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7 Schritte zur neuen Wärmepumpe: So geht nichts vergessen

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Paar informiert sich über Wärmepumpen am Laptop

Eine Wärmepumpe bietet zahlreiche Vorteile in Bezug auf Kosteneinsparungen, Umweltschutz und Wohnkomfort. Mit der folgenden Checkliste geht von der Idee über die Planung und Umsetzung bis hin zum Unterhalt nichts vergessen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt verschiedene Arten von Wärmepumpen. Welche sich am besten für dich eignet, ist unter anderem von den Gegebenheiten deines Zuhauses abhängig.
  • Lass im Vorfeld eine professionelle Wärmebedarfsberechnung durchführen. Diese hilft dir, die richtige Wärmepumpe für dein Zuhause auszuwählen.
  • Im Rahmen des Gebäudeprogramms stehen kantonale Fördermittel zur Verfügung. Auch einige Gemeinden unterstützen dich bei deinem Vorhaben finanziell.
  • Je nach Wohnkanton musst du für den Bau einer Wärmepumpe eine Baubewilligung einholen.

Schritt 1: Über Wärmepumpen informieren

Bevor du eine Wärmepumpe auswählst, ist es wichtig, deren Grundfunktion zu verstehen: Eine Wärmepumpe entzieht einer Quelle wie Luft, Wasser oder dem Erdreich Wärmeenergie und heizt damit dein Zuhause. Durch einen Umkehrmechanismus kann eine Wärmepumpe auch zum Kühlen verwendet werden. Zudem eignen sich Wärmepumpen für die Warmwasserbereitung. Es gibt dabei verschiedene Arten von Wärmepumpen:

Luft-Wasser- bzw. Aussenluft-Wärmepumpen

Aussenluft-Wärmepumpen nutzen die Umgebungsluft als Wärmequelle. Eine ausreichende Belüftung und Platz um das Aussengerät herum sind hierbei erforderlich. Aussenluft-Wärmepumpen sind gut für Eigenheime geeignet, die keinen Zugang zu anderen Wärmequellen wie Erdwärme oder Wasser haben.

Wasser-Wasser-Wärmepumpen

Wasser-Wasser-Wärmepumpen ziehen Wärme aus einem Gewässer (Fluss, See) oder aus Grundwasser. Für Eigenheime kommt in erster Linie Grundwasser infrage, weil die Fassung von Wasser aus Oberflächengewässern aufwendiger ist.

Sole-Wasser- bzw. Erdwärmepumpen

Erdwärmepumpen nutzen die konstant warme Temperatur des Bodens in wenigen hundert Metern Tiefe als Wärmequelle. Dazu müssen eine oder mehrere Erdwärmesonden gebohrt werden. Die Erdwärmepumpe ist im Betrieb sehr effizient, weil das Erdreich eine konstante Temperatur aufweist. Sie benötigen aber eine Erdwärmesonde. Die Bohrung ist aufwändig und erfordert Platz auf dem Grundstück. Die Nutzung von Erdwärme kann aus Gewässerschutzgründen jedoch eingeschränkt sein.

Schritt 2: Wärmebedarf berechnen lassen

Um die Wärmepumpe für dein Zuhause richtig zu dimensionieren, ist eine professionelle Wärmebedarfsanalyse im Rahmen eines GEAKs zu empfehlen. Während eine zu kleine Anlage dein Zuhause unter Umständen nicht ausreichend heizen kann, verursacht eine zu grosse Anlage unnötige Kosten. myky arbeitet dabei in der ganzen Schweiz mit GEAK-Expertinnen und -Experten zusammen. Mit deinen Angaben zum Gebäude, das beurteilt werden soll, suchen wir für dich eine Fachperson aus deiner Nähe, die mit dir Kontakt aufnehmen wird. Hier geht es zur Anfrage.

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Schritt 3: Auflagen beachten

Die Frage, ob eine Baubewilligung für die Wärmepumpe erforderlich ist, kann nicht allgemeingültig beantwortet werden. In manchen Kantonen wurden die Hürden für die Installation von Wärmepumpen in den letzten Jahren abgebaut, indem Wärmepumpen teilweise von der Notwendigkeit einer Baugenehmigung befreit wurden. Auskunft darüber, ob du eine Baubewilligung für deine Wärmepumpe brauchst, erhältst du beim Bauamt deines Wohnorts.

Ob du für deine Wärmepumpe eine Baubewilligung brauchst, hängt beispielsweise auch von deren Art ab: Eine Aussenluft-Wärmepumpen, die im Freien aufgestellt wird, hat tendenziell geringere Genehmigungsanforderungen als eine Erdwärmepumpe, die mit Erdwärmesonden oder Erdkollektoren auszustatten ist. Steht dein Gebäude ausserdem unter Denkmalschutz, musst du ebenfalls mit zusätzlichen Einschränkungen rechnen.

Beachte auch, dass Aussenluft-Wärmepumpen, die im Freien aufgestellt werden, einen Mindestabstand von mindestens drei Metern zum benachbarten Grundstück einhalten müssen. Hierbei handelt es sich um eine Schallschutzmassnahme, die es zu berücksichtigen gilt.

Schritt 4: Fördergelder prüfen und beantragen

Im Rahmen des Gebäudeprogramms stehen dir je nach Wohnkanton unterschiedlich hohe Fördermittel für den Ersatz von Öl-, Gas- und Elektroheizungen zur Verfügung. Setze dich noch vor Beginn des Bauvorhabens mit der kantonalen Energieberatungsstelle in Verbindung, um die Höhe der Fördergelder in deinem Kanton zu erfahren. Auch einige Gemeinden unterstützen energetische Sanierungsprojekte und den Einbau von Wärmepumpen finanziell. Das heisst, dass du möglicherweise sowohl vom Kanton als auch von deiner Gemeinde Unterstützung erhältst. Weitere Informationen findest du auf der nationalen Informationsplattform Energiefranken.

Schritt 5: Planung und Installation der Wärmepumpe

Wann der beste Zeitpunkt für die Installation einer Wärmepumpe ist, hängt von deinen Bedürfnissen ab. Wenn du die Wärmepumpe beispielsweise sowohl für die Heizung im Winter als auch für die Kühlung im Sommer nutzen möchtest, ist der Übergang zwischen diesen beiden Jahreszeiten – sprich: Frühling oder Herbst – ideal.

Bedenke auch, dass die Verfügbarkeit von Installateurinnen und Installateuren je nach Jahreszeit variiert. In der Heizsaison zum Beispiel kann es manchmal länger dauern, qualifizierte Fachleute zu finden. Eine frühzeitige Planung kann dies verhindern.

Berücksichtige bei der Planung die Installationsdauer deiner Wärmepumpe. Diese hängt von deren Typ ab:

  • Aussenluft-Wärmepumpe: Je nach Umfang der Arbeiten und der vorhandenen Infrastruktur kann die Installation einer Aussenluft-Wärmepumpe in ein bis drei Tagen abgeschlossen sein.
  • Wasser-Wasser-Wärmepumpe: Die Installation einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe kann zwischen zwei und fünf Tagen in Anspruch nehmen.
  • Erdwärmepumpe: Weil die Installation einer Erdwärmepumpe oft Bohrungen erfordert, kann die Installation hier länger dauern. Die Installation ist meist nach ein bis zwei Wochen abgeschlossen
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Schritt 6: Inbetriebnahme und Optimierung

Ist die Wärmepumpe fachgerecht installiert, solltest du dir von einer Fachperson in Ruhe erklären lassen, was du für den korrekten Betrieb der Anlage wissen musst. In der Regel erhältst du auch ein Handbuch dazu und immer häufiger auch eine App, mit der du den Betrieb der Wärmepumpe überwachen und bei Bedarf anpassen kannst.

Nicht immer funktionieren Heizsysteme auf Anhieb so effizient, wie das bei der Planung angenommen wurde. Es kann sich lohnen, eine Optimierung nach ein bis zwei Betriebsjahren durchführen zu lassen. Dabei schaut sich eine Fachperson die vorhandenen Daten an und prüft, ob gewisse Einstellungen angepasst werden sollten. So lassen sich der Energiebedarf und damit auch die Betriebskosten senken.

Schritt 7: Wartung

Wie jede technische Anlage benötigt auch eine Wärmepumpe eine regelmässige Wartung durch eine Fachperson. Die Wartung kann zum Beispiel einmal pro Jahr durch die Firma erfolgen, welche die Wärmepumpe installiert hat. Die Aufmerksamkeit gilt in erster Linie dem Kreislauf des Kältemittels, denn Verdichter, Verdampfer und das Drosselventil weisen Verschleissteile auf, insbesondere Dichtungen und Filter. Für Anlagen mit mehr als drei Kilogramm Kältemittel besteht eine Meldepflicht. Es muss ein Wartungsheft geführt werden und Dichtigkeitsprüfungen sind obligatorisch.

Auch wegen der Steuerung empfiehlt sich regelmässige Prüfung. Software wird bekanntlich ständig weiterentwickelt. Soll die Effizienz und der Komfort nachhaltig gewährleistet sein, sind daher Aktualisierungen und Updates ratsam.

Zudem kannst du als Hauseigentümerin oder Hauseigentümer auch selbst dazu beitragen, dass die Wärmepumpe ordnungsgemäss funktioniert:

  • Falls deine Wärmepumpe eine Ausseneinheit hat – wie etwa eine Aussenluft-Wärmepumpe –, stelle sicher, dass diese frei von Laub, Schmutz und anderen Ablagerungen ist.
  • Halte den Bereich um die Einheit herum frei, um eine gute Belüftung zu gewährleisten.
  • Prüfe die Kühlmittelleitungen der Wärmepumpe ausserdem gelegentlich auf Anzeichen von Lecks oder Beschädigungen. Bemerkst du ungewöhnliche Geräusche oder Anzeichen von Frostbildung, solltest du dich an den Installationsbetrieb der Wärmepumpe wenden.

Lebensdauer von Wärmepumpen

Auch bei guter Wartung haben Wärmepumpen kein ewiges Leben. Aktuell empfehlen Hersteller, Geräte nach rund 18 Jahren Betrieb zu ersetzen – dies auch vor dem Hintergrund, dass die Technik der Systeme laufend optimiert wird und immer effizienter wird. Diese Lebensdauer bezieht sich ausschliesslich auf den Betrieb des Kältemittel-Kreislaufs. Andere Komponenten der Heizung sind viel länger funktionstüchtig. Bei Erdwärmesonden wird aktuell mit einer Lebensdauer von rund 50 Jahren gerechnet.

Tipp: Versicherung abschliessen

Schäden an einer Wärmepumpe können schnell ins Geld gehen. Wenn zum Beispiel durch Material- oder Fabrikationsfehler oder äussere Einwirkungen deine Wärmepumpe beschädigt wird, ist dies nicht durch deine obligatorische Gebäudeversicherung gedeckt und du musst die Reparaturkosten selbst übernehmen. Mit einer entsprechenden Versicherung kannst du dich gegen dieses Risiko absichern.

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