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Elektroauto zuhause laden: Wallbox, Solarstrom und Smart Charging

ca. 4 Leseminuten
Elektroauto wird zuhause an einer Wallbox mit Ladekabel auf dem privaten Parkplatz geladen.

Wer ein Elektroauto fährt, lädt es am bequemsten zuhause. Mit einer Wallbox steht das Fahrzeug über Nacht oder während längerer Standzeiten sicher am Strom und ist am nächsten Morgen wieder einsatzbereit. Besonders interessant wird das Laden zuhause, wenn du eigenen Solarstrom nutzt oder den Ladevorgang intelligent steuerst. So kannst du Stromkosten senken, den Eigenverbrauch deiner Photovoltaikanlage erhöhen und dein Elektroauto alltagstauglich laden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Wallbox ist die empfohlene Lösung, um ein Elektroauto zuhause zu laden. Sie lädt schneller und sicherer als eine herkömmliche Haushaltssteckdose.
  • Die Ladezeit hängt von der Ladeleistung, der Batteriegrösse und dem aktuellen Ladestand ab. Mit 11 bis 22 kW dauert das Laden meist wenige Stunden.
  • Mit Solarstrom aus der eigenen Photovoltaikanlage kannst du dein Elektroauto besonders nachhaltig laden und den Eigenverbrauch deiner PV-Anlage erhöhen.
  • Smart Charging hilft, Ladevorgänge zeitlich zu steuern – etwa auf günstige Stromtarife, Nachtstrom oder verfügbare Solarstromproduktion.
  • In Mietwohnungen und im Stockwerkeigentum braucht es vor der Installation einer Wallbox die Zustimmung der Verwaltung oder der Eigentümergemeinschaft.

Elektroauto zuhause laden: Warum eine Wallbox sinnvoll ist

Grundsätzlich lässt sich ein Elektroauto auch an einer normalen Haushaltssteckdose laden. Empfehlenswert ist das aber nur in Ausnahmefällen. Haushaltssteckdosen sind nicht für eine dauerhaft hohe elektrische Belastung ausgelegt. Zudem dauert das Laden deutlich länger.

Eine Wallbox ist speziell für das Laden von Elektroautos entwickelt. Sie stellt eine höhere Ladeleistung bereit, schützt die Elektroinstallation und ermöglicht ein komfortables Laden zuhause – etwa in der Garage, im Carport oder auf dem privaten Parkplatz.

Die wichtigsten Vorteile einer Wallbox:

  • schnelleres Laden als an der Haushaltssteckdose
  • höhere Sicherheit
  • stabile Ladeleistung
  • bessere Steuerungsmöglichkeiten
  • Kombination mit Photovoltaik möglich
  • Integration ins Smart Home möglich

Wann lohnt sich eine Wallbox zuhause?

Eine Wallbox lohnt sich besonders, wenn du dein Elektroauto regelmässig zuhause lädst. Sie bietet Komfort, Sicherheit und Planbarkeit. In Kombination mit Solarstrom und Smart Charging kann sie zusätzlich helfen, Stromkosten zu senken und erneuerbare Energie besser zu nutzen.

Besonders sinnvoll ist eine Wallbox, wenn:

  • du einen festen Parkplatz zuhause hast
  • du dein Elektroauto regelmässig über Nacht laden möchtest
  • du eine Photovoltaikanlage besitzt oder planst
  • du den Eigenverbrauch deines Solarstroms erhöhen möchtest
  • du Ladezeiten und Stromkosten besser steuern willst

Steckdose oder Wallbox: Was ist besser?

Für das regelmässige Laden zuhause ist eine Wallbox klar die bessere Wahl. Eine normale Steckdose kann für Notfälle oder gelegentliches Nachladen ausreichen, sollte aber nicht als dauerhafte Ladelösung genutzt werden.

Ladeoption Vorteil Nachteil
Haushaltssteckdose keine zusätzliche Ladeinfrastruktur nötig langsam, nicht für Dauerbelastung geeignet
Wallbox schnell, sicher, komfortabel Installation durch Fachperson nötig
Öffentliche Ladestation flexibel unterwegs oft teurer und weniger bequem

Wenn du dein Elektroauto regelmässig zuhause laden möchtest, lohnt sich eine Wallbox in den meisten Fällen.

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Wie lange dauert das Laden mit einer Wallbox?

Die Ladezeit hängt von der Ladeleistung der Wallbox, der Batteriekapazität deines Elektroautos und dem aktuellen Ladestand ab. In der Schweiz sind Wallboxen mit 11 kW oder 22 kW verbreitet.

Typischerweise dauert das Laden an einer Wallbox etwa 2 bis 6 Stunden. Eine Haushaltssteckdose liefert deutlich weniger Leistung. Dort kann das vollständige Laden je nach Fahrzeug 8 bis 14 Stunden oder länger dauern.

Eine 22-kW-Wallbox lädt schneller als eine 11-kW-Wallbox. Im Alltag reicht aber oft eine Ladeleistung von 11 kW, weil das Auto meist über Nacht oder während längerer Standzeiten geladen wird. Eine tiefere Ladeleistung kann zudem batterieschonender sein.

Welche Ladeleistung passt zu deinem Alltag?

Nicht jede Wallbox muss die höchstmögliche Leistung bieten. Entscheidend ist, wie du dein Elektroauto nutzt.

