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Wallbox installieren: Voraussetzungen, Kosten und Förderung

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Wallbox-Installation für Elektroautos: Ladestecker einer Wallbox vor einem geparkten E-Auto

Wer eine Wallbox installiert, kann das Elektroauto zuhause sicher und schnell laden. Doch für die Einrichtung der Heimladestation musst du Fachpersonal beauftragen. Was bei der Installation wichtig ist und woran du denken musst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit einer Wallbox lädst du dein Elektroauto zuhause schneller, sicherer und oft günstiger als an der Haussteckdose, besonders in Kombination mit einer Photovoltaikanlage.
  • Die Installation muss zwingend durch eine Fachperson erfolgen, da eine Dreiphasen Stromversorgung mit 400 Volt sowie eine korrekte Absicherung und Meldung beim Netzbetreiber erforderlich sind.
  • Die Kosten für Installation und Gerät liegen je nach baulichen Voraussetzungen und Ausstattung meist zwischen 1'600 und 5'000 Franken, Fördergelder solltest du unbedingt vor dem Kauf beantragen.

Elektroauto zuhause laden mit einer Wallbox

In der Schweiz gibt es heute zahlreiche öffentliche Ladestationen, an denen du dein E-Auto aufladen kannst. Besonders günstig und bequem lädt es sich jedoch zuhause. Wer zudem eine Photovoltaikanlage hat, «betankt» das Auto mit erneuerbarer Energie und fährt daher emissionsfrei und kostengünstig.  

Um das Elektroauto etwa in der Garage oder unter dem Carport laden zu können, musst du lediglich eine Wallbox, auch Heimladestation genannt, installieren. Über diese lässt sich das Auto schneller und sicherer laden als über eine Haussteckdose. Bevor du eine Wallbox installierst, gibt es jedoch ein paar Dinge zu beachten.

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Darf man eine Wallbox selbst installieren?

Nein. Eine Wallbox muss unbedingt von einer Fachperson wie einer Elektroinstallateurin oder einem Elektroinstallateur mit der nötigen Expertise angebracht werden. Die Installation erfordert den Umgang mit einer Starkstromleitung und kann daher nicht von Heimwerkerinnen oder Laien durchgeführt werden.

Voraussetzungen für die Wallbox-Installation im Einfamilienhaus

Als Eigentümerin oder Eigentümer eines Einfamilienhauses kannst du grundsätzlich frei entscheiden, wo du deine Wallbox anbringen möchtest – etwa an der Hauswand, in der Garage oder im Carport. Wichtig ist, folgende Punkte zu berücksichtigen:

Stromversorgung

Für schnelles Laden brauchst du eine Dreiphasen-Stromversorgung mit 400 Volt, wie sie auch bei Kochherden oder Wärmepumpen zum Einsatz kommt. Fehlt der nötige Stromanschluss an der Stelle, an der du die Wallbox anbringen möchtest, muss dieser von einer Fachperson neu gelegt werden. Kontaktiere also frühzeitig eine Elektrikerin oder einen Elektriker, um vor der Installation der Wallbox den heimischen Netzanschluss zu überprüfen. 

Absicherung & Verkabelung

Die Leitung zum Ladepunkt muss ausreichend abgesichert und auf die Ladeleistung ausgelegt sein. Je länger das Kabel, desto höher die Verluste – also Standort gut wählen.

Wetter- & Frostschutz

Bei einer Aussenmontage sind wettergeschützte Wallboxen empfehlenswert.

Checkliste: Was du vor der Wallbox-Installation beachten solltest

  • Standortwahl (Garage, Carport, Hauswand)
  • Stromanschluss prüfen lassen (3-phasig, 16 A oder 32 A)
  • Förderprogramme abklären (vor dem Kauf!)
  • Fachfirma beauftragen (Elektroinstallateurin oder Installateur)
  • Installationsanzeige beim Netzbetreiber einreichen
  • Bei 22 kW-Ladestationen: Genehmigung einholen

Du musst deinen Netzbetreiber darüber informieren, dass du eine Wallbox anbringst. In der Regel kümmert sich die von dir für die Installation beauftrage Firma darum. Das gilt auch für das technische Anschlussgesuch und die Installationsanzeige. Anders als bei Wallboxen bis zu 11 kW brauchst du für eine leistungsstarke 22 kW-Wallbox zudem eine Genehmigung des Netzbetreibers.

Tipp: Fördergelder vorab prüfen

Beantrage noch vor dem Kauf und der Installationsbeauftragung die Fördergelder für deine Wallbox. Es gibt zwar kein nationales Förderprogramm für Wallboxen, je nach Kanton und Gemeinde kannst du jedoch Fördergelder beantragen. Informiere dich daher nach den lokalen Fördermöglichkeiten.

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Wallbox installieren – Kosten im Überblick

Da du für die Installation einer Wallbox Fachpersonal beauftragen musst, fallen entsprechend Kosten an. Wie viel du für die Anbringung zahlst, hängt von der beauftragten Firma ab. Aber auch die nötigen baulichen Massnahmen am Haus entscheiden über den Preis. Muss etwa ein neuer Stromzugang gelegt oder eine Mauer durchbrochen werden, steigen die Kosten. Deshalb kann kein allgemeingültiger Preis für die Installation genannt werden. Für gewöhnlich befinden sich die Kosten in einem Rahmen zwischen 1'000 und 3'000 Franken.

Die Kosten für die Wallbox selbst variieren ebenfalls je nach Art der Wallbox (z.B. mit/ohne Lastmanagement, smart usw.). Hier kannst du mit Kosten in Höhe von ca. 600 bis 2'000 Franken rechnen.

Häufige Fehler bei der Installation – und wie du sie vermeidest

  • Förderung zu spät beantragt: Reiche dein Fördergesuch immer vor Kauf und Installation ein!
  • Falscher Standort: Achte auf kurze Leitungswege und einen passenden Wetterschutz.
  • Unterdimensionierte Leitung: Lass die Installation auf jeden Fall von einer Fachperson durchführen, alle Anforderungen und Gegebenheiten genau untersucht.
  • Keine Genehmigung bei 22 kW: Eine fehlende Genehmigung kann dazu führen, dass der Netzbetreiber den Betrieb untersagt. Kümmere dich also im Vorfeld um die entsprechende Zustimmung.

Sicherheitshinweise für Elektrofahrzeuge

Elektroautos sind nicht grundsätzlich gefährlicher als konventionelle Fahrzeuge, aber es gibt spezifische Aspekte, die bei der Nutzung berücksichtigt werden sollten. Die Anforderungen an die Ladeinfrastruktur sind vielfältig und es ist ratsam, den Empfehlungen der Fachhändler zu folgen. Lese Tipps der BFB Beratungsstelle für Brandverhütung rund um das Thema "Brandverhütung bei Elektrofahrzeugen".

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