Brennholz lagern: richtig und sicher
Um Cheminées, Schwedenöfen oder Kaminöfen effektiv nutzen zu können, brauchst du gut durchgetrocknetes Brennholz. Kurz gesagt: Je besser die Lagerung des Holzes, desto besser der Brennwert. Um eine gute Feuerleistung mit einem hohen Heizwert zu erreichen, solltest du nur Brennholz verwenden, das je nach Holzart zwei bis drei Jahre Zeit hatte, eine Holzfeuchte von nicht mehr als 20 Prozent zu erreichen.
Eigenheimbesitzerinnen und Eigenheimbesitzer, die sich vor dem Winter mit Brennholz eindecken, müssen sich überlegen, wieviel Holz sie benötigen und wo sie dieses lagern. In unseren Beispielen zur Lagerung gehen wir auf die Vorschriften im Kanton Bern ein. Wir empfehlen dir, dich zusätzlich bei deiner kantonalen Gebäudeversicherung zu informieren.
Bis zu 5 m3 Brennholz im Gebäude lagerbar
Innerhalb eines Gebäudes dürfen bis zu 5 m3 Brennholz (Meter und kleiner gespaltenes Holz) gelagert werden. Das gilt auch für Kellerräume oder Carports. Besteht für den Lagerraum ein separater Brandabschnitt, kann dort beliebig viel Holz gelagert werden. Eine Ausnahme betrifft Heizräume, wo eine Obergrenze von 10 m3 gilt, wie den Brandschutzrichtlinien der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen zu entnehmen ist. Damit keine Brandgefahr besteht, muss das Holz abgeschirmt hinter einer Abschrankung im Abstand von einem Meter vom Feuerungsaggregat entfernt gelagert werden.
Keine Brennholzlagerung in Tiefgaragen und Fluchtwegen
Schwieriger ist die Situation in Mehrfamilienhäusern. So darf Brennholz nicht in Einstellhallen resp. Tiefgaragen (> 600 m2) gelagert werden. Und auch in Treppenhäusern haben brennbare Materialien wie eben Brennholz nichts zu suchen. Treppenhäuser müssen jederzeit frei passierbar und frei von Brandlast sein, weil sie Fluchtwege für die Bewohnerinnen und Bewohner und Zugangswege für Rettungsdienste und Feuerwehr sind.
Brennholz im Keller lagern? Ja, aber…
In Kellern sollte nur Brennholz gelagert werden, welches zuvor bereits an einem anderen Ort gut trocknen konnte. Denn Keller sind in der Regel schlecht durchlüftet und es herrscht eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit. Deshalb wird die aus dem Holz entweichende Feuchtigkeit nur schlecht abtransportiert und am Holz selbst wie auch an den Kellerwänden kann Schimmel entstehen.
Am besten trocknet das Brennholz vor nasser Witterung geschützt im Freien, zum Beispiel
- im Carport
- einem nicht luftdichten Schuppen oder
- mit einem Abstand von ca. 10 cm entlang der Hauswand.
Achte beim Stapeln des Brennholzes im Freien darauf, dass der Untergrund aus Stein ist, oder erstelle aus Kanthölzern selbst eine Aufbaumöglichkeit.
- Lagre das Holz immer mit der Rinde gegen unten.
- Lege die einzelnen Holzscheite nicht zu dicht aneinander, damit das Holz gut trocknen kann.
Da kaltes Holz schlechter brennt, empfehlen wir dir, immer einen Eintagesvorrat an Brennholz mit einem Abstand von mindestens einem Meter oder einer feuerwiderstandsfähigen Abtrennung neben dem Cheminée zu lagern.