatterien
  • Ladekabel
  • Müllbeutel/Abfallsäcke

Notfallplan: Vorsorge bei Katastrophen

Die einführend genannten Ereignisse möchte natürlich niemand erleben müssen. Was aber, wenn ein Notfall hierzulande eintritt? Was, wenn der Strom länger wegbleibt oder das Trinkwasser verseucht ist? Was passiert, wenn du wegen Überschwemmungen oder einem Felssturz länger von der Umwelt abgeschnitten bist, Strassen und Bahnlinien zerstört sind und die Telekommunikation nicht mehr funktioniert?

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Warum Selbsthilfe im Notfall so wichtig ist

Die Behörden werden alles in ihrer Macht Stehende tun, dir so rasch wie möglich zu helfen. Aber je nach Ausmass des Elementarereignisses kann bis dahin einige Zeit vergehen. Deshalb kommt bei der Bewältigung der Folgen von Naturkatastrophen und anderen Notlagen der Fähigkeit jeder einzelnen Person zur Selbsthilfe eine hohe Bedeutung zu.

Das kannst du am besten, wenn du vorbereitet bist und zu gegebener Zeit auf einen Notfallplan zurückgreifen kannst. Überlege dir bei der Erstellung eines Notfallplans immer, was eines der obgenannten Ereignisse für dich bedeutet.

Notfallplan erstellen: Die wichtigsten Punkte

  • Wie kann ich meine Angehörigen kontaktieren?
  • Was nehme ich im Notfall mit, wenn ich mein Heim verlassen muss?
  • Wo muss ich im Falle einer Evakuierung hin?
  • Was sollte ein Notvorrat enthalten?
  • Was gehört in die Hausapotheke?
  • Wo befinden sich alle wichtigen Dokumente?
  • Wie und wo kann ich mich über die aktuelle Lage informieren?

Darüber hinaus ist es elementar, dass du die möglichen Gefahren an deinem Wohnort kennst und je nach Ereignis richtig reagierst. Es gibt allgemein gültige Verhaltensweisen, die dir unabhängig von der Art der Notsituation helfen können.

  • Ermittle über die kantonalen Gefahrenkarten das Gefahrenpotenzial an deinem Wohn- und Arbeitsort
  • Überprüfe dein Gebäude mindestens einmal pro Jahr auf allfällige Schäden und kontrolliere die Befestigung von Antennen, Solaranlagen, Satellitenschüsseln, Storen etc. sowie die Stabilität von Vordächern und Vorbauten.
  • Überprüfe, ob in deinem Kanton die kantonale Gebäudeversicherung durch Elementarereignisse verursachte Schäden an deinem Gebäude abdeckt.
  • Informiere dich über Radio, Fernsehen und Internet, zum Beispiel Alertswiss auch als App, über die aktuelle Gefahrenlage und beachte Warnungen und Alarmsignale.

Halte die wichtigsten Notfallnummern bereit. Falls du dich in akuter Not befindest, wähle die Notrufnummer 112.

Weitere wichtige Telefonnummern für den Notfall sind

  • 117 Polizeinotruf
  • 118 Feuerwehrnotruf
  • 144 Sanitätsnotruf
  • 145 Toxikologisches Institut (bei Vergiftungen)
  • 1414 Rega

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