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Nachhaltig wohnen und einrichten: Tipps für Möbel, Alltag und Home Office

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Paar sitzt in einem nachhaltig eingerichteten Wohnzimmer

Wer sein Zuhause umweltbewusst gestalten will, muss weder auf Stil noch auf Komfort verzichten. Nachhaltig wohnen heisst: Reduktion aufs Wesentliche, bewusste Materialwahl und kreative Ideen für Second-Hand-Möbel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nachhaltig wohnen beginnt bereits vor dem Möbelkauf. Ein passender Wohnort, eine angemessene Wohnfläche und energieeffiziente Gebäude helfen, Ressourcen und Energie langfristig zu sparen.
  • Second-Hand-Möbel sind eine umweltfreundliche Alternative zu Neuanschaffungen. Sie schonen Ressourcen, vermeiden Abfall und verleihen deinem Zuhause einen individuellen Charakter, sofern Qualität und Zustand sorgfältig geprüft werden.
  • Statt Möbel zu ersetzen, lohnt sich oft Reparieren und Upcycling. Mit etwas handwerklichem Geschick lassen sich alte Möbel aufwerten, restaurieren oder kreativ umnutzen und dadurch deutlich länger nutzen.
  • Beim Kauf neuer Möbel stehen Langlebigkeit und natürliche Materialien im Vordergrund. Massivholz, schadstoffarme Produkte und anerkannte Labels wie FSC, GOTS oder Öko-Tex helfen bei nachhaltigen Kaufentscheidungen.
  • Nachhaltigkeit endet nicht bei der Einrichtung. Ein bewusster Alltag mit Energiesparen, ressourcenschonendem Konsum, klimafreundlichem Home Office und konsequentem Recycling reduziert den persönlichen ökologischen Fussabdruck zusätzlich.

Nachhaltig wohnen beginnt vor dem Möbelkauf

Wohnort mit Wirkung

Nachhaltiges Wohnen beginnt mit der Wahl des Wohnorts. Ist deine Wohnung oder dein Haus gut an den öffentlichen Verkehr angebunden oder bist du auf ein Auto angewiesen?

Wohnfläche bewusst wählen

Wer sich für ein Haus oder eine Wohnung mit angemessener Grösse entscheidet, spart nicht nur Ressourcen beim Bau und bei der Ausstattung, sondern senkt auch den Energieverbrauch im laufenden Betrieb.

Bauweise und Energieeffizienz im Blick

Achte bei der Wahl der Immobilie auf eine gute Wärmedämmung und nachhaltiges Heizen. Beziehe zudem Ökostrom, wenn du einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltiges Wohnen gehen möchtest.

Innenausbau natürlich gestalten

Bei Böden, Wandfarben und Deckenverkleidungen lohnt sich ein bewusster Entscheid.

Alltagstauglich einrichten

Ein zentraler Gedanke bei der Einrichtung lautet: Plane für den Alltag, nicht für Ausnahmesituationen. Viele Menschen richten Zimmer nach seltenen Anlässen wie Familienfesten oder Besuch aus. Überlege bei jedem Raum, wie er täglich genutzt wird.

Hilfreiche Fragen zur Bedarfsermittlung

  • Wie viele Personen nutzen den Essbereich im Alltag?
  • Wie viele Menschen verbringen regelmässig Zeit im Wohnzimmer?
  • Gibt es häufig Übernachtungsgäste?
  • Wie oft nutzt du das Home Office oder Arbeitszimmer?
  • Welche weiteren Räume sind erforderlich?
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Second-Hand-Möbel nachhaltig nutzen

Nachhaltig wohnen und einrichten heisst: Falls ein neues Möbel angeschafft werden muss, sollte es secondhand erstanden werden. Gebrauchte Möbel sind nicht nur günstig, sondern sparen auch Ressourcen und vermeiden Abfall. Zudem verleihen sie deinem Zuhause eine individuelle Note.

So findest du Second-Hand-Möbel

  • Geduld zahlt sich aus: Je konkreter deine Vorstellung von einem Möbelstück ist, desto länger kann es dauern, bis du das Passende findest.
  • Breite Suche lohnt sich: Stöbere in Brockenstuben, Second-Hand-Läden und auf Flohmärkten.
  • Auch online stöbern: Achte auf die Produktbeschreibungen und schaue, wenn möglich, das Möbelstück vor dem Kauf persönlich an.

Worauf du beim Kauf von Second-Hand-Möbeln achten solltest

  • Qualität prüfen: Hochwertige Möbel erkennt man an massiver Bauweise, dickem Holz und sorgfältig gearbeiteten Beschlägen. Wackelige Sperrholzmöbel sind meist minderwertig.
  • Auf Schäden prüfen: Klopfe das Möbelstück vorsichtig ab. Rieselt dabei Holzmehl heraus, könnte ein aktiver Holzwurmbefall vorliegen. Begutachte zudem die Rückwände: Minderwertige Materialien, Feuchtigkeit, Risse oder verzogene Flächen sind Warnsignale. Auch gequollene Stellen und lange Risse deuten auf Wasserschäden oder strukturelle Probleme hin – in solchen Fällen besser die Finger vom Kauf lassen.
  • Holzmöbel pflegen und auffrischen: Viele gebrauchte Stücke brauchen nur eine einfache Auffrischung. Abgenutzte Oberflächen lassen sich anschleifen und mit Lack, Wachs oder Öl neu beschichten. Kleine Risse können mit Spachtelmasse geschlossen werden.
  • Polstermöbel genau prüfen: Ein neuer Bezug ist meist einfach zu ersetzen. Schwieriger wird es bei durchgesessener Polsterung, Gerüchen oder defekten Gurten. Eine Restauration mag sich zwar langfristig lohnen, sollte aber ins Budget eingerechnet werden.
  • Komfort testen: Probesitzen ist Pflicht: Was gut aussieht, ist nicht automatisch bequem.

Tipps fürs Einrichten mit Second-Hand-Möbeln

  • Vintage mit Konzept: Der Vintage-Stil lebt von Charakterstücken. Damit die Einrichtung stimmig wirkt, braucht es ein gutes Auge für Proportionen, Farben und Stilrichtungen. Wer handwerklich weniger begabt ist, greift am besten zu Stücken, die sofort nutzbar sind.
  • Bewusst kombinieren: Einzelstücke wirken als Solitär besonders stark. Unterschiedliche Stühle oder Sessel lassen sich kombinieren, wenn sie eine Gemeinsamkeit haben – etwa durch Farbe, Material oder Epoche. So entsteht ein harmonisches Gesamtbild.
  • Möbel flexibel nutzen: Gebrauchte Möbel lassen sich oft vielseitiger einsetzen, als es zunächst scheint. Eine alte Kommode kann etwa als Schuhschrank dienen, ein kleiner Sekretär zum platzsparenden Home Office werden. Lass dich von der ursprünglichen Funktion nicht einschränken.
  • Dekoration mit Geschichte: Auch bei der Wohnungsdekoration gilt: Nicht alles muss neu sein. Bilderrahmen, Vasen, Kissenbezüge oder andere Dekoartikel lassen sich oft gebraucht finden. Das spart Geld und verleiht deinem Zuhause eine persönliche, unverwechselbare Note.
Secondhand Möbel von einem Brockenhaus sind nachhaltig
Vintage mit Konzept: Der Vintage-Stil lebt von Charakterstücken.

Möbel reparieren und aufwerten statt entsorgen

Nachhaltig wohnen und einrichten bedeutet, Bestehendes möglichst lange zu nutzen – sei es, indem du deine Möbelrestauration selbst machst, von einem Profi durchführen lässt oder durch Upcycling. Frage dich vor jedem Kauf: Kann das Möbelstück repariert werden? Oft lässt sich mit einfachen Mitteln und wenig Aufwand neues Leben in alte Möbel bringen.

So wird aus Alt wieder Schön

  • Vorbereitung ist alles: Gerade bei Holzmöbeln ist der Aufwand überschaubar, wenn du einige Grundregeln beachtest. Bevor Farbe oder Lack zum Einsatz kommen, müssen die Flächen gereinigt und angeschliffen, bei Bedarf auch vollständig abgeschliffen werden. Anschliessend empfiehlt sich eine passende Grundierung. Sie sorgt dafür, dass die neue Farbschicht gleichmässig deckt und dauerhaft haftet.
  • Spezialfälle: Bei stark lackierten Möbeln empfiehlt es sich, den Altanstrich mit einer Schleifmaschine, Beize oder Heissluftpistole zu entfernen. Kunststoffmöbel mit sehr glatten Oberflächen benötigen eine spezielle Grundierung, damit die Farbe hält.
  • Die richtige Farbe wählen: Ob Lack oder Farbe – entscheidend ist, dass Material und Anwendung zueinander passen: Acryllacke sind wasserbasiert, geruchsarm, trocknen schnell und lassen sich mit Lammflorwalze oder Synthetikpinsel leicht verarbeiten. Kunstharzlacke sind lösemittelbasiert, härter und besonders widerstandsfähig – ideal für stark beanspruchte Möbel. Sie werden am besten mit Schaumwalze oder Naturborstenpinsel aufgetragen. Umweltfreundliche Lacke findest du auf der Website «Blauer Engel».
  • Shabby Chic: Nicht immer geht es darum, Altes wie neu aussehen zu lassen. Beim beliebten Shabby Chic-Stil wird die Oberfläche bewusst gealtert. So geht’s: Möbel gründlich reinigen, anschleifen oder beizen. Mit ölhaltiger Vorstreichfarbe grundieren, meist in Weiss. Drei bis vier Anstriche mit wasserlöslicher Acrylfarbe in der gewünschten Farbe. Dazwischen immer gut trocknen lassen, abschleifen und die Oberfläche von Staubrückständen befreien. Auf Wunsch lässt sich der Used-Look noch verstärken – etwa durch das Einarbeiten von Gebrauchsspuren und das Auftragen einer Patina.

Fazit: Das Restaurieren und Umstylen von Möbeln liegt im Trend – und das zu Recht. Es macht Freude, ist nachhaltig, und oft wird eine bisher unbeachtete Kommode plötzlich zum echten Blickfang. Wer sich auf den Prozess einlässt, wird belohnt: mit Unikaten, die Persönlichkeit und Geschichte in den Wohnraum bringen.

Das Restaurieren von Möbeln liegt voll im Trend und ist nachhaltig.
Das Umstylen, Upcyclen oder Restaurieren von Möbeln liegt voll im Trend und ist nachhaltig.
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Langlebig, geprüft, schadstofffrei: Tipps für den Möbelkauf

Wer neue Möbel kauft, sollte auf Qualität achten: Möbel aus Massivholz, gut verarbeitete Verbindungsteile und ein zeitloses Design garantieren eine lange Nutzungsdauer. Kurzlebige «Fast Furniture», wie sie im Tiefpreissegment oft angeboten wird, landet schnell im Sperrmüll. Das belastet nicht nur die Umwelt, sondern auf Dauer auch das Portemonnaie.

Materialwahl mit Weitblick

Achte bei Neuanschaffungen auf umweltfreundliche, natürliche Materialien. Empfehlenswert sind Massivhölzer mit geölten oder gewachsten Oberflächen – frei von synthetischen Lacken. Vermeide dagegen Spanplatten, Kunststoffe wie PVC oder Möbel mit Klebstoffen, die Schadstoffe ausdünsten. Im Kinderzimmer ein Muss sind Kindermöbel ohne Schadstoffe sowie natürliche Materialien. Langlebig sind «mitwachsende» Kindermöbel, zum Beispiel ausziehbare Bettgestelle. Bevorzuge überdies unbehandeltes Holzspielzeug aus der Schweiz. Eine gute Wahl sind Stofftiere aus Bio-Baumwolle. Benutze beim Waschen Öko-Waschmittel und verzichte auf Weichspüler.

Textilien

Vorhänge, Teppiche, Polster und Kissen sollten möglichst aus Naturfasern bestehen. Wähle schadstofffreie und fair produzierte Produkte. Das GOTS-Label (Global Organic Textile Standard) garantiert dies und bezieht auch soziale Kriterien mit ein. Für Textilien ist auch das Öko-Tex Standard 100-Siegel relevant, das Produkte auf Schadstoffe prüft.

Labels, die Orientierung bieten

  • FSC – für Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft
  • GOTS – für Textilien aus Biofasern und fairer Produktion
  • Öko-Tex Standard 100 – für schadstoffgeprüfte Textilien
  • Blauer Engel oder die Umwelt-Etikette Kategorie A – für Farben, Lacke und Baustoffe

Deko: Bastelideen mit Upcycling

Beim Upcycling verwandeln sich Alltagsgegenstände wie Kleiderbügel, Teller, Gläser, Flaschen, Pullover und Stühle in kreative Unikate.

Kleiderbügel: Vielseitig verwendbar

Kleiderbügel sind fürs Upcycling ideal, denn sie lassen sich in ganz neue Formen und Funktionen verwandeln.

  • Zeitschriftenhalter: Wer gerne liest, nagelt eine Gruppe von Kleiderbügeln an die Wand und hängt Zeitschriften an deren Stege. Schon ist die platzsparende Minibibliothek fertig.
  • Baby-Mobile: Wenn sich Nachwuchs ankündigt, lässt sich aus einem Holzkleiderbügel ein Mobile basteln. Bohre kleine Löcher in den Bügel und befestige daran gehäkelte Kugeln, Totholz, kleine Stofftiere, Filzfiguren oder Origami.
  • Praktische Aufhängung: Wird ein Holzkleiderbügel mit mehreren Löchern versehen und eine Schnur lose durchgezogen, entsteht eine einfache Garderobe. Schals, Küchentücher oder Waschlappen lassen sich mit Wäscheklammern befestigen.
  • Memoboard: Drahtkleiderbügel können zu einem kunstvollen «schwarzen Brett» gebogen werden. Notizen, Rabattgutscheine oder Einkaufslisten haften mit Wäscheklammern daran. Wer lieber grössere Zettel verwendet, greift stattdessen zu Hosenbügeln.
  • Dekokranz: Als Willkommensgruss eignen sich Drahtkleiderbügel auch in Kranzform. Zum Kreis gebogen und mit Blumen oder Bändern verziert, lassen sie sich an Türen oder Fenstern befestigen.

Gläser und Flaschen: Praktisch und dekorativ

Glasbehälter sind perfekte Kandidaten fürs Upcycling: Mit wenig Aufwand werden sie zu nützlichen oder dekorativen Elementen.

  • Alltagshelfer: Gläser eignen sich zur Aufbewahrung von Haarbändern, Wattestäbchen, Wäscheklammern, Malstiften, Zahnbürsten oder Tampons. Mit Deckel sind sie ideal für Zucker, Mehl, Kakao, Linsen, Gewürze oder andere Lebensmittel. Selbst Gefrierbeutel lassen sich durch Gläser mit Schraubverschluss ersetzen.
  • Tischdeko: Gläser können mit Teelichtern bestückt, mit Wachs und Docht zu Kerzen verarbeitet oder als Blumenvase genutzt werden. Auch Fundstücke wie Muscheln, Totholz oder Tannzapfen lassen sich darin dekorativ ausstellen.
  • Outdoor-Lampen: Schraubgläser werden mit Draht und Kerzen zu stimmungsvollen Hängeleuchten für draussen.
  • Kerzenhalter: Glasflaschen mit engem Hals lassen sich einfach in Kerzenständer umfunktionieren. Besonders dekorativ wirken sie, wenn sie mit einem blühenden Zweig oder anderen Naturmaterialien gefüllt sind.
  • Bemalung: Wer Geduld und eine ruhige Hand mitbringt, kann Gläser verzieren oder mit Acrylfarbe bemalen. So entstehen Einzelstücke im beliebten Shabby-Chic-Stil.
  • Glasschnitt: Nur für handwerklich Erfahrene geeignet ist das Aufschneiden von Flaschen. Wird die Flasche längs geteilt, ergeben sich schöne Snackschalen. Quer geschnitten, können daraus Trinkgläser entstehen. Wichtig: Die Schnittkanten unbedingt mit Schmirgelpapier glätten.

Teller: Neues Leben für Porzellan

Auch alte Porzellanteller lassen sich kreativ wiederverwerten.

  • Etagère: Unterschiedlich grosse, schöne Teller werden mithilfe einer Etagèrenstange, eines Kerzenständers oder eines Tortenplattenfusses zur stilvollen Etagère. Diese eignet sich ideal zum Servieren von Gebäck, als Schmuckhalter oder als Schale für Früchte.
  • Wandschmuck: Teller lassen sich bemalen oder mit einem Spruch verzieren und danach als dekoratives Ensemble an die Wand hängen.

Pullover: Weich, warm und wandelbar

Ein abgenutzter oder eingelaufener Pullover muss nicht im Altkleidersack landen – er eignet sich hervorragend zum Basteln.

  • Kleidung nähen: Aus Pullovern lassen sich Mützen, Stulpen, Handschuhe oder sogar Babyhosen herstellen. Wer einen Rollkragen abschneidet, hat fast schon ein fertiges Stirnband.
  • Stoff für Accessoires: Auch Kissenbezüge, Stofftiere oder Hüllen für Kartonschachteln lassen sich aus dem Material nähen: So entstehen praktische und schöne Aufbewahrungsboxen.
  • Turnbeutel: Mit einer eingezogenen Kordel am Halsausschnitt wird ein Pullover zum sportlichen Beutel.
  • Sitzkissen: Aus Wollpullis lassen sich weiche Sitzkissen für Gartenstühle gestalten. Die Hülle kann zugenäht oder mit einem Reissverschluss versehen werden.

Stühle: Alt, aber voller Möglichkeiten

Ein wackliger oder ungenutzter Stuhl muss nicht auf den Sperrmüll: Mit ein wenig Fantasie wird er zum originellen Möbelstück.

  • Wandregal: Schneidet man die Lehne und einen Teil der Sitzfläche ab und hängt den Stuhl über Kopf an die Wand, entsteht ein praktisches Regal mit Aufhängemöglichkeit. Besonders geeignet sind Modelle mit Querstreben in der Lehne. Einsatzbereiche gibt es viele: Küche, Bad, Eingangsbereich, Kinderzimmer oder Home Office.
  • Pflanzenhocker: Wird die Lehne komplett entfernt, entsteht ein Hocker – ideal, um Zimmerpflanzen darauf zu platzieren.
  • Stuhl gestalten: Ein Holzstuhl lässt sich abschleifen und auffrischen. Für kreative Designs eignet sich die Decoupage-Technik: Dabei wird Papier – etwa Geschenkpapier, Laserdrucke oder spezielles Decoupagepapier – zugeschnitten, auf Lehne oder Sitzfläche geklebt und lackiert.
Glasbehälter sind perfekte Kandidaten fürs Upcycling
Glasbehälter sind perfekte Kandidaten fürs Upcycling: Mit wenig Aufwand werden sie zu dekorativen Elementen.

Home Office: Klimafreundlich arbeiten

Das Arbeiten von zu Hause aus ist in vielen Fällen umweltfreundlicher als das tägliche Pendeln – vor allem, wenn der Arbeitsweg mit dem Auto zurückgelegt würde. Noch besser wird die Klimabilanz, wenn man auch im Home Office nachhaltig handelt und sparsam mit Energie und Ressourcen umgeht.

Papier sparen im digitalen Büro

Virtuelle Tools wie Miro oder Mural ersetzen heute Notizzettel, Flipcharts und Ausdrucke. Wer dennoch drucken muss, greift am besten zu ungebleichtem Recyclingpapier mit dem Siegel «Blauer Engel».

Der passende Drucker

Wird nur gelegentlich gedruckt, eignet sich ein Laserdrucker, da hier nichts eintrocknet. Bei regelmässiger Nutzung ist ein Tintenstrahldrucker die bessere Wahl. Umweltfreundliche Modelle findet man auf der Website «Blauer Engel».

Digitale Emissionen reduzieren

Streaming, Videokonferenzen und Cloud-Dienste verbrauchen viel Strom. Laut der Klimaschutzorganisation myclimate sind digitale Emissionen für bis zu 4 % der weltweiten Treibhausgase verantwortlich – ähnlich wie Fliegen.

So senkst du deinen digitalen Fussabdruck

  • Musik und Filme lieber herunterladen statt streamen
  • Auflösung beim Streaming bewusst wählen
  • Bei Videokonferenzen das Bild ausschalten
  • Grosse Dateien als Download-Link verschicken
  • E-Mail-Postfächer aufräumen, ungenutzte Konten löschen
  • WLAN statt mobile Daten verwenden

Mobil unterwegs?

Wenn du dein Home Office gelegentlich für ein Meeting vor Ort verlassen musst: Am klimafreundlichsten für deinen Arbeitsweg sind das Velo, der ÖV oder das E-Bike. Besonders CO₂-intensiv ist das Pendeln mit dem SUV: Pro Kilometer werden ganze 175 Gramm CO₂ ausgestossen.

Checkliste: Energie sparen im Haushalt

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Bewusst leben im Alltag

Auch mit kleinen Verhaltensänderungen im Alltag lässt sich viel für den Klimaschutz tun – oft ohne grossen Aufwand.

Richtig heizen und lüften

Wer seine Räume nur auf maximal 20 Grad Celsius erwärmt (Thermostat-Stufe 3), spart nicht nur Energie, sondern fühlt sich meist auch wohler. Während der Heizperiode sollten Heizkörper frei bleiben, also nicht von Möbeln oder Vorhängen verdeckt sein, und regelmässig abgestaubt werden, damit die Wärme gut zirkulieren kann. Statt dauerhaft gekippter Fenster empfiehlt sich mehrmals täglich kurzes Stosslüften mit Durchzug. Wer im Winter verreist, stellt die Heizung auf Stufe 1.

Strom sparen im Haushalt

Geräte vollständig auszuschalten, anstatt sie im Standby-Modus zu belassen, ist eine einfache Massnahme mit grosser Wirkung. Auch energieeffiziente Haushaltsgeräte helfen: Achte beim Kauf auf die beste Energieeffizienzklasse.

Nachhaltiger Konsum

Jeder neue Gegenstand verursacht in Herstellung, Transport und Entsorgung Emissionen. Überlege deshalb bei jedem Kauf: Brauche ich das wirklich? Und gibt es eine langlebige, nachhaltige Alternative?

  • Elektronik: Geräte nur ersetzen, wenn sie defekt sind – nicht wegen neuer Features.
  • Kleidung und Schuhe: Hochwertig, langlebig, flickbar und nur bei echtem Bedarf kaufen. Fast Fashion möglichst vermeiden.
  • Lebensmittel: Selbst kochen mit frischen, saisonalen, regionalen und möglichst pflanzlichen Bio-Zutaten.
  • Leitungswasser trinken.
  • Plastik vermeiden: Setze auf Mehrweg statt Einweg – von Taschen über Trinkflaschen bis zu Frischhaltebeuteln.
  • Reparieren statt wegwerfen: Viele Alltagsgegenstände lassen sich mit wenig Aufwand wieder instand setzen – in Repair-Cafés oder zu Hause.
  • Abfälle trennen: Nachhaltiges Handeln bedeutet auch, Ressourcen möglichst im Kreislauf zu halten. Trenne deinen Abfall konsequent und führe Wertstoffe wie Papier, Glas, PET, Aluminium und Elektronik der Wiederverwertung zu. So können wertvolle Rohstoffe wiederverwendet werden.
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