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Hausbau nach Feng Shui: Grundriss, Hausform und Raumaufteilung

ca. 4 Leseminuten in Zusammenarbeit mit Ute Born, Feng Shui Beratungen
Paar plant Hausbau nach Feng Shui mit Farben

Die chinesischen Entwurfsprinzipien Feng Shui (Wind und Wasser) versprechen ein ausbalanciertes Ambiente, das in Häusern für Wohlbefinden sorgt. Für eine harmonische Raumaufteilung innerhalb des Grundrisses sind die aktiv genutzten Wohnräume von jenen, die der Erholung und dem Rückzug dienen zu unterscheiden.

Expertin in diesem Artikel

Ute Born, Feng Shui Beratungen

Ute Born
Feng Shui Beratungen

Ute Born ist Inhaberin von Feng Shui Beratungen und zertifizierte Imperial Feng Shui Consultant. Dank ihrer langjährigen Erfahrung als Bauzeichnerin verbindet sie bautechnisches Wissen mit energetischer Raumoptimierung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Feng Shui verfolgt das Ziel, Wohnräume so zu gestalten, dass ein harmonischer Energiefluss entsteht. Dabei spielen Licht, Farben, Materialien sowie die Anordnung der Räume eine wichtige Rolle.
  • Die Unterscheidung zwischen Yin-Räumen und Yang-Räumen ist zentral. Aktive Bereiche wie Wohnzimmer oder Küche sollten von Rückzugsorten wie Schlafzimmern klar getrennt werden.
  • Das Taiji bildet das energetische Zentrum eines Hauses und sollte möglichst offen bleiben. Zusätzlich hilft das Ost West System mit der Kua Zahl dabei, günstige Raumorientierungen zu bestimmen.
  • Eine Hausform mit rechteckigem oder quadratischem Grundriss gilt als besonders ausgewogen. Sehr verwinkelte Gebäude können laut Feng Shui Unruhe und Orientierungslosigkeit fördern.
  • Auch die Dachformen werden den fünf Elementen zugeordnet und beeinflussen die wahrgenommene Energie eines Gebäudes. Je nach Form stehen sie beispielsweise für Ruhe, Kreativität oder Wachstum.

Feng Shui Grundriss-Beispiele

Ziel dieser Gestaltungslehre ist die Harmonisierung von Lebensräumen durch die Gestaltung mit Licht, Farben, Materialien und Möbeln, um einen positiven Energiefluss (Chi) zu fördern. Feng Shui ist ein Gegensatzpaar, so wie die Begriffe «Yin und Yang», welche Feng Shui wesentlich prägen. Die Gegensätze bedingen einander. Yin hat vornehmlich eine ruhige, nach innen konzentrierte und zurückgezogene Qualität; Yang weist einen eher extrovertierten, nach aussen konzentrierten und aktiven Charakter auf.  

Diese Gegensätze sollten kommen bei Feng Shui beim Grundriss, der Anordnung und Lage von einzelnen Räumen innerhalb eines Hauses oder einer Wohnung zur Anwendung. Für eine harmonische Raumaufteilung innerhalb des Grundrisses sind den aktiv genutzten Wohnräumen jenen, die der Erholung und dem Rückzug dienen, gegenüberzustellen. Wichtige Aspekte für Chi sind die Vermeidung von «Energieautobahnen» (direkt gegenüberliegenden Türen und Fenstern), die bewusste Gestaltung offener Grundrisse, die richtige Platzierung von Möbeln (z. B. das Sofa mit Blick zur Tür, aber nicht direkt gegenüber), und die Berücksichtigung der «fünf Elemente» (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser). 

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Die Raumaufteilung nach Feng Shui

Räume, die sowohl für die Bewohnerinnen und Bewohner als auch für Gäste zugänglich sind, werden im Feng Shui als Yang-Räume bezeichnet. Dazu zählen Hauseingang, Flure, Wohn-, Esszimmer, Küche und Gäste-WC. Im Gegensatz dazu werden die Räume, die unserem Schlaf, der Erholung, der Reinigung und unserem Rückzug dienen, Yin-Räume genannt. Ein sehr wichtiger Bereich eines Hauses oder einer Wohnung ist das geometrische Zentrum, das sogenannte Taiji. Dieses kann sowohl einen Yin- als auch einen Yang-Charakter haben, je nachdem in welchen Wohnbereichen es sich befindet. 
Aktive Yang-Räume sind, so geht die Faustregel, ebenerdig einzuplanen, und die passiven Yin-Räume sollten sich oben befinden.

Bei Häusern am Hang, wie sie in hügeligen Landschaften wie der Schweiz häufig sind, kann Hauseingang allerdings beim höchsten Geländepunkt liegen. Die gewohnte Yin-und-Yang-Ordnung steht Kopf. Darum ist bei der Grundrissplanung von Häusern in Hanglage sehr zu empfehlen, die aktiven Räume ebenfalls nahe dem Hauseingang, also im oberen Stock zu planen und die Ruheräume im unteren Stock anzulegen. 

Das Ost-West-System bei Feng Shui berechnen

Laut Feng Shui-Expertin Ute Born ist das Taiji mit der Wirbelsäule eines Menschen vergleichbar. Es soll möglichst frei und offen gestaltet sein. Wände und Säulen seien in der Mitte eher ungünstig, wie auch die Anordnung von Bad, WC oder Küche.

Jenseits des Zentrums gibt es bei Feng Shui ein Ost-West-System. Es hilft dabei, die Ausrichtung von Räumen und Betten zu optimieren, um eine harmonische Energie zu fördern. Es wird empfohlen, dass Menschen der Ost-Gruppe in Häusern wohnen, die nach Osten ausgerichtet sind, und Menschen der West-Gruppe in Häusern, die nach Westen ausgerichtet sind. Und wie findet man heraus, wer zu welcher Gruppe gehört? Das Geburtsdatum und das Geschlecht einer Person reichen aus, um eine Kua-Zahl (auch Gua-Zahl genannt) zu ermitteln. Sie gibt Aufschluss über die Himmelsrichtungen gibt, die für eine bestimmte Person günstig oder ungünstig sind. 

Zur Berechnung der Kua-Zahl Berechnung der Kua-Zahl addiert man gemäss Online-Ratgebern die letzten beiden Ziffern des Geburtsjahres. Hinzu kommt in der Addition die Konstante 5 (für Männer) oder 6 (für Frauen, die nach dem Jahr 2000 geboren wurden) zu dem Ergebnis. Der nächste Schritt ist die Quersumme des Resultats. Für Frauen, die vor dem Jahr 2000 geboren wurden, wird die Quersumme von 10 subtrahiert. Die Beschreibung deutet darauf hin, dass man sich im Ernstfall bei Expertinnen und Experten rückversichert, ob die Rechnung auch korrekt durchgeführt wurde. 

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Feng Shui kennt eine ideale Hausform

Der idealen Hausform nach Feng Shui nähert man sich an, indem man sich bewusst wird, was für Feng Shui störend ist: Je ausgefallener eine Hausform, desto unruhiger die Raumenergie im Inneren. Körper und Geist reagieren unterbewusst auf diese unruhigen Hausformen. Bei den Bewohnerinnen und Bewohnern können diese sogar Gefühle von Nervosität, Unruhe, Hektik, Orientierungslosigkeit oder Stress hervorrufen. Je unregelmässiger die Hausform ist, desto eher fühlt sich der Mensch wie in einem Irrgarten. Für die Suche nach dem Ausgang aus dem Labyrinth muss unser Unterbewusstsein Energie aufwenden.

Häuser mit vielen Ecken, Winkeln, Rundungen, Schrägen und Anbauten sind zum Wohnen daher weniger geeignet. Auch L- oder U-förmige Häuser sind nicht ideal zum Wohnen nach Feng Shui, da quasi ein Teil des Hauses fehlt. Unruhige Hausformen und ihre Folgen können aber auch erwünscht sein. Werden diese zum Beispiel bei Firmen eingesetzt, welche einer kreativen Arbeit nachgehen, können ungleichmässige Gebäudeformen den Ideen und der Kreativität von Mitarbeitenden Schwung verleihen. 

Die beste Orientierung, Ruhe und Stabilität finden wir in Häusern mit quadratischem oder rechteckigem Grundriss. Wer einen rechteckigen Grundriss bevorzugt, soll darauf achten, dass ein Seitenverhältnis bis zu 1:2 von Breite zu Länge nicht überschritten wird. Zu lang gezogene Grundrisse ähneln einem Schlauch und verlieren so an Ausgewogenheit. 

Ideale Dachformen nach Feng Shui

Um eine günstige Dachvariante zu finden, werden im Feng Shui die Landschaft, die Hausform und die Nutzung des Gebäudes betrachtet. Dachformen werden ebenfalls den «fünf Elementen» (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser) zugeordnet.

  • Spitz zulaufende Dächer entsprechen dem Feuerelement. Feuer strebt nach oben, dem Himmel entgegen. Feuerdächer symbolisieren und unterstützen ein gesundes Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein, das Gebäude wird häufig schon von weitem erkannt. Ein nadelförmiger Kirchturm ist eines der besten Beispiele für ein ausgeprägtes Feuerdach.
  • Flachdächer oder Dächer mit einer leichten Dachschräge gehören zum Erdelement und erzeugen eine besonders ruhige Hausqualität.
  • Halbrund gewölbte Dachformen entsprechen dem Element Metall. Metall zieht die Energie ins Zentrum des Hauses und unterstützt z.B. Konzentration und Meditation. Tempel und Meditationszentren weisen häufig diese Dachform auf.
  • Aneinandergereihte, gewölbte Dachformen, wie z. B. das Paul Klee Museum in Bern, zählen zum Element Wasser. Wasser fördert Themen der Kommunikation und der Kreativität, zu denen auch die Kunst gehört.
  • Hohe und schlanke Gebäude ohne Spitze, wie beispielsweise Hochhäuser, werden dem Holz-Element zugeordnet. Dieses steht für Expansion, Anpassungsfähigkeit und geistiges Wachstum, im privaten und vor allem auch im geschäftlichen Bereich. 
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