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Photovoltaikanlagen: Alles über den Bau einer PV-Anlage in der Schweiz

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Älteres Paar plant am Laptop die Installation einer Photovoltaikanlage für das Eigenheim.

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Sonnenenergie ist eine lokal nutzbare Ressource, die keine CO2-Emissionen verursacht. Immer mehr Kantone schreiben eine Photovoltaikanlage am Gebäude vor. Erfahre hier, wie diese Anlagen funktionieren, wie sie optimal geplant und wirtschaftlich betrieben werden. Auch Fördergelder werden dafür in Aussicht gestellt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) wandeln Sonnenenergie in Strom um. Der Ertrag hängt vom Standort, der Ausrichtung und der Fläche der Solarmodule ab. 

  • Das Herzstück einer PV-Anlage sind Solarmodule, die mit unterschiedlichem Wirkungsgrad, Design und verschiedenen Farben erhältlich sind.  

  • Bei der nachträglichen Installation einer PV-Anlage ist auf den Zustand des Dachs und auf mögliche Naturgefahren wie Hagel zu achten. 

  • Die Installation einer PV-Anlage auf dem Dach oder an Fassaden darf mit einem Meldeverfahren an das kommunale Bauamt angezeigt werden; davon ausgenommen sind geschützte Bauten und Standorte mit Ortsbildschutz. 

  • Der Bund und einzelne Kantone nehmen Gesuche zur Förderung von PV-Anlagen entgegen.   

In den letzten Jahren stieg die Nachfrage nach PV-Anlagen an Gebäuden stark an. Im Jahr 2025 konnten fast 14 Prozent des inländischen Strombedarfs mit Solarstrom abgedeckt werden. Gemäss Bundesamt für Energie (BFE) befinden sich die meisten Solarflächen auf Dächern von Einfamilienhäusern und kleinen Wohnhäusern. Der Ausbau der Solarenergie erhöht die inländische Stromproduktion derzeit jährlich um 2 bis 3 Prozent. Damit entwickelt sich Solarstrom neben der Wasserkraft zur zweiten tragenden Säule unserer Energieversorgung. Trotz steigendem Stromverbrauch könnte Solarenergie bis 2050 rund die Hälfte des jährlichen Bedarfs decken.

Wie funktioniert eine Photovoltaikanlage?

Photovoltaik wandelt Sonnenenergie in Strom um, ohne Treibhausgase oder andere Schadstoffe auszustossen. Der Ertrag einer PV-Anlage hängt von der Lage, der Ausrichtung, der Tageszeit und der Fläche ab. Solarmodule erzeugen Strom selbst bei diffusem Sonnenlicht oder schlechter Witterung – aber deutlich weniger als an einem sonnigen Tag. Der Leistungswert gibt an, wie viel Strom aus dem Sonnenlicht gewonnen wird. Er wird von der Modultechnologie, der PV-Fläche und der geografischen Ausrichtung beeinflusst. Eine Standortabfrage auf den Webportalen sonnendach.ch und sonnenfassade.ch gibt erste Hinweise für die Eignung zur lokalen Sonnenenergienutzung. 

Wie ist eine PV-Anlage aufgebaut? 

Eine PV-Anlage, die auf dem Dach oder an Fassaden installiert werden kann, besteht aus den folgenden Komponenten:

Herzstück: das Solarmodul

Das Solarmodul ist meistens knapp 2 m2 gross und vereint eine bestimmte Anzahl von Solarzellen, die jeweils Sonnenlicht hinter einer Glasabdeckung in elektrische Energie umwandeln.

Solarmodule können – auf neuen oder bestehenden Steildächern – als Aufdach- oder Indach-Anlage montiert werden. Die Aufdach-Anlage wird über einer Dacheindeckung installiert. Indach-Anlagen übernehmen gleichzeitig die Funktion einer schützenden Dachhaut. Solarmodule können nach demselben Prinzip als integrale Bestandteile von Fassaden verwendet werden. Die PV-Anlage auf einem Flachdach kann unterschiedlich angeordnet werden, in Bezug auf Ausrichtung und Anstellwinkel.

Die Integration von PV-Anlagen in die Gebäudehülle ist besonders wirtschaftlich, wenn bestehende Bauteile ohnehin saniert werden müssen. Solarziegel weisen ein Spezialformat auf und begünstigen die gestalterische Integration von Solarmodulen auf einem Dach.  

Zubehör: Konstruktion und Elektrotechnik

Mit einer Unterkonstruktion werden Solarmodule auf dem Dach oder an Fassaden fixiert. Dabei ist auf einen ausreichenden Luftraum zur Hinterlüftung und Kühlung der Module zu achten. Dieser bietet auch Platz für die Verkabelung der PV-Anlage. In gebündelter Form werden die Kabel in den Technikraum geführt, in dem sich der Wechselrichter befindet. Diese etwa Badspiegel grosse Apparatur wandelt den Gleichstrom von PV-Anlagen in Wechselstrom um, so dass dieser vor Ort genutzt oder ins öffentliche Verteilnetz eingespeist werden kann.  

Zwar messen Wechselrichter auch die erzeugte Strommenge. Doch ein digitaler Stromzähler (Smart Meter) stellt zusätzlich sicher, dass jeder Ertrag nach Verwendungszweck – lokal verbraucht oder ins Netz eingespeist – genau erfasst wird, ebenso den Bezug von externem Zusatzstrom. 

Leistungsoptimierungsgeräte versprechen einen Mehrwert zur Ertragssteigerung bei teilweise verschatteten PV-Flächen. Die Geräte verhindern, dass einzelne verschattete Module die Leistungskapazität der Gesamtanlage reduzieren. Für alle übrigen Photovoltaikanlagen ist das Optimierungsgerät nicht zu empfehlen, weil es selbst zusätzliche (wenn auch nicht viel) Energie verbraucht. 

Eignen sich alle Dächer für die Installation einer PV-Anlage?

In der Regel sind bestehende Hausdächer robust genug, um eine PV-Anlage nachträglich darauf installieren zu dürfen. Die Solarmodule selbst sind relativ leicht; aber ein Dach muss deren Gewicht über 25 Jahre belasten können. Bei älteren Häusern, unsicherer Ausgangslage oder grossflächigen Anlagen ist die Prüfung durch eine erfahrene Fachperson für Architektur oder Baustatik zu empfehlen. Die bevorstehende Sanierung des Dachs, etwa aus energetischen Gründen, bietet sich als passende Gelegenheit an zur Installation einer PV-Anlage. 

Was ist für PV-Anlagen in schneereichen Regionen vorzusehen? 

In höheren Lagen ist die Schneelast bei der PV-Planung zwingend zu berücksichtigen. Unter anderem können robustere Solarmodule ausgewählt werden. Infos zu geprüften Solarmodulen findest du hier

Bei Steildächern ist jeweils ein Schneefang entlang des Dachrands zu installieren, damit Schnee nicht abrutschen und Passanten treffen kann.  

Auf einem Flachdach lassen sich dagegen vertikale Anordnungen realisieren, wobei derart installierte Solarmodule teilweise auf beiden Seiten produktiv sind.  

Wie ist vor Hagel vorzusorgen?

Wie hoch das regionale Hagelrisiko ist, zeigt der Naturgefahren-Check der kantonalen Gebäudeversicherungen. Die Solarmodule lassen sich zudem nach Hagelwiderstand auswählen. Im Hagelregister sind die im Handel erhältlichen Standardprodukte verzeichnet und mit einem Nachweis der Hagelsicherheit versehen. 

Welche Bewilligungen brauchst du für den Bau einer Solaranlage?

Für die Installation einer PV-Anlage an einem Gebäude sind in der Regel keine formellen Baubewilligungen einzuholen. Die kommunalen Bauämter sind jeweils mit einem vereinfachten Meldeverfahren über das Vorhaben zu informieren. Ausnahmen sind: Ist das Gebäude denkmalgeschützt, oder es befindet sich in einer geschützten Siedlungszone, werden aufwändigere Bewilligungsverfahren verlangt respektive ist eine Installation bisweilen untersagt. 

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Lohnt sich eine Solaranlage auf deinem Dach?

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Solaranlage Kosten Schweiz

Eine PV-Anlage, die für ein Eigenheim typischerweise etwa 70 Quadratmeter (10 kW Leistung) gross ist, kostet rund 15'000 Franken. Gemäss der Preisbeobachtung im Auftrag des Bundesamts für Energie sind darin die Endkosten, also Material und Montage, enthalten. Die Studie weist für kleine bis mittelgrosse PV-Anlagen einen durchschnittlichen Kostenaufwand von 1500 bis 2000 Fr./kW aus.  
Die Anschaffungspreise sind in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken; die Kosten für Solarmodule dank der technischen Fortschritte aber noch deutlicher. Neben der Grösse sind folgende Faktoren preisrelevant:

  • Technologie der Solarmodule: Polykristalline Zellen sind meistens günstiger als monokristalline, aber haben einen geringeren Wirkungsgrad.  
  • Konstruktionsart wie Aufdach- oder Indach-Montage,
  • Abdeckglas mit Gestaltung oder Einfärbung nach Wahl, 
  • Elektrotechnik und Verkabelung.

Wann lohnt sich eine PV-Anlage?

PV-Anlagen lohnen sich grundsätzlich, wenn möglichst viel eigener Strom selbst konsumiert werden kann. Der Selbstkostenpreis für Solarstrom bei Eigenverbrauch liegt etwa zwischen 9 und 15 Rappen pro Kilowattstunde (kWh), abhängig von Leistung und Grösse der PV-Anlage. Eine Modulfläche von 25 Quadratmetern reicht, um den jährlichen Strombedarf eines Haushalts von 4000 kWh abzudecken. Falls das Wohnhaus mit einer Wärmepumpe beheizt wird, oder zusätzlich ein Elektrofahrzeug regelmässig beladen werden soll, sind jedoch zwei bis drei Mal höhere Erträge zur Deckung des Eigenbedarfs erforderlich.  

Wie hoch ist die Ersparnis durch Photovoltaikanlagen?

Die Gestehungskosten für Eigenstrom sind je nach Versorgungsregion über 20 Jahre bis zu 50 Prozent günstiger als Strom aus dem Netz. Ein durchschnittlicher Haushalt kann mit der Eigenstromerzeugung deshalb etwa 300 bis 600 Franken Stromkosten pro Jahr einsparen.  

Der Eigenverbrauchsanteil wird verbessert, wenn die Wärmepumpe oder das Elektroauto mit Eigenstrom – am Tag direkt oder in der Nacht über eine Batterie – versorgt wird. In der Praxis lässt sich der Anteil dadurch von 30 auf 60 Prozent verbessern.  

Der überschüssige Stromanteil, der ins Netz eingespeist werden kann, wird mit einer Rückvergütung durch den Verteilnetzbetreiber entschädigt. Der Tarif für die Einspeisevergütung ist gesetzlich geregelt. Das Portal pvtarif.ch des Verbands unabhängiger Energieerzeuger (VESE) zeigt die jeweils gültigen Tarife pro Gemeinde respektive Versorgungsregion an. 

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Wie kannst du den Eigenverbrauch optimieren?

Zur Optimierung des Eigenverbrauchs bietet sich ein Energiemanagement-System (EMS) an. Es koordiniert und steuert die Energieflüsse zwischen lokaler Produktion und Verbrauch vor Ort, beispielsweise zum Antrieb einer Wärmepumpe, dem Beladen des Brauchwarmwasserspeichers oder zur Versorgung von Elektroladestationen für das Elektroauto. Die Steuerung erfolgt automatisch respektive ist über ein Webportal zugänglich. Das Einrichten eines EMS ist Sache von Solar- oder Elektroinstallationsprofis.  

Brauchst du einen Batteriespeicher? 

Ein Batteriespeicher wird mit tagsüber produziertem Strom beladen, damit dieser nicht als Überschuss in das lokale Verteilnetz eingespeist werden muss. Empfohlen werden Speicher mit einer Ladekapazität, die etwa halb so gross ist wie die Leistung der PV-Anlage. Die Preise für solche Heimspeicher sind in den letzten Jahren erheblich gesunken. Erhältlich sind auch Batteriespeicher, die aus alten Elektroautobatterien aufbereitet werden.  

Werden Photovoltaikanlagen in der Schweiz gefördert?

Ja, der Bund bezahlt eine Einmalvergütung für PV-Anlagen mit einer Leistung von 2 bis 100 kW. Damit werden mindestens 15 Prozent der Investitionen abgegolten. Daneben unterstützen einige Kantone die Installation von PV-Anlagen auf energetisch sanierten Dächern. Ebenso fördern einzelne Gemeinden und Energieversorgungsunternehmen PV-Anlagen. Das Webportal energiefranken.ch erlaubt eine Suche nach Fördergeldern pro Gemeinde bzw. Gebäudestandort.  
Die Installation von PV-Anlagen auf bestehenden Dächern ist bei Immobilien-Steuern auf Bundes- und Kantonsebene teilweise abzugsberechtigt. Mit der Abschaffung des Eigenmietwerts wird sich diese Praxis zumindest auf nationaler Ebene ändern. Hier findest du weitere Informationen zur Förderung von Photovoltaikanlagen. 

Eigenverbrauch im Gemeinschaftsmodell

Eigenverbrauchsgemeinschaften sind gesetzlich erlaubt. Machbar sind aktuell folgende Modelle: ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV), ein virtueller Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (vZEV) sowie die Lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG). Die drei Varianten ermöglichen den Direktabsatz von Solarstrom im lokalen Umfeld, anstatt diesen in das lokale Verteilnetz einzuspeisen.  
Typischerweise bilden Mieterinnen und Mieter eines Wohnhauses einen ZEV-Verbund, damit Strom von der eigenen PV-Anlage zuerst konsumiert wird. Die Teilnahme ist jedoch freiwillig, und zudem darf ZEV-Strom nicht teurer verkauft werden als der aus dem Verteilnetz bezogene Strom. Das vZEV-Modell kann sich für den Direktabsatz von Eigenstrom in einem Einfamilienhausquartier eignen. Derweil darf ein LEG-Verbund den lokal erzeugten Strom innerhalb derselben Gemeinde absetzen. Das Webportal lokalerstrom.ch gibt einen Überblick über die Anforderungen an Eigenverbrauchsgemeinschaften.   

Lebensdauer: 40 Jahre plus

Die ältesten Solarmodule der Schweiz erzeugen Strom seit über 40 Jahren. Sie stammen aus einer PV-Anlage, die an der Tessiner Fachhochschule SUPSI in den späten 1980er Jahren installiert wurde. Nach einem Wechsel des Standorts erreichen die Module immer noch 80 Prozent des ursprünglichen Leistungsmaximums. Nicht nur am SUPSI-Standort in Mendrisio, auch auf dem Campus der Zürcher Fachhochschule in Winterthur und an der Empa in Dübendorf sind PV-Anlagen in Betrieb, die eine Lebensdauer deutlich über 30 Jahre aufweisen. 

Demgegenüber geben viele PV-Hersteller eine durchschnittliche Lebensdauer von 25 Jahren an. Die elektrotechnischen Komponenten wie Wechselrichter, Leistungsoptimierer und Kabel sind in der Regel nach 15 Jahren auszutauschen.

Wartung und Unterhalt Solaranlage 

Zwar reinigen Regen und Schnee die Solarmodule meistens ausreichend. Doch Feinstaub und Abgase aus Industrie oder Verkehr verschmutzen die Glasoberflächen und verursachen bisweilen erhebliche Ertragsausfälle. Zu empfehlen sind deshalb regelmässige visuelle Kontrollen. Staub oder Laub lässt sich beispielsweise selbst mit einem feinen Besen entfernen. Und der Kontrollgang nach einem Hagelzug dient der Versicherung, dass nichts beschädigt wurde.  

Für die Kontrolle vor Ort ist vorauszusetzen: Dacharbeiten sind unter sicheren Bedingungen auszuführen. Spezialisierte Fachkräfte oder private Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer dürfen sich nur am Seil gesichert bewegen, weshalb ein Solardach jeweils fixe Ankerpunkte aufweisen muss.

Benötigst du eine Reinigungsfirma?

Professionelle Firmen bieten einen Unterhaltsservice für PV-Anlagen an, der das Reinigen von Solarmodulen – abhängig vom Gebäude – als Zusatz zur Fenster- oder Fassadenreinigung umfasst. Eine Reinigung nach vier bis fünf Jahren genügt; die jährliche Sichtkontrolle ist dennoch empfehlenswert. Bei einer Neuinstallation lassen sich die Produkte hinsichtlich des Reinigungsaufwands auswählen. Hochwertige PV-Module besitzen kratzfeste Abdeckungen und sind weitgehend fugenlos montiert, sodass sich kaum Schmutz oder Feinstaub festsetzen kann.  

Wie kannst du den Betrieb überwachen?

Forscher der Berner Fachhochschule empfehlen zusätzliche Kontrollen mit einer Wärmebildkamera sowie eine energetische Überwachung des Betriebs. Dadurch lassen sich weitere Schwachstellen frühzeitig erkennen, bevor der Ertrag sinkt. Die Verkabelung, der Wechselrichter und der Stromzähler können ihrerseits Schwachstellen bilden. Ein Wartungsvertrag für die Elektroinstallationen bietet den Vorteil, dass allfällige Garantiefälle von der Installationsfirma widerspruchsfrei behoben werden. 

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Was unterscheidet Sonnenkollektoren von einer PV-Anlage?

Während PV-Anlagen elektrische Energie erzeugen, wandeln Sonnenkollektoren (auch: solarthermische Anlage) langwelliges Licht in Wärme für Warmwasser und/oder Heizung um. Im Beitrag über Solarthermie findest du wichtige Informationen, wie Sonnenenergie thermisch direkt nutzbar ist.

Gut zu wissen ist auch: Die Solarthermie bietet sich als Alternative zur Warmwassererzeugung mit einem Elektroboiler an. Bei Gebäudesanierungen ist Letzterer in vielen Kantonen nicht mehr gestattet. Thermische Solaranlagen versorgen dagegen primär das Warmwassersystem CO2-frei und unterstützen den Heizungskreislauf bei Bedarf zusätzlich. Aber wie hoch sind die Investitions- und Betriebskosten? 

Was kostet eine solarthermische Anlage für ein Einfamilienhaus?

Die Kosten für eine thermische Solaranlage sind überschaubar: Um den Warmwasserbedarf in einem Einfamilienhaus zu 70 Prozent zu decken, ist mit einer Investition ab 20'000 bis 40'000 Franken zu rechnen. Die Anschaffungskosten lassen sich – im Vergleich zur elektrischen Warmwasseraufbereitung oder Erwärmung mit der Ölheizung – in etwa 15 Jahren amortisieren. 
Diese Berechnung berücksichtigt die Installation eines Wasserspeichers, kantonale Förderbeiträge sowie Steuerabzüge für energierelevante Sanierungsmassnahmen.

Preise für Solar-Flachkollektoren 

Anlagen mit verglasten Flachkollektoren

  • 20'000 bis 30'000 Franken für eine Kompaktanlage nur zur Wassererwärmung im Einfamilienhaus (inkl. 600-Liter-Warmwasserspeicher)
  • 30'000 bis 40'000 Franken für Wassererwärmung und Heizungsunterstützung im Einfamilienhaus
  • 8'000 bis 12'000 Franken pro Wohnung für Anlagen zur Wasservorwärmung im Mehrfamilienhaus

Anlagen mit unverglasten Kollektoren

  • 300 bis 500 Franken pro Quadratmeter Absorberfläche zur Schwimmbadheizung

Vakuumröhren-Kollektoren

  • Meist individuelle Lösungen
  • Kosten höher als mit Flachkollektoren 

Häufige Fragen

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