Die Erdraupen – kurz vorgestellt
Als Erdraupen bezeichnet man die Larven der Eulenfalter (Noctuidae) – sie gehören zur Familie der Schmetterlinge. Eulenfalter sind eher unauffällig gräulich-braun gefärbt mit verschiedenen Musterungen und Augenflecken. Die Spannbreite der Flügel liegt bei etwa zwei bis sechs Zentimetern. Sie treten meist in zwei Generationen auf. Die Weibchen legen ihre leicht gerippten Eier auf die Blattunterseite einer Pflanze.
Im Frühling findet man die grauen Erdraupen mit schwarzen Längsstreifen auf den Blättern von Salat, Kohl, Radieschen oder Möhren. Neben den Pflanzen des Gemüsebeetes machen sich die hungrigen Raupen auch über Astern, Nelken oder Veilchen her. Bei Berührung rollt sie sich C-förmig ein.
Nach der oberirdischen Frasstätigkeit wandern die nachtaktiven Erdraupen zu den Wurzeln der Pflanzen. Die Raupen verweilen im Winter in der Erde, bis die Bodentemperatur im Frühling wieder über 10 °C ansteigt. Dann bauen sie in geringer Bodentiefe einen Erdkokon und verwandeln sich zur Puppe – der Beginn einer neuen Eulenfaltergeneration.