Was kann man konkret tun, um ein Gebäude besser vor Hochwasser zu schützen – etwa in gefährdeten Zonen entlang von Bächen oder Flüssen?
Der erste Schritt ist, die eigene Gefährdungslage genau zu kennen. Dabei helfen die bereits genannten Gefahren- und Gefährdungskarten. Ist klar, welche Gefahr besteht, braucht es ein passendes Schutzkonzept. Dabei gibt es grundsätzlich drei Ansätze für bauliche und organisatorische Massnahmen, mit denen Schäden möglichst vermieden werden können. Dies sind Abschirmung, Abdichtung oder die sogenannte nasse Vorsorge. Letztere zielt darauf ab, beim Bau und der Einrichtung unterer Stockwerke Überschwemmungen bereits einzuplanen, damit die Schadensumme im Ernstfall möglichst gering bleibt.
Ein solches Schutzkonzept zu entwickeln, erfordert Fachwissen und sorgfältige Planung. Die Gebäudeversicherung Bern (GVB) unterstützt Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer dabei: Sie vermittelt eine Naturgefahren-Expertin oder einen Naturgefahren-Experten und übernimmt 80 Prozent der Beratungskosten. Die restlichen 20 Prozent trägt die Eigentümerin oder der Eigentümer. Dafür erhält sie oder er ein professionelles, massgeschneidertes Schutzkonzept, das sie oder er im nächsten Schritt umsetzen kann.
Auch andere kantonale Gebäudeversicherungen bieten ähnliche Beratungs- und Förderangebote. In Kantonen ohne obligatorische Gebäudeversicherung sind oft die Gemeinde oder der Kanton selbst die richtigen Ansprechpersonen. Es lohnt sich auf jeden Fall, frühzeitig Unterstützung einzuholen.