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Feng Shui im Wohnzimmer: Einrichtung und Energiefluss

ca. 6 Leseminuten in Zusammenarbeit mit Barbara Rüttimann, rb Rüttimann consulting
Harmonisch eingerichtetes Wohnzimmer nach Feng-Shui-Prinzipien mit Sitzmöbeln, Pflanzen und natürlichen Materialien.

Hereinspaziert in die gute Stube! Eintreten und sich wohlfühlen – so kann die Devise lauten, wenn du dein Wohnzimmer nach den Prinzipien von Feng Shui gestaltest.

Expertin in diesem Artikel

Barbara Rüttimann

Barbara Rüttimann
rb Rüttimann consulting

Barbara Rüttimann ist Fachfrau für Feng-Shui, Homestyling und Immobilienberatung. Als Inhaberin der Firma rb Rüttimann consulting verbindet sie klassische Kommunikations- und Managementberatung mit der ganzheitlichen Gestaltung von Lebens- und Arbeitsräumen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Wohnzimmer ist das Zentrum des gemeinschaftlichen Lebens und sollte harmonisch, einladend und ruhig gestaltet sein, damit das Chi frei fliessen und sich im ganzen Haus verteilen kann.
  • Die Lage und der Grundriss spielen eine zentrale Rolle. Ideal ist ein zentraler Raum auf der aktiven Yang-Seite des Hauses mit möglichst regelmässiger Form und ausreichend Platz für alle Mitbewohnerinnen und Mitbewohner.
  • Fenster, Türen und Möbel beeinflussen den Energiefluss stark. Sitzmöbel gehören an eine schützende Wand mit Blick in den Raum, Türen sollten nicht direkt gegenüber von Fenstern liegen, Pflanzen helfen, Energie zu lenken und zu halten.
  • Mit den richtigen Farben und Materialien bringst du Yin und Yang ins Gleichgewicht. Natürliche Materialien, weiche Formen und dezente Farbkonzepte fördern Ruhe, während synthetische Stoffe und scharfe Kanten vermieden werden sollten.
  • Ordnung, Licht und bewusst gewählte Dekoration stärken die Harmonie im Raum. Weniger Möbel, ausgewogene Beleuchtung, runde Teppiche und persönliche Bilder schaffen Freiraum für positives Chi und lebendige Begegnungen.

Das Wohnzimmer als Zentrum des Zusammenlebens

Das Wohnzimmer ist das Zimmer, in dem man wohnt. So schlicht die Erklärung, so essenziell die Bedeutung. Es ist der Ort der Begegnung für Familie und Gäste, der öffentlichste Raum im Haus, das Zentrum des gemeinschaftlichen Lebens. Man trifft sich zum Entspannen, Fernsehen, Musikhören, Lesen und natürlich zum Reden. Entsprechend einladend und behaglich sollte die «gute Stube» sein. Oder um es in der «Sprache des Feng Shui» zu sagen: Die Energie – das so genannte Chi – sollte möglichst harmonisch fliessen. Was das im Einzelnen heisst, verrät unser Feng-Shui-Ratgeber:

Ratgeber: Wohnen nach Feng Shui

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Lage des Wohnzimmers nach Feng Shui

Gemäss seiner Bestimmung sollte das Wohnzimmer einen zentralen Platz im Grundriss einnehmen. Der erste Raum nach dem Eingang bietet sich hier meist an. Im Allgemeinen befindet sich der günstigste Ort auf der aktiven Seite des Gebäudes – im Feng Shui als Yang-Seite bezeichnet –, sprich dort, wo in der Regel Eingang, Zufahrt und Parkplatz angesiedelt sind.

Grösse und Form des Wohnzimmers nach Feng Shui

Für die selbstständige Feng-Shui-Beraterin Barbara Rüttimann ist ein Wohnzimmer mit regelmässigem Grundriss von Vorteil, welcher nicht zu länglich ausfällt oder übers Eck führt. Zudem solle das Wohnzimmer idealerweise den grössten Anteil der Gesamtwohnfläche inne haben und allen Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern so viel Platz gewähren, dass sich diese heimisch fühlen. Zu kleine Räume können laut Rüttimann mit Spiegeln, einem Farbkonzept für die Wände oder gut proportionierter Einrichtung optisch vergrössert werden.

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Fenster und Türen lenken den Energiefluss

  • So schön grosse Glasfronten auch sind, so viel Energie kann durch sie entweichen. Pflanzen vor den Fenstern schaffen Abhilfe, wirken obendrein schützend gegen Einflüsse von aussen und lassen den Blick im persönlichen Bereich verweilen.
  • Was es in puncto Türen zu bedenken gilt? Du solltest möglichst nicht gegenüber einem Fenster liegen. Ist dies dennoch der Fall, kann der «Energie-Durchzug» mittels Pflanzen, Lampen, Mobiles oder anderen Accessoires entschärft oder umgelenkt werden.

Sitzmöbel mit Blick in den Raum

  • Optimal ist eine Positionierung von Sofas und Sesseln in Form eines Quadrates, Rechteckes oder nach dem Prinzip des Lehnstuhls. Eine Anordnung um einen Tisch mit einem prächtigen Blumenstrauss oder einen Kamin ist ebenfalls empfehlenswert. Sind hingegen alle Sitzplätze zum Fernseher hin ausgerichtet, dominiert dieser den Raum und die Kommunikation kann sich schwierig gestalten.
  • Barbara Rüttimann rät ferner, die Sitzmöbel so zu platzieren, dass sie sich an der Wand und nicht in der Linie zwischen Tür und Fenster befinden. «Von hier aus solltest du möglichst die Tür und Mitte des Raumes im Auge haben. Wenn ausserdem noch ein Gemälde oder etwas anderes Erfreuliches dein Blickfeld streift, dann umso besser. Stehen darüber hinaus Sessel frei im Raum, können diese mit einer grossen Pflanze im Rücken geschützt werden.»

Schränke geben dem Raum Halt

  • Wohin mit den Schränken? Sofern sie nicht speziell als Raumteiler fungieren, sind sie am besten an einer festen Wand aufgehoben.
  • Bei Schränken mit Spiegeltüren hilft ein Blick in den Spiegel. Wenn du darin Toilette, Eingangstür oder Treppe ausmachst, ist es sinnvoll, einen anderen Platz für den Schrank zu suchen.

Farben bringen Yin und Yang ins Gleichgewicht

Barbara Rüttimann favorisiert unaufdringliche Muster in den Farben Gelb, Rot, Grün, Türkis, Beige, Crème sowie sämtlichen Erd- und Pastelltönen. Dabei schwört sie auf einen ausgewogenen Mix aus Yin- und Yang-Farben.

Natürliche Materialien schaffen Ruhe

Rattanmöbel, Naturholzdecken- und Böden sowie Woll- und Baumwollteppiche sind ebenso Trumpf wie weiche Linien und runde Formen. Tabu hingegen sind synthetische Stoffe sowie Möbel und Utensilien mit bedrohlichen Kanten und Ecken.

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Tipps für die Gestaltung des Wohnzimmers nach Feng Shui

  • Ordnung und Sauberkeit sind das A und O. Gib Gerümpel und Krimskrams keine Chance.
  • Lass genügend Tageslicht in dein Wohnzimmer und verhäng die Fenster nicht mit schweren Gardinen und Stoffen.
  • Sorge für eine ausgewogene Beleuchtung: Neben einem zentralen Raumlicht sind kleinere, niedrige Lampen sinnvoll, die eine ruhigere Stimmung vermitteln und besser zum Lesen oder für ähnliche Beschäftigungen sind. Mit Kerzenlicht lässt sich zudem abends eine wunderbar sanfte, entspannende Atmosphäre schaffen.
  • Hohe, massive Schränke oder gar Schrankwände wirken schwer und stören die Harmonie, insbesondere, wenn sie nur auf einer Seite des Raumes stehen.
  • Möbel, die den täglichen Kleinkram verschwinden lassen, sind günstig. Entscheide dich im Zweifelsfall lieber für einen Schrank als für ein Regal.
  • Teppiche sollten möglichst nicht den ganzen Boden bedecken, sonst schlucken sie kostbares Chi.
  • Ein grosser runder Teppich unter der Sitzgruppe oder dem Wohnzimmertisch ist ideal. Er verbindet die Familienmitglieder und unterstützt die Kommunikation.
  • Wird der Kamin nur als Zierde gesehen oder ist er gar als Attrappe eingebaut worden, büsst er seine Stellung als Yang-Spender ein. In diesem Fall hilft es, im Kamin Pflanzen, Kerzen oder Lichtquellen zu deponieren.
  • Mit den Bildern an den Wänden erzählst du etwas von dir – auch deinen Besucherinnen und Besuchern. Häng nur Stücke auf, die dir tatsächlich gefallen und die du jeden Tag mit Freude betrachten kannst.
  • Pflanzen, Blumen oder andere natürliche Elemente verleihen Lebend

«Das Wohnzimmer kann einen positiven Einfluss auf die Harmonie und das Wohlergehen der Familie ausüben. Achte darauf, den Raum nicht zu überladen und schaff mit wenigen Möbeln und Dekorationsstücken Freiraum für vitales Chi. Toll ist, dass sich die Energie im Wohnzimmer sammelt, um sich danach im gesamten Haus zu verbreiten. »

Buchtipps zu Feng Shui

Barbara Rüttimann empfiehlt zum Einstieg in das Thema und zur praktischen Anwendung folgende Publikationen:

  • Thomas Fröhlich/Katrin Martin: «Feng Shui heute»; Verlag Bassermann
  • Wendy Hobson: «Feng Shui Schritt für Schritt»; Verlag Aurum
  • Gudrun Mende: «Farbe und Feng Shui»; Verlag Georg D. W. Callwey
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