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Elektroauto zuhause laden: Wallbox, Solarstrom und Smart Charging

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Elektroauto wird zuhause an einer Wallbox mit Ladekabel auf dem privaten Parkplatz geladen.

Wer ein Elektroauto anschafft, tut gut daran, zuhause eine Ladestation in Form einer Wallbox zu installieren. Denn, der weitaus grösste Teil der E-Autos wird zuhause geladen. Was aber ist bei der Einrichtung einer Heimladestation zu beachten?

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Wallbox ist die empfohlene Lösung zum Laden eines Elektroautos zuhause. Sie lädt deutlich schneller und sicherer als eine herkömmliche Haushaltssteckdose.
  • Für die Installation sind ein Dreiphasenanschluss, die Anmeldung beim lokalen Energieversorger und die Montage durch eine bewilligte Elektroinstallateurin oder einen bewilligten Elektroinstallateur erforderlich.
  • Die Ladezeit beträgt je nach Ladeleistung in der Regel 2 bis 6 Stunden. Wer nachts lädt und Strom aus einer Photovoltaikanlage nutzt, kann das Laden besonders effizient und nachhaltig gestalten.
  • Mit den Funktionen des Smart Home lässt sich der Ladevorgang zeitlich steuern und an den Eigenverbrauch einer Photovoltaikanlage anpassen.
  • In Mietwohnungen und Stockwerkeigentum braucht es vor der Installation die Zustimmung der Verwaltung oder der Eigentümergemeinschaft. Bei gemeinsam genutzten Ladestationen empfiehlt sich eine Lösung zur Nutzeridentifikation und Stromabrechnung.

Elektroauto zuhause laden

Das Aufladen deines Elektroautos zuhause bedeutet mehr als einfaches Einstecken in eine Haushaltssteckdose. Herkömmliche Steckdosen sind weder für eine dauerhaft hohe elektrische Belastung ausgelegt noch ermöglichen sie ein schnelles Laden der Fahrzeugbatterie. Deutlich besser geeignet sind eine Wallbox oder eine Ladestation. Sie versorgen den Akku deines Elektroautos mit deutlich mehr Leistung und ermöglichen ein schnelleres sowie sichereres Laden.

Voraussetzungen zur Installation einer Wallbox

  • Wallboxen – auch Ladestationen für Elektroautos genannt – benötigen einen Dreiphasenanschluss, wie er beispielsweise auch für einen Kochherd oder eine Waschmaschine verwendet wird.
  • Befindet sich in der Nähe des geplanten Montageorts noch kein entsprechender Anschluss, richtet eine Elektrofachperson diesen ein oder schliesst die Wallbox an eine bestehende Dreiphasenleitung an.
  • Vor der Installation muss beim lokalen Energieversorgungsunternehmen ein Anschlussgesuch inklusive Installationsanzeige eingereicht werden. Diese Formalitäten übernimmt häufig die Elektrofachperson.
  • Die Wallbox sollte möglichst nahe am Stellplatz des Elektroautos und in einer Höhe von etwa 1 bis 1,5 Metern über dem Boden montiert werden. In der Regel verfügt sie über ein fest installiertes Ladekabel.
  • Achte darauf, dass das Ladekabel mit der Ladebuchse deines Elektroautos kompatibel ist. In Europa hat sich dafür grösstenteils der Typ-2-Stecker als Standard etabliert.
  • Die Installation darf ausschliesslich von einer Elektrofachperson mit entsprechender Bewilligung durchgeführt werden. Zudem empfiehlt es sich, die Anlage regelmässig überprüfen zu lassen.
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Wie lange dauert das Laden mit der Heimladestation?

Die Ladezeit hängt von der Ladeleistung ab. Das Laden eines Elektroautos an einer Wallbox in der Schweiz dauert typischerweise 2 bis 6 Stunden bei einer Leistung von 11 bis 22 kW.  Zum Vergleich: Die Haushaltssteckdose liefert maximal ca. 2,3 kW, die Dauer verlängert sich auf 8 bis 14 Stunden. Anlagen von bis zu 22 kW laden ein mittelgrosses E-Auto in etwa drei Stunden von 20 auf 80 Prozent. Da das Aufladen im Allgemeinen aber nachts erfolgt, kann auch eine tiefere Ladeleistung von 11 kW in Betracht gezogen werden. Dies kann der Batterie zu einer längeren Lebensdauer verhelfen.

Welche Art Strom «tanken»?

Achte darauf, dein Elektroauto möglichst mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu laden – idealerweise mit Solarstrom aus der Photovoltaikanlage auf deinem Dach.

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Smart Home – smartes Laden?

Moderne Wallboxen lassen sich komfortabel steuern und per App programmieren. So kannst du beispielsweise dein Elektroauto automatisch mit günstigem Nachtstrom laden oder Ladevorgänge während Strom-Spitzenzeiten vermeiden. In Kombination mit deiner Photovoltaikanlage lässt sich die Wallbox zudem ins Smart Home integrieren und der selbst produzierte Solarstrom optimal nutzen.

Was musst du in Mietwohnungen bzw. Stockwerkeigentum wissen?

Die Installation einer Ladestation in einem Mehrfamilienhaus setzt immer die Zustimmung der Verwaltung oder einen Mehrheitsentscheid der Eigentümerversammlung voraus. Nutzen mehrere Mietparteien oder Stockwerkeigentümerinnen und Stockwerkeigentümer dieselbe Ladestation, empfiehlt sich eine Benutzeridentifikation – beispielsweise mittels RFID-Karte – mit einer entsprechenden Abrechnung des Stromverbrauchs.

Wohnst du zur Miete, solltest du frühzeitig mit der Verwaltung klären, was beim Auszug mit der Ladestation und den dazugehörigen Installationen geschieht.

Errichtest du als einzelne Stockwerkeigentümerin oder einzelner Stockwerkeigentümer eine Ladestation auf eigene Kosten, ist es sinnvoll, dass sich spätere Mitnutzende an den anfänglichen Investitionskosten beteiligen.

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