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Heizkosten sparen: So reduzierst du deinen Energieverbrauch

ca. 4 Leseminuten in Zusammenarbeit mit Marc Betschart, GVB Privatversicherungen AG
Person stellt den Thermostat an einem Heizkörper ein, um Heizkosten zu sparen.

Heizung und Warmwasseraufbereitung verursachen rund drei Viertel der jährlichen Energiekosten eines Privathaushalts. Mit unseren Tipps verbrauchst du weniger Energie, senkst deine Heizkosten und schonst gleichzeitig die Umwelt.

Experte in diesem Artikel

Marc Betschart
GVB Privatversicherungen AG

Marc Betschart ist Leiter Technische Kundenbetreuung bei der GVB Privatversicherungen AG. Sein Fachbereich umfasst Gebäudeschätzungen, Schadenregulierung und die Betreuung von Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümern.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit der richtigen Raumtemperatur heizt du effizient: In Wohnräumen reichen meist 19–20 °C, im Schlafzimmer und wenig genutzten Räumen genügen 17–18 °C. So sparst du Energie, ohne auf Komfort zu verzichten.
  • Vermeide unnötige Wärmeverluste: Lüfte mehrmals täglich kurz mit weit geöffneten Fenstern, halte Heizkörper frei und dichte Zugluft an Fenstern und Türen ab.
  • Optimiere deine Heizungsanlage: Warte sie regelmässig, reduziere die Temperatur bei längerer Abwesenheit und nutze – wenn möglich – smarte Thermostate oder automatische Heizprogramme.

10 Tipps für energiesparendes Heizen

  1. Raumtemperatur gezielt einstellen: 19–20 °C reichen meist – Bad etwas wärmer, Schlafzimmer kühler.
  2. Fenster offen? Heizung aus: Beim Schlafen mit offenem Fenster Thermostat zudrehen.
  3. Bei Abwesenheit drosseln: Heizung auf Sparbetrieb stellen, Thermostat eine Stufe zurückdrehen.
  4. Heizung frühzeitig abstellen: In der Übergangszeit flexibel bleiben – Pumpe nicht vergessen.
  5. Heizkörper entlüften: Regelmässige Wartung und Entlüftung erhöhen die Effizienz.
  6. Wärme drinnen halten: Roll- und Fensterläden abends schliessen, tagsüber die Sonne nutzen.
  7. Heizkörper nicht zustellen: Keine Möbel oder schweren Vorhänge vor Radiatoren platzieren.
  8. Durchzug führt zu Wärmeverlusten: Fenster, Türen und Cheminéeklappen schliessen sowie undichte Stellen abdichten.
  9. Richtig lüften: Mehrmals täglich kurz stosslüften, statt Fenster dauerhaft zu kippen.
  10. Automatisieren mit System: Smarte Heizsteuerung spart Energie – Mindesttemperatur im Haus beachten (16–19 °C).

Checkliste: Energie sparen im Haushalt

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Checkliste: Energie sparen im Haushalt

Tipps und Tricks, wie du im Haushalt Energie sparen kannst. Mit der Checkliste (Word) vergisst du nichts mehr.

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Wann solltest du die Heizung abschalten?

Noch nie war der Ruf nach Energiesparen dringender als jetzt. Da liegt es nahe, die Heizung nur dann zu verwenden, wenn sie auch wirklich gebraucht wird. Aber ganz so einfach ist es nicht.

Was kann geschehen, wenn die Heizung bei tiefen Aussentemperaturen abgeschaltet wird? Dazu Marc Betschart von der Technischen Kundenbetreuung der GVB: «Wird ein Gebäude bzw. werden einzelne Räume über längere Zeit nicht beheizt, kann es zu Frostschäden in wasserführenden Leitungen kommen.» Der Experte weist darauf hin, dass solche Schäden von der GVB Aqua der GVB Privatversicherungen AG auch nicht übernommen werden. Möchtest du in unbeheizten Bauten oder Räumen Frostschäden vermeiden, müssen bei Frostgefahr sämtliche Leitungen vorgängig entleert werden.

Zudem lauern in unterkühlten Bauten noch weitere gravierende Gefahren: «Wird ein Gebäude über längere Zeit nicht beheizt, kühlt die Bausubstanz ab. Dies kann