Wann lohnt sich ein Keller?
Wie erwähnt, gibt der Grundriss die Lage des Hauses im Terrain nur ungenügend wieder. Schnitte zeigen hingegen, wie es in der Landschaft steht oder liegt. Hat das gewachsene Terrain, also die natürliche Topografie, ein Gefälle, so stellt sich die logische Frage, wo denn das «Erdgeschoss» ist und wo der Keller. Häufig ist diese Frage nicht ganz einfach zu beantworten, weil der Keller zum Teil «Erdgeschossqualitäten» hat, von denen man profitieren möchte. Im Grundriss kann das Untergeschoss dann unter Umständen einen talseitigen Wohnteil und einen hangseitigen Kellerteil aufweisen.
Der Keller: Haus optimal ergänzen
Ob die Unterkellerung eines Hauses sinnvoll und ökonomisch ist, hängt von der Lage des Grundstücks und nicht zuletzt von der Höhe und Tiefe des Kellers ab. Baurechtlich ist der Keller ein leidenschaftlich umkämpftes Terrain. Oft, gerade bei historischen Häusern, ist der Keller ein Bauteil, der auf allen Seiten aus dem Erdreich ragt und das «Erdgeschoss» in die Höhe stemmt. Wenn der Keller nur leicht ins Erdreich einsinkt, steht ein vollwertiges Wohngeschoss zur Verfügung. Der Keller gewährt in der Planung also einigen Spielraum.
In den gängigen Fällen ist der Keller ein Geschoss für die Einlagerung von Gegenständen, die nicht ständig gebraucht werden, sowie für die Haustechnik inklusive Waschküche. Dies muss auch beim Planen mit Grundriss und Schnitt berücksichtigt werden. Bestimmte Geräte haben bestimmte Raumbedürfnisse, auch für Wartungs- und Reparaturarbeiten. Man kann anhand der Pläne prüfen, ob sie eingehalten werden.
Ein Haus mit Keller kann auf dem Immobilienmarkt sicher mit höheren Ertragsaussichten bewertet werden. Doch auch das individuelle Bedürfnis nach Lager- und Stauraum spricht dafür, dass sich viele Familien einen eigenen Keller wünschen.