Immense Zerstörungskraft von Lawinen
Denn die zerstörerische Kraft von Lawinen ist gewaltig. Im Anriss- und Transitgebiet, der sogenannten Sturzbahn, gewinnt eine Lawine an Geschwindigkeit und auch an Masse und Volumen, bis sie im Ablagerungsgebiet zum Stillstand kommt. Gebäude stehen zwar in der Regel eher im Auslaufbereich von Lawinen. Dort sind die Fliessgeschwindigkeiten durch das abflachende Terrain und die seitliche Ausbreitung geringer. Doch selbst bei geringen Fliesshöhen haben Lawinen noch immer eine immense Zerstörungskraft. Dies besonders dann, wenn sie zusätzlich Feststoffe wie Baumstämme und Geröll mitführen.
Wenn die Schneemasse oder die Druckwelle einer Staublawine auf ein Gebäude auftrifft, wird es gedrückt und kann sich je nach der Art des Drucks verformen. Die Einwirkung kann von einem Riss in der Wand über ein eingedrücktes Dach, eine Verschiebung oder ein Schrägstellen bis zur Zerstörung des Hauses reichen.
Doch der Wirkungsbereich von Lawinen lässt sich eingrenzen: räumlich durch das Gelände und Schutzbauwerke, zeitlich aufgrund der Schnee- und Wettersituation. Zum Schutz von Personen, Verkehrswegen und Gebäuden ist deshalb eine Kombination aus raumplanerischen, baulichen und organisatorischen Massnahmen besonders wirksam.