10 Tipps zum Stromsparen im Alltag
Wenn man die energieintensivsten Bereiche im Haushalt ausfindig gemacht hat, kann man mit einfachen Tipps den Stromverbrauch im Haushalt optimieren.
1. Verwende Mehrfachsteckdosenleisten mit Ein-/Ausschalter
Eine Steckdosenleiste mit Schalter hilft, Strom zu sparen. Wenn du die Leiste ausschaltest, werden die Geräte automatisch vom Stromnetz getrennt. So wird verhindert, dass Geräte wie Fernseher, Computer und Co. im Stand-by-Modus Strom verbrauchen.
2. Wäsche bei mittleren Temperaturen waschen
Grundsätzlich benötigt ein Waschgang bei höheren Temperaturen mehr Energie: Ein Programm mit 60 Grad verbraucht etwa 45 Prozent mehr Strom als ein Programm mit 40 Grad. Wenn die Wäsche nicht stark verschmutzt ist, lohnt es sich also, die Temperatur zu reduzieren. Für normale Buntwäsche reichen oft 30 Grad aus. Die Energiesparprogramme moderner Waschmaschinen sorgen zudem dafür, dass die gleiche Waschleistung auch bei niedrigeren Temperaturen erreicht wird.
3. Auf den Tumbler verzichten
Der Stromverbrauch eines Tumblers ist doppelt bis dreifach so hoch wie beim Waschen: Rund 480 kWh Strom benötigt ein vierköpfiger Haushalt im Schnitt jährlich zum Tumblern. Wer seine Wäsche an der Leine trocknet, schont damit nicht nur die Kleidung, sondern spart auch Strom.
4. Kühlschrank richtig einstellen
Je tiefer die Temperaturen im Kühlschrank, desto mehr Strom verbraucht das Gerät. Die ideale Kühlschranktemperatur im Bereich der mittleren Kühlschrankfächer liegt bei fünf bis sieben Grad. Mit einem Thermometer kannst du die Temperatur in der gewünschten Zone überprüfen. Im Kühlschrank ist es ausserdem nicht überall gleich warm – zuoberst ist es wärmer als im untersten Fach. Nutze die verschiedenen Kältezonen zu Gunsten der Haltbarkeit von Lebensmitteln: Oberstes Fach: Gekochte Speisen, geöffnete Gläser. Mittleres Fach: Milchprodukte. Unteres Fach: Fleisch und Fisch. Gemüsefach: Gemüse, Salat und Früchte
5. Kühl- und Gefrierschrank bei längerer Abwesenheit ausschalten
Während den Ferien herrscht oftmals gähnende Leere im Kühlschrank. Um keine unnötige Energie zu verbrauchen, bietet es sich daher bei längeren Abwesenheiten ab drei Wochen an, den Kühl- sowie Gefrierschrank auszuschalten. Denke aber daran, den Kühlschrank zu enteisen – eine Wasserlache ist keine schöne Überraschung. Dasselbe gilt für möglichen Schimmelbefall. Deshalb sollte die Türe offen stehen.
6. Beim Kochen den Deckel aufsetzen
Wer den Deckel beim Kochen auf der Pfanne lässt, kann damit die Wärme im Innern halten. Damit verkürzt sich nicht nur die Kochdauer und du sparst ausserdem rund 25 Prozent Energie.
7. Warmwasserverbrauch reduzieren
Wer weniger lang warm duscht, die Wäschetrommel ganz füllt und den Wasserhahn mit Warmwasser nicht unnötig laufen lässt, spart Warmwasser und damit einhergehend Energie.
Heimliche Stromfresser:
Aquarien
Das Unterwasserleben kleiner Fische benötigt ordentlich Storm: Ein Aquarium, das 200 Liter fasst, verbraucht jährlich ungefähr 1200 kWh. Verantwortlich dafür sind die Beleuchtung, der Betrieb der Pumpen, der Ventile und des Filters sowie die Wassererwärmung.
Wasserbett
Wasserbetten werden mit 200 bis 400 Liter Wasser befüllt, das auf ungefähr 27 Grad erwärmt wird. Das verbraucht Energie – bis zu 400 kWh frisst der Schlafkomfort jährlich. Der effektive Stromverbrauch ist jedoch von der Qualität der Isolation abhängig. Je besser die Isolation der Matratze, desto geringer der Wärmeverlust und somit der Stromverbrauch.
8. Energieeffiziente Beleuchtung wählen
LED-Lampen benötigen gegenüber Glüh- oder Halogenglühlampen 80 bis 90 Prozent weniger Strom für die gleiche Lichtausbeute. Zwar sind LED-Lampen in der Anschaffung etwas teurer, mit einer Lebensdauer von bis zu 50'000 Stunden machen sie den höheren Preis jedoch langfristig wieder wett. Die Qualität einer guten LED-Lampe erkennst du beim Kauf an der Energieklasse A++ sowie an einer Lebensdauer von mindestens 15'000 Betriebsstunden.
9. Energieeffizienz von Elektronikgeräten beachten
Es gelten verschiedenen Energieeffizienzstandards bei Haushaltsgeräten und Beleuchtung. Welcher Standard gilt und wie gut das Gerät hinsichtlich des Strom- oder Wasserverbrauchs abschneidet, verraten die Energieeffizienzetiketten. Wer ein neues Haushaltsgerät kauft, sollte deshalb unbedingt darauf achten.
10. Heizung runterdrehen
Die Raumtemperatur zuhause hat nicht nur einen Einfluss auf das eigene Wohlbefinden, sie wirkt sich auch auf das Portemonnaie aus. Pro Grad Celsius können rund 10 Prozent Heizenergie gespart werden. Als Richtwert: Für Wohn- und Arbeitsräume liegt die optimale Raumtemperatur auch in Wintermonaten zwischen 20 und 22 Grad. Im Schlafzimmer von Erwachsenen gelten 16 bis 18 Grad als gesund, in der Küche sind 18 bis 20 Grad ideal.