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Wärmepumpe warten: Tipps und Intervalle

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Ausseneinheit einer Wärmepumpe neben einem Wohnhaus – Symbolbild für die regelmässige Wartung und den effizienten Betrieb einer Wärmepumpe.

Wärmepumpen produzieren weder Russpartikel noch Rauch. Gesetzlich vorgeschriebene Zwangskontrollen entfallen deshalb. Trotzdem sollte der Betrieb der Anlage sporadisch überprüft werden. Schliesslich handelt es sich um Maschinen mit zahlreichen Komponenten, die teilweise Abnützungserscheinungen zeigen. Die Hersteller bieten Wartungspakete an.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wärmepumpen benötigen zwar keine gesetzlich vorgeschriebenen Zwangskontrollen wie Öl oder Gasheizungen, eine regelmässige Wartung trägt jedoch zu einem zuverlässigen und effizienten Betrieb bei.
  • Das Wärmepumpen-System-Modul unterstützt einen störungsfreien Betrieb durch eine fachgerechte Installation und eine Kontrolle im zweiten oder dritten Betriebsjahr, um Effizienz und Komfort sicherzustellen.
  • Eine regelmässige Wartung umfasst die Kontrolle des Kältemittelkreislaufs, der Steuerung sowie der Luftzufuhr. Zudem sollten ältere Anlagen nach rund 18 Jahren auf einen Ersatz geprüft werden.

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe funktioniert ähnlich wie ein Kühlschrank – allerdings in umgekehrter Richtung. Sie entzieht der Umgebung Wärme und nutzt diese zum Heizen deines Hauses. Fachpersonen bezeichnen dieses Prinzip als Kaltdampf-Kompressionsverfahren: Ein Kältemittel nimmt auf der kalten Seite Wärme auf und verdampft. Anschliessend wird es verdichtet, wodurch seine Temperatur steigt. Auf der warmen Seite gibt das Kältemittel die Wärme an das Heizsystem ab und verflüssigt sich wieder. Danach wird der Druck reduziert, sodass der Kreislauf von Neuem beginnen kann.

Als Wärmequelle dienen je nach System das Erdreich, das Grund- oder Seewasser oder die Umgebungsluft. Die gewonnene Wärme wird an das Heizsystem im Gebäude abgegeben. Den Kreislauf hält ein elektrisch betriebener Verdichter aufrecht.

Warum lohnt sich die Wartung einer Wärmepumpe?

Als Wärmepumpen auf den Markt kamen, galten sie lange als nahezu wartungsfrei. Heute wird diese Einschätzung differenzierter betrachtet. Moderne Geräte sind dank leistungsfähiger Regeltechnik deutlich effizienter, gleichzeitig aber auch komplexer und damit anfälliger für Störungen. Deshalb lohnt sich ein Wartungsvertrag, um einen zuverlässigen und energieeffizienten Betrieb sicherzustellen.

Mit diesem Ziel wurde das Wärmepumpen-System-Modul (WPSM) entwickelt. Dahinter stehen Wärmepumpenhersteller, Lieferanten, Branchenverbände, Installationsbetriebe und das Bundesamt für Energie (BFE). In vielen Kantonen ist das WPSM Voraussetzung für Förderbeiträge beim Ersatz fossiler oder elektrischer Heizungen durch eine Wärmepumpe.

Zum WPSM gehört ein Anlagezertifikat, das eine fachgerechte Installation bestätigt. Zudem wird die Anlage im zweiten oder dritten Betriebsjahr durch den Lieferanten kontrolliert. So wird sichergestellt, dass deine Wärmepumpe effizient arbeitet und optimal auf dein Gebäude sowie deine Komfortbedürfnisse abgestimmt ist.

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Wie kontrollierst du eine Wärmepumpe regelmässig?

Auch nach den ersten Betriebsjahren solltest du deine Wärmepumpe regelmässig überprüfen lassen. Viele Hersteller bieten dafür Wartungsverträge oder Servicepakete an. Dabei kontrollieren Servicetechnikteams die Anlage und ihre Funktionstüchtigkeit. Besonderes Augenmerk gilt dem Kältemittelkreislauf mit Verdichter, Verdampfer und Expansionsventil sowie den Verschleissteilen wie Dichtungen und Filtern. Enthält deine Anlage mehr als 3 kg Kältemittel, gelten zusätzliche gesetzliche Vorschriften: Es muss ein Wartungsheft geführt und die Dichtheit der Anlage regelmässig überprüft werden.

Auch die Steuerung sollte regelmässig kontrolliert werden. Software wird laufend weiterentwickelt, sodass Updates dazu beitragen können, Effizienz und Komfort langfristig zu erhalten. Im Rahmen der Wartung werden zudem die Einstellungen des Heizsystems überprüft und bei Bedarf optimiert. Wärmepumpen stehen ständig im Austausch mit ihrer Umgebung. Deshalb solltest du darauf achten, dass Luftkanäle frei von Laub, Staub oder anderen Verschmutzungen bleiben. Verstopfte Luft- oder Kondenswasserabläufe können die Leistung beeinträchtigen und im schlimmsten Fall zu Wasserschäden führen.

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Wann solltest du eine Wärmepumpe ersetzen?

Auch bei guter Wartung hält eine Wärmepumpe nicht unbegrenzt. Hersteller empfehlen heute, das Gerät nach rund 18 Betriebsjahren zu ersetzen. Ein Grund dafür ist die laufende Weiterentwicklung der Technik: Neue Wärmepumpen arbeiten in der Regel effizienter und benötigen weniger Strom.

Diese Lebensdauer bezieht sich jedoch nur auf den Kältemittelkreislauf der Wärmepumpe. Andere Komponenten des Heizsystems sind deutlich langlebiger. So wird beispielsweise für Erdsonden derzeit eine Lebensdauer von rund 50 Jahren erwartet.

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