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Küchenausstattung: Die wichtigsten Küchengeräte im Überblick

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Man backt mit einem neuen Backofen

Die Küche hat eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Werkstatt: Hier ist man schöpferisch tätig und kreiert kleine Kunstwerke – in diesem Fall essbare. Keine Werkstatt funktioniert ohne Werkzeuge und Geräte. Die Küchenausstattung stellt die Mittel bereit, mit denen sich Speisen zubereiten lassen. Die Wahl der Geräte bestimmt über Glück, Erfolg und Frustrationen. Die Energieeffizienz darf man bei ihr nicht vergessen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Küchenausstattung sollte sorgfältig geplant werden. Kochgewohnheiten, Platzangebot, Budget und die Auswahl der Geräte bestimmen, wie funktional und komfortabel die Küche im Alltag ist.
  • Herdarten unterscheiden sich bei Bedienung, Effizienz und Zukunftsfähigkeit. Neben Holz und Gas sind heute insbesondere Elektro und Induktionsherde verbreitet, wobei Induktion weniger Energie verbraucht als herkömmliche Elektrokochfelder.
  • Energieeffizienz spielt beim Gerätekauf eine wichtige Rolle. Für Kühlgeräte, Geschirrspüler, Backöfen und Dunstabzugshauben hilft die Energieetikette, sparsame Modelle zu erkennen.

Die Küchenausstattung will gut geplant sein

Die Küchenausstattung ist ein wesentlicher Bestandteil der Küchenplanung. So muss man sich vor der Wahl der Geräte mit wichtigen Fragen auseinandersetzen:

  • Wie oft und wie aufwendig kochen die Nutzerinnen und Nutzer?  
  • Wie gross ist die Küche? 
  • Welche Küchenform ist angemessen? Zur Auswahl stehen beispielsweise ein- und zweizeilige Küchen, U-förmige Küchen oder Küchen mit einer Kochinsel.
  • Welche Küchengeräte sind unabdingbar? Welche werden auf der Arbeitsfläche stehen, welche werden nach Gebrauch versorgt, welche sollen eingebaut werden?
  • Wie viele Personen werden in der Küche arbeiten, und was ist deren bevorzugte Arbeitshöhe?
  • Wie gross ist das Budget

Der Herd steht im Zentrum

Geschichtlich gesehen hat sich die Küche aus der Herdstelle entwickelt. Und noch heute steht der Herd im Zentrum der Küchenausstattung. Das ist bei Küchenplanung in jedem Fall zu berücksichtigen: Alle Geräte und Utensilien müssen vom Herd aus gut erreichbar sein. Heute stehen unterschiedliche Herdarten zur Verfügung; die “archaischste” ist der Holzherd. Mit Holz kochten schon unsere Vorfahren. Deshalb denken beim Stichwort Holzherd viele an eine veraltete Technologie, die viel Aufwand kostet. Mit der Realität haben solche Bilder nichts gemein: Ein heutiger Holzherd ist alles andere als ein Anachronismus. Erhältlich sind Modelle zum Kochen sowie solche zum Kochen und Backen.

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Wann lohnt sich beim Kochherd Gas?

Gasherde gelten als besonders ökonomisch. Während bei einem Elektroherd nur etwa 20 Prozent der eingesetzten Energie zum Kochen genutzt werden können, erreicht der Gasherd einen Wirkungsgrad von 55 Prozent. Manche lieben das Kochen mit Gas wegen dem schnellen Aufheizen und der stufenlosen Temperaturregulierung. Da auf einem Gitter und nicht auf einer Fläche gekocht wird, ist die Verwendung aller Arten von Töpfen möglich, auch von solchen mit unebenem Boden. Allerdings gilt es zu bedenken, dass heute die Lebensdauer von Gas-Versorgungsnetzen wegen dem Kampf um Netto-Null, also um die Reduzierung des CO2-Ausstosses, vielerorts auf rund 20 Jahre beschränkt ist.

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Wahlvielfalt beim Elektroherd

Die meisten Herde werden heute elektrisch betrieben. Sie sind oft kombiniert mit Backöfen und Steamern. Beim Elektroherd gibt es zwei Methoden der Erzeugung von Hitze; das elektrische Aufheizen einer Herdplatte und die Induktion. Unter letzterer versteht man das Schaffen eines magnetischen Wechselfeldes, welches direkt die Pfanne erhitzt. Induktionsfelder sorgen für ein schnelles Aufheizen, die Temperatur kann rasch und genau reguliert werden. Manche Geräte haben sogar eine Pausentaste, um den Kochvorgang zu unterbrechen und später wieder fortzusetzen. Der Energieverbrauch ist um rund 30 % geringer als bei den elektrisch erhitzten Herdplatten der Kochfelder. Allerdings funktioniert es nur mit Pfannen, die am Boden zumindest aussen eine Schicht aus ferromagnetischem Material aufweisen. Und nur so lange, wie die Pfannen auch tatsächlich auf der Platte stehen.

Wichtig für die Küchenausstattung ist die Oberfläche des Elektroherds. Die traditionelle Herdplatte hat durch das Glaskeramikfeld eine starke Konkurrenz erhalten. Die herkömmlichen Kochplatten verbrauchen am meisten Energie und sind am schwierigsten zu reinigen. Bei der Glaskeramik sind auf der ebenen Glasfläche die Kochzonen in Form von Kreisen angedeutet. Glaskeramikplatten sind einfach zu reinigen – und sie vergrössern die Arbeitsfläche, wenn der Herd ausgeschaltet ist. 

Noch keine Energieeffizienzklassen für das Kochfeld

Bei der Küchenausstattung sollte die Energieeffizienz beachtet werden. Bei den meisten Küchengeräten müssen die Hersteller den Energieverbrauch deklarieren und der Kundschaft bekanntgeben. In der Schweiz geschieht das mittels der Einordnung des Gerätes in EU-Energieeffizienzklassen. In diesem System bestehen sieben Stufen der Energieeffizienz. Sie sind mit den Buchstaben A bis G bezeichnet, wobei A die höchste Effizienzklasse bezeichnet und G die schlechteste. Ausgerechnet bei den wichtigsten Elementen der Küchenausstattung, den Herdplatten respektive dem reinen Kochfeld, fehlt aktuell eine Einstufung nach Energieeffizienzklassen. Es gibt lediglich eine EU-Energieverbrauchskennzeichnung für Backöfen.

Energieeffizienz dank Energieetikette

Nicht nur die Küchenausstattung sollte energieeffizient sein, sondern das ganze Haus. Deshalb muss in der Schweiz seit über zehn Jahren der Energieverbrauch der wichtigsten Haushaltgeräte mit einer Energieetikette deklariert sein, welche die Effizienzklasse ausweist. Per 2021 ist die Klassifizierung an die Vorgaben der EU bezüglich Gestaltung und Deklaration angepasst worden; neuerdings sind Energieetiketten auch für Fernsehgeräte oder Kaffeemaschinen vorgeschrieben. Bei der Küchenausstattung ist die Energieetikette relevant beim Kauf von Kühl- und Gefriergeräten, eines Geschirrspülers, bei Dunstabzugshauben oder Backöfen.

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