So gehst du bei der Küchenplanung systematisch vor
Auch nach der Evaluierung des Bestandes benötigt das Projekt «neue Küche» Zeit und Aufmerksamkeit. Rechnet man für die Planungsphase vier, für die Ausführung zwei Monate ein, so dauert es schnell ein halbes Jahr, bis die neue Küche steht. Es empfiehlt sich, am Anfang der Küchenplanung Wünsche und Anforderungen an die neue Küche mit Vor- und Nachteilen aufzulisten und sich mit ihnen auseinanderzusetzen.
Für die konkrete Planung des Küchenumbaus braucht es ein systematisches Vorgehen. Dazu ein Beispiel: Zeichnet man den Küchengrundriss, ist der Geschirrspüler neben dem Kehrichtelement einzuplanen, da dort auch die Sanitäranschlüsse vorhanden sind. In bestehenden Gebäuden sind sanitäre Anpassungen häufig nur beschränkt möglich. Das Spülbecken kann in der Regel bei der Berücksichtigung bestehender Anschlüsse höchstens um zwei Meter verschoben werden.
Anschliessend an das Kehrichtelement folgt gemäss dieser Systematik ein breiter Unterbau. Danach folgt die Kochstelle – so ergibt sich die Arbeitsfolge Waschen–Rüsten– Kochen. Ebenfalls zu bedenken: Der Kühlschrank ist möglichst zentral zu platzieren, da er nebst der Kochstelle und dem Spülbecken zu den drei meist gebrauchten Elementen gehört. Und die Ergonomie nicht vergessen: Praktischerweise ist nicht nur der Backofen hoch einzubauen, sondern auch der Geschirrspüler, was einen weiteren Hochschrank bedeutet. Die Rücken der Nutzerinnen und Nutzer werden es dem Planungsteam danken.
Fazit: Die Planung einer neuen Küche erfordert Kompromisse, denn die optischen, praktischen und finanziellen Aspekte müssen gegeneinander abgewogen werden.