So sammelst du Regenwasser am besten
Es gibt drei grundlegende Varianten, wie man Regenwasser sammeln und speichern kann: Einfache Oberflächenlösungen, unterirdische Speicherung und hausintegrierte Systeme.
Einfache Oberflächenlösungen
Bei sogenannten Oberflächenlösungen wird das Regenwasser über Fallrohre von der Dachrinne in Eimer, Regentonnen oder Regenfässer geleitet. Diese Option ist leicht zu installieren und leicht zugänglich.
Als Auffangbehälter eignen sich klassische Regentonnen oder grössere Wassertanks. Je nach Bedarf verfügen diese über ein Fassungsvermögen von 200 bis 1'000 Liter. Auf jeden Fall sollte der Auffangbehälter so platziert werden, dass du diesen möglichst einfach erreichen kannst. Auch sollte das Gefäss nicht permanenter Sonnenbestrahlung ausgesetzt sein, weil sich sonst das Wasser erwärmt und so schneller verdunstet. Zudem fördert die Wärmeentwicklung die Algen- und Keimbildung.
Das gesammelte Wasser kann bei einfachen Oberflächenlösungen einfach per Hand entnommen werden. Der Nachteil: Tonnen und Fässer haben eine begrenzte Speicherkapazität. Man kann sie aber je nach System mit einer Pumpe verknüpfen.
Diese Oberflächenlösungen sind vor allem für kleinere Gärten, Terrassen oder Balkone geeignet.
Unterirdische Speicherung
Bei der unterirdischen Speicherung von Regenwasser muss im Garten ein Loch ausgehoben und ein entsprechender Tank oder eine Zisterne eingegraben werden. Diese Behälter haben zwar eine Speicherkapazität von mehreren tausend Litern, der Aufwand ist aber auch entsprechend höher. Unter anderem muss gegebenenfalls eine Bewilligung bei der Gemeinde eingeholt werden. Auch die Kosen für Planung und Umsetzung sind höher als bei oberirdischen Systemen. Das gesammelte Wasser muss mit einer Pumpe entnommen werden.
Die unterirdische Speicherung eignet sich daher primär für grosse Gärten, in denen ausreichend Platz für die unterirdische Zisterne vorhanden ist.
Hausintegrierte Systeme
Bei hausintegrierten Systemen wird das Regenwasser ebenfalls in einem unterirdischen Tank gespeichert. Eine Pumpe bringt das Regenwasser über ein vom Trinkwasser getrenntes Rohrsystem zu den Verbrauchsanlagen – beispielsweise Toilettenspülung, Waschmaschine oder zur Gartenbewässerung. Bei einer normalen unterirdischen Speicherung gibt es keine Verbindung zum hauseigenen Rohrsystem.
Diese System ist vor allem dann sinnvoll, wenn man Regenwasser auch für den Haushalt verwenden möchte.
Unser Tipp: Damit das Regenwassersystem lange und auch wirklich sauberes Wasser liefert, solltest du auf eine regelmässige Wartung achten. Filter und Siebe sollten mindestens ein- bis zweimal pro Jahr gereinigt werden. Auch den Tank gilt es auf Ablagerungen und Gerüche zu kontrollieren und die Dachrinne immer sauber halten.