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Küchenplanung: So gelingt dein Küchenumbau

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Paar plant gemeinsam eine neue Küche mit einem Küchenprofi

Die Küchenplanung ist bei einem Umbauvorhaben ein Kapitel für sich. Beim Küchenumbau treffen ästhetische Wünsche, eine technische Angebotspalette und ergonomische Belange aufeinander. So gibt es bei der Küchenplanung Bedürfnisse aus unterschiedlichen Richtungen zu berücksichtigen. Sie müssen miteinander in Einklang gebracht werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine erfolgreiche Küchenplanung beginnt mit der Analyse der bestehenden Küche. Dabei gilt es zu klären, welche Elemente erhalten bleiben können und welche baulichen Anpassungen technisch, finanziell und strukturell sinnvoll sind.
  • Für einen gelungenen Küchenumbau ist ein systematisches Vorgehen entscheidend. Arbeitsabläufe, Anschlüsse, Geräteplatzierung und Ergonomie sollten früh berücksichtigt werden, damit die Küche im Alltag praktisch und komfortabel funktioniert.
  • Eine durchdachte Auswahl der Materialien beeinflusst Langlebigkeit, Pflegeaufwand und Optik der Küche. Besonders Arbeitsplatten und Fronten müssen Hitze, Feuchtigkeit und täglicher Beanspruchung standhalten.
  • Die moderne Smart Kitchen bietet vernetzte Geräte, die sich per App steuern und überwachen lassen. Von intelligenten Backöfen bis zu Kühlschränken mit Kameras eröffnen sich neue Möglichkeiten für Komfort und Effizienz.
  • Eine nachhaltige Küche setzt nicht nur auf energieeffiziente Geräte, sondern auch auf langlebige Materialien, flexible Einrichtungskonzepte und eine durchdachte Raumplanung. Nachhaltigkeit und moderne Technik schliessen sich dabei nicht aus.

Wie umfangreich der Küchenumbau sein soll

Bevor man bei einer Renovierung mit der Küchenplanung beginn, sollte man die bestehende Küche genau unter die Lupe nehmen. Was findet man an ihr gemütlich und nützlich? Aus welchen Gründen ist sie so eingerichtet, wie man sie vorfindet? Lohnt es sich, Wände zu verschieben, Luftabzüge neu zu platzieren, Wasser- und Abwasseranschlüsse zu verlegen und die Lage der Steckdosen zu verändern? Es stellt sich somit beim Küchenumbau die Frage nach der Tiefe des Eingriffes und nach den Beschränkungen aufgrund des Budgets, vielleicht auch wegen der Baustruktur des Hauses. 

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So gehst du bei der Küchenplanung systematisch vor

Auch nach der Evaluierung des Bestandes benötigt das Projekt «neue Küche» Zeit und Aufmerksamkeit. Rechnet man für die Planungsphase vier, für die Ausführung zwei Monate ein, so dauert es schnell ein halbes Jahr, bis die neue Küche steht. Es empfiehlt sich, am Anfang der Küchenplanung Wünsche und Anforderungen an die neue Küche mit Vor- und Nachteilen aufzulisten und sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Für die konkrete Planung des Küchenumbaus braucht es ein systematisches Vorgehen. Dazu ein Beispiel: Zeichnet man den Küchengrundriss, ist der Geschirrspüler neben dem Kehrichtelement einzuplanen, da dort auch die Sanitäranschlüsse vorhanden sind. In bestehenden Gebäuden sind sanitäre Anpassungen häufig nur beschränkt möglich. Das Spülbecken kann in der Regel bei der Berücksichtigung bestehender Anschlüsse höchstens um zwei Meter verschoben werden.

Anschliessend an das Kehrichtelement folgt gemäss dieser Systematik ein breiter Unterbau. Danach folgt die Kochstelle – so ergibt sich die Arbeitsfolge Waschen–Rüsten– Kochen. Ebenfalls zu bedenken: Der Kühlschrank ist möglichst zentral zu platzieren, da er nebst der Kochstelle und dem Spülbecken zu den drei meist gebrauchten Elementen gehört. Und die Ergonomie nicht vergessen: Praktischerweise ist nicht nur der Backofen hoch einzubauen, sondern auch der Geschirrspüler, was einen weiteren Hochschrank bedeutet. Die Rücken der Nutzerinnen und Nutzer werden es dem Planungsteam danken. 

Fazit: Die Planung einer neuen Küche erfordert Kompromisse, denn die optischen, praktischen und finanziellen Aspekte müssen gegeneinander abgewogen werden. 

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Checkliste für die Küchenplanung

Das systematische Vorgehen bei der Küchenplanung wird idealerweise von einer Checkliste begleitet. Auf ihr sollten alle persönlichen und generellen Anliegen aufgelistet sein, so dass sie nicht vergessen gehen. Hier ein Beispiel:

  • Soll die Küche vom restlichen Wohnraum abgetrennt oder Teil von ihm sein?
  • Setzt man vom Stil her eher auf Bodenständigkeit oder auf Lifestyle?
  • Wie wird die Küche voraussichtlich genutzt – wie wichtig sind beispielsweise reibungslose und logische Arbeitsabläufe?
  • Mit welchem Platzbedarf ist zu rechnen, wie viele Personen halten sich in der Küche auf – sei es zum Kochen, sei es beim Familienplausch? 
  • Wie präsentiert sich dieser Platzbedarf in zehn oder 20 Jahren?
  • Welchen technischen Ansprüchen müssen Geräte wie Herd, Backofen, Geschirrspüler oder Kühlschrank genügen?
  • Was darf es kosten? 

Materialien für Küchenfronten und Arbeitsplatten

Die Oberflächen einer Küche müssen mehr aushalten als jene eines Raumes, in dem man sich bloss aufhält. Fett, Dampf und Wasser wirken auf Böden und Wände ein. Besonders beansprucht werden die Küchenabdeckungen, die ja Arbeitsflächen sind. Deshalb sollte man sich bei der Küchenplanung von Beginn weg darüber klar sein, dass die Auswahl der Oberflächenmaterialien bestimmt, wie lange die Küche schön bleibt und wie viel Zeit für die Pflege aufzuwenden ist. Berücksichtigt werden müssen die Hitze- und Lichtbeständigkeit wie auch die Säureresistenz. Zudem gilt: Je fugenloser und glatter die Oberfläche, desto einfacher die Handhabung. So ist das Putzen einer flächenbündig eingebauten Küche deutlich weniger aufwändig, da das Schrubben «um die Ecke» entfällt.

  • Glasfronten gehören zu den pflegeleichtesten Küchenfronten, weil sie hitzebeständig sind und man sie einfach abwischen kann.
  • Kunststofffronten aus Schichtstoff oder Melaminharz (Laminat) sind ebenfalls pflegeleicht und einfach zu reinigen. Zudem sind sie sehr robust.
  • Kunststofffronten mit Folien hingegen sind die Sorgenkinder unter den Küchenfronten, was die Pflegeleichtigkeit anbelangt. Sie reagieren empfindlich auf Hitze und scharfe Gegenstände vertragen sie schlecht.
  • Bei Lackfronten hängt die Pflegeleichtigkeit stark von der Qualität des Lacks ab.
  • Holzfronten, die eine Tendenz zu Unebenheiten haben, sind relativ reinigungsintensiv, gelten jedoch als langlebig.
  • Edelstahlfronten können schnell verkratzt sein. Fingerabdrücke sieht man auf ihnen besonders gut.  

Bei den pflegeleichten Arbeitsplatten stehen für die Küchenplanung folgende Materialien zur Auswahl: 

  • Keramik
  • Edelstahl
  • Glas
  • Naturstein

Bei allen muss wiederum die Resistenz, die Verletzlichkeit und nicht zuletzt der Pflegeaufwand berücksichtigt werden. 

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Die «Smart Kitchen» ist vernetzt

Durch die Digitalisierung hat die Küche in den vergangenen Jahren eine kleine Revolution erfahren. Dies sollte bei der Küchenplanung zumindest erforscht und diskutiert werden. Doch innovative Küchengeräte sind «smart» geworden. Die neuesten Backöfen, Herde und Kühlschränke können weit mehr als backen, braten oder kühlen – sie denken mit und kommunizieren mit den Benutzerinnen und Benutzern. 
Stellte man früher den Timer, um den Sonntagsbraten rechtzeitig aus dem Ofen zu nehmen, meldet heute eine Push-Nachricht auf dem Smartphone, dass die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist.

Gewisse Hersteller bieten Hobbyköchen über eine App eine Funktion, mit der sie den Kochvorgang auch ausserhalb der Küche im Auge behalten. Ein kurzes Tippen auf dem Smartphone passt die Temperatur im Ofen an, durch einen Wisch über den Smartphone-Bildschirm wird einem Gargut mehr Dampf zugeführt. Beinahe zum Standard gehören heutzutage im Backofen oder Combi-Steamer hinterlegte Rezeptdatenbanken, die bei der Menu-Kreation helfen.

Auch der Kühlschrank lässt sich über eine App überwachen – egal, ob man sich gerade im Garten, in der Oper oder beim Einkaufen befindet. Gewisse Geräte verfügen im Innern über Kameras, die alle Vorräte im Blick behalten. Per Smartphone schaut man von unterwegs, was im Kühlschrank fehlt – und wer gerade Vorräte stibitzt. Auch Backofen oder Geschirrspüler lassen sich über den integrierten LAN-Anschluss ins hausinterne Netzwerk einbinden. 

Hightech schliesst in der Küchenplanung Nachhaltigkeit nicht aus

Die modernsten technischen Hilfsmittel geben selten Auskunft über ihre Lebensdauer. Gerade weil sie neu und jung sind, lässt sich schwer prognostizieren, wie lange sie tauglich sind und wie schnell ihre Betriebssysteme altern. Die Gedanken zur «Smart Kitchen» sollte bei der Küchenplanung nicht das Ziel Nachhaltigkeit verdrängen. Ein Küchenumbau muss die praktische Ausstattung zum Ziel haben. Sie kann nachhaltig sein, im Sinne eines kleinen ökologischen Fussabdrucks.

Bei der nachhaltigen Küchenplanung sind die Dauerhaftigkeit der Einrichtung, die Möglichkeit des separaten Auswechselns von Mobiliar oder Geräten und die Energieeffizienz wichtig. Die nachhaltige Küchenplanung erschöpft sich also nicht im Kauf möglichst energiesparender und mit unbedenklichen Rohstoffen hergestellter Bestandteile, welche die meisten Hersteller bereitwillig deklarieren und bislang auch zertifizieren lassen. Sie umfasst auch die überlegte Auswahl des Standorts der Küche, die Anordnung von Arbeitsflächen und Schränken, die Wand- und Bodenbeläge und die Belichtung.

Wer sich eine nachhaltige Küche wünscht, sollte auch die Konventionen der Küchenplanung hinterfragen. Sie sehen aktuell eine Einbauküche vor. Diese Art der Küchenausstattung ist zwar kein Hindernis für die Nachhaltigkeit, sie ist aber starr und wenig flexibel, was etwa den erwähnten Austausch von Geräten erschwert. Es sind auf dem Markt auch bewegliche Küchenmöbel zu finden, die oft unabhängig von den Werk- und Ablageflächen unter diesen aufgestellt werden. Sie lassen sich für die Reinigung verschieben, was der nachhaltigen Hygiene dient. 

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