Eine 11-kW-Wallbox ist für viele Einfamilienhäuser ausreichend. Sie lädt über Nacht genug Energie nach und belastet die Hausinstallation weniger stark.

Eine 22-kW-Wallbox kann sinnvoll sein, wenn du häufig schnell nachladen musst oder mehrere Fahrzeuge geladen werden. Je nach Netzanschluss und lokaler Vorgabe kann dafür eine Bewilligung des Netzbetreibers nötig sein.

Bei der Wahl der Ladeleistung solltest du prüfen:

  • Wie viele Kilometer fährst du pro Tag?
  • Wie lange steht das Auto zuhause?
  • Gibt es eine Photovoltaikanlage?
  • Wird zusätzlich eine Wärmepumpe betrieben?
  • Soll künftig ein zweites Elektroauto geladen werden?

Elektroauto mit Solarstrom laden

Besonders nachhaltig ist das Laden, wenn der Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage kommt. So nutzt du lokal produzierten Solarstrom direkt im Haushalt und erhöhst den Eigenverbrauch deiner Anlage.

Das ist vor allem interessant, weil selbst verbrauchter Solarstrom meist wirtschaftlich attraktiver ist als eingespeister Strom. Statt überschüssigen PV-Strom ins Netz einzuspeisen, kannst du ihn zum Laden deines Elektroautos nutzen.

Damit das gut funktioniert, sollten Photovoltaikanlage, Wallbox und Energiemanagement aufeinander abgestimmt sein. Eine smarte Wallbox kann den Ladevorgang so steuern, dass möglichst viel eigener Solarstrom genutzt wird.

Smart Charging: Wallbox intelligent steuern

Moderne Wallboxen lassen sich per App oder über ein Energiemanagementsystem steuern. Das wird oft als Smart Charging bezeichnet.

Damit kannst du zum Beispiel:

  • Ladezeiten planen
  • günstige Stromtarife nutzen
  • Laden während Stromspitzen vermeiden
  • Solarstrom bevorzugt verwenden
  • Ladeleistung automatisch anpassen
  • den Stromverbrauch dokumentieren

In Kombination mit einer Photovoltaikanlage ist Smart Charging besonders nützlich. Die Wallbox kann dann das Elektroauto bevorzugt laden, wenn gerade genügend Solarstrom produziert wird.

Wallbox und Smart Home

Eine Wallbox kann Teil eines Smart-Home-Systems sein. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn mehrere grosse Stromverbraucher im Haus vorhanden sind – etwa Wärmepumpe, Boiler, Batteriespeicher oder Elektroauto.

Ein Energiemanagementsystem hilft, diese Verbraucher aufeinander abzustimmen. Dadurch wird verhindert, dass zu viele Geräte gleichzeitig hohe Leistung beziehen. Gleichzeitig kann der selbst produzierte Solarstrom besser genutzt werden.

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Wallbox in Mietwohnung oder Stockwerkeigentum

In Mietwohnungen und im Stockwerkeigentum ist die Installation einer Wallbox komplexer als im Einfamilienhaus. Vor der Umsetzung braucht es die Zustimmung der Verwaltung, der Eigentümerschaft oder der Stockwerkeigentümergemeinschaft.

Wichtig sind vor allem diese Fragen:

  • Wer bezahlt die Installation?
  • Wem gehört die Wallbox?
  • Was passiert beim Auszug?
  • Wie wird der Stromverbrauch abgerechnet?
  • Können später weitere Ladepunkte ergänzt werden?
  • Braucht es eine gemeinsame Ladeinfrastruktur?

Wenn mehrere Parteien dieselbe Ladestation nutzen, empfiehlt sich eine Lösung mit Benutzeridentifikation, zum Beispiel per RFID-Karte. So kann der Stromverbrauch einzelnen Nutzerinnen und Nutzern zugeordnet und korrekt abgerechnet werden.

Was ist vor der Installation zu klären?

Auch wenn dieser Artikel den Ladealltag erklärt: Die technische Installation einer Wallbox muss immer durch eine Fachperson erfolgen.

Vor der Installation solltest du klären:

  • Wo soll die Wallbox montiert werden?
  • Ist ein Dreiphasenanschluss vorhanden?
  • Welche Ladeleistung ist sinnvoll?
  • Muss die Wallbox angemeldet oder genehmigt werden?
  • Gibt es Fördermöglichkeiten?
  • Soll die Wallbox mit einer PV-Anlage verbunden werden?

Die Details zu Voraussetzungen, Kosten, Förderung und Netzbetreiber-Anmeldung findest du im Beitrag Wallbox installieren: Voraussetzungen, Kosten und Förderung.

Fazit: Zuhause laden macht Elektromobilität alltagstauglich

Das Laden zuhause ist einer der grössten Vorteile eines Elektroautos. Mit einer Wallbox lädst du sicherer, schneller und komfortabler als an einer normalen Steckdose. Wer zusätzlich Solarstrom nutzt oder die Wallbox intelligent steuert, kann die Ladeinfrastruktur noch besser auf den eigenen Alltag abstimmen.

Für die konkrete Installation solltest du frühzeitig eine Elektrofachperson beiziehen und prüfen lassen, welche Voraussetzungen an deinem Standort gelten.

Häufige Fragen

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