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Hausgrundriss planen: Tipps für die optimale Raumaufteilung

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Paar betrachtet Baupläne auf einer Baustelle – Symbolbild für die Planung eines Hausgrundrisses und der Raumaufteilung.

Ein Grundriss zeigt die Räume und ihre Grenzen in einem zweidimensionalen Plan. Er ist für jedes Geschoss aufzuzeichnen und gibt Auskunft über die jeweilige Grundfläche und die Beziehung der Räume zueinander. Auf Grundrissen kann man auch mögliche Möblierungen testen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Grundriss zeigt die Räume eines Gebäudes in einer zweidimensionalen Darstellung. Er hilft bei der Planung der Raumaufteilung, der Möblierung und der Beurteilung von Flächen und Wegen.
  • Schnittzeichnungen ergänzen den Grundriss, indem sie Höhenunterschiede, Treppen, das Gelände und die Einbindung des Gebäudes sichtbar machen. Beide Pläne sind für eine durchdachte Hausplanung unverzichtbar.
  • Die Raumaufteilung sollte sich an den Alltagsabläufen und den zukünftigen Bedürfnissen orientieren. Auch die Ausrichtung der Räume, die Nutzung des Kellers und die Platzierung der Treppe spielen dabei eine wichtige Rolle.
  • Eine gut geplante Unterkellerung schafft zusätzlichen Stauraum und Platz für die Haustechnik. Ob ein Keller sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Grundstück und den baurechtlichen Vorgaben ab.
  • Treppen müssen sorgfältig geplant und normgerecht ausgeführt werden. Neben den richtigen Proportionen sind auch Geländer, Handläufe und die Sicherheit entscheidende Faktoren.

Wie zeichnet man einen Grundriss für ein Haus?

Ein Riss ist die Linie auf einer technischen Zeichnung. Das Wort erinnert daran, dass diese Linie eine Trennung bezeichnet, etwa zwischen zwei Räumen oder zwischen der Luft und einer schwer durchdringbaren Materie. Der Grundriss ist gemäss Wörterbuch die massstabgerechte Darstellung eines waagerecht geschnittenen Bauwerks, oft ergänzt durch die Angabe der Raumordnung und der Abmessungen. Man blickt also von oben auf eine massstabsgetreu verkleinerte Fläche, ähnlich wie auf einer Landkarte – inklusive Eintragung der Himmelsrichtung mit Nordpfeil. Auf den Plänen kann man auch Karton-«Wände» aufstellen, vielleicht ein schnell gebasteltes Dach darüberlegen. Dies ergibt manchmal schon eine räumliche Wirkung, teilweise kann man sogar Schlüsse auf die Belichtung der Räume ziehen.

Warum ist der Grundriss für die Hausplanung wichtig?

Grundrisse sind vielleicht das wichtigste Planungsinstrument. Mit ihnen prüft man beispielsweise die Abstände zur Nachbarschaft und die Dimensionen von Räumen. Dabei sollte man nie vergessen, dass Häuser dreidimensional sind. Treppen und Niveauänderungen, beispielsweise Split Levels zwischen vollwertigen Geschossen, sind in Grundrissen schwer abzubilden. In diesem Fall sollte man bei der Planung unbedingt auch Schnittzeichnungen anfertigen. Sie geben eine vertikale Schnittebene durch ein Haus wieder, während der Grundriss eine horizontale Ebene repräsentiert.

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Wie plant man die Raumaufteilung im Neubau?

Am Grundriss lässt sich überprüfen, ob die verschiedenen Räume die passenden Dimensionen haben und am richtigen Ort geplant sind. Man kann sich auch überlegen, ob Planungsfehler vermieden oder verbessert werden können. Weite Wege im Gebäude rauben Zeit. Alltagsabläufe und individuelle Bedürfnisse sollten daher die Grundrissplanung bestimmen. Man sollte ebenso bedenken, wie sich die Raumaufteilung zukünftig – auch mit Blick auf die Familienplanung – verändern wird. Für die Anordnung der Räume gilt grundsätzlich:

  • Gebäudeeingänge, Garagen und Abstellräume in den Norden.
  • Schlafzimmer vorzugsweise im Osten platzieren, um sich von den morgendlichen Sonnenstrahlen wecken zu lassen.
  • Wohnzimmer im südwestlichen Teil des Gebäudes.
  • Mehrere Etagen erlauben eine klare Trennung zwischen privatem und öffentlichem Wohnbereich. Schlafzimmer werden in der Regel in die oberen Geschosse integriert. Küche und Wohnzimmer werden im Erdgeschoss platziert.

Generell ist der Lebensmittelpunkt der Bewohnerinnen und Bewohner festzulegen. Die Gestaltung der Küche ist dabei eine zentrale Frage. Ist diese offen und mit dem Wohnbereich verbunden, ermöglicht sie beispielsweise die gemeinsame Essenszubereitung und schafft Raum für das Zusammensein.

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Wann lohnt sich ein Keller?

Wie erwähnt, gibt der Grundriss die Lage des Hauses im Terrain nur ungenügend wieder. Schnitte zeigen hingegen, wie es in der Landschaft steht oder liegt. Hat das gewachsene Terrain, also die natürliche Topografie, ein Gefälle, so stellt sich die logische Frage, wo denn das «Erdgeschoss» ist und wo der Keller. Häufig ist diese Frage nicht ganz einfach zu beantworten, weil der Keller zum Teil «Erdgeschossqualitäten» hat, von denen man profitieren möchte. Im Grundriss kann das Untergeschoss dann unter Umständen einen talseitigen Wohnteil und einen hangseitigen Kellerteil aufweisen.

Der Keller: Haus optimal ergänzen

Ob die Unterkellerung eines Hauses sinnvoll und ökonomisch ist, hängt von der Lage des Grundstücks und nicht zuletzt von der Höhe und Tiefe des Kellers ab. Baurechtlich ist der Keller ein leidenschaftlich umkämpftes Terrain. Oft, gerade bei historischen Häusern, ist der Keller ein Bauteil, der auf allen Seiten aus dem Erdreich ragt und das «Erdgeschoss» in die Höhe stemmt. Wenn der Keller nur leicht ins Erdreich einsinkt, steht ein vollwertiges Wohngeschoss zur Verfügung. Der Keller gewährt in der Planung also einigen Spielraum.

In den gängigen Fällen ist der Keller ein Geschoss für die Einlagerung von Gegenständen, die nicht ständig gebraucht werden, sowie für die Haustechnik inklusive Waschküche. Dies muss auch beim Planen mit Grundriss und Schnitt berücksichtigt werden. Bestimmte Geräte haben bestimmte Raumbedürfnisse, auch für Wartungs- und Reparaturarbeiten. Man kann anhand der Pläne prüfen, ob sie eingehalten werden.

Ein Haus mit Keller kann auf dem Immobilienmarkt sicher mit höheren Ertragsaussichten bewertet werden. Doch auch das individuelle Bedürfnis nach Lager- und Stauraum spricht dafür, dass sich viele Familien einen eigenen Keller wünschen.

Wie plant man eine Treppe richtig?

Treppen sind im Grundriss eine Herausforderung. Denn sie durchstossen die horizontale Schnittebene des Plans und bilden nach unten ein internes «Schrägdach», unter dem man unter Umständen einen Stauraum anordnen kann. Ausserdem ist im Grundriss auch die Treppensteigung nicht zu erkennen. Ein angenehmes Steigungsverhältnis gehorcht der Formel a = 2s: Die Breite einer Auftrittsfläche entspricht zwei Steigungen, also zwei Abständen zwischen den Auftrittsflächen. Wenn die Treppen in einer Kurve verlaufen, beispielsweise bei einer Wendeltreppe, sollte das Steigungsverhältnis in der Mitte der Stufe eingehalten werden. Im Grundriss muss man sich auch überlegen, wo die Treppe überhaupt anfängt und aufhört. Oben wie unten muss der Körper den Auf- oder Abstieg angenehm starten können. Oft erleichtern grosszügig dimensionierte An- und Austrittsstufen diesen «Einstieg».

Treppen bauen ist Spezialistensache

Treppen sollte man mithilfe von Grundrissen und Schnitten sorgfältig dimensionieren und anschliessend Fachunternehmen beiziehen, welche die Stufenfolgen korrekt und gesetzeskonform einpassen. Ob aus Stahlbeton, Mauerwerk, Kunst- oder Naturstein, Holz, Stahl, Gusseisen oder Glas beziehungsweise transparentem Kunststoff: Treppen können beinahe in allen Formen und Ausführungsarten erstellt werden.

Hinsichtlich der Konstruktionsweisen lassen sich zwei Kategorien unterscheiden: Massivtreppen sind meistens aus Stahlbeton gefertigt, wobei sie vor Ort ausgeführt oder als Systemelemente montiert werden können. Eine Alternative sind eingestemmte Treppen, bei denen die einzelnen Stufen in die seitlichen Treppenwangen in gefräste Nuten eingesetzt und mit Treppenschrauben befestigt werden. Im Unterschied zu diesen Wangentreppen liegen bei Balkentreppen die Trittstufen auf einem Träger auf. Eine weitere Variante sind freitragende Treppen. Dazu zählen Konstruktionen, bei denen die Treppenstufen einseitig in der Wand verankert werden, aber auch Treppen, die lediglich unten und oben einen Auflagepunkt aufweisen.

Bei jeder Treppe sind weder das Geländer noch der Handlauf zu vergessen. Diese Elemente sind oft gesetzlich vorgeschrieben und müssen normkonform sein. Sie müssen Sicherheit bieten und können einer Treppe zusätzliche ästhetische Akzente verleihen. Handläufe sollten nicht höher als 115 cm und nicht tiefer als 80 cm angebracht sein; gemessen wird von der Stufenvorderkante bis zur Oberkante des Handlaufs. An dieser Stelle ist daran zu erinnern, dass eine Treppe der Barrierefreiheit im Wege steht. An öffentlichen Gebäuden oder Einrichtungen mit Publikumszugang sind zusätzlich zu einer Eingangstreppe eine Rampe mit einer Maximalsteigung von 7 Prozent vorzusehen.

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