Erdreich wird regeneriert
Herzstück ist eine konventionelle Sonde, welche den hausinternen Heizungskreislauf mit dem 10 °C bis 12 °C kühlen Erdreich thermisch in Verbindung bringt. So wird die Wärme aus einem sommerlich aufgeheizten Raum zum Beispiel über die Bodenheizung abgeführt und im Boden «abgeladen». Wärmepumpenanlagen benötigen dafür einen zusätzlichen Wärmetauscher, wodurch sich die Raumtemperaturen jeweils um 2 °C bis 3°C abkühlen können. Der Eintrag von Wärme ins Erdreich ist durchaus willkommen; so wird die unterirdische Heizenergiequelle saisonal regeneriert. Erdgekoppelte Wärmepumpen im Winter zum Heizen und im Sommer zur Kühlung zu benutzen, ist ein steigender Markttrend. In der Stadt Zürich schätzt man, dass rund 10 Prozent der WP-Anlagen reversibel betrieben werden.
Bei der Energieplanung ist abzuwägen, aus welcher Tiefe eine Erdwärmesonde die Energie abzapfen soll. Optimal für den Heizfall sind tiefe Sonden, weil sie mehr Wärme gewinnen können. Der Kühlbetrieb funktioniert dagegen besser, wenn die Ausgangstemperatur niedrig ist, also in den oberen Zonen des durchbohrten Erdreichs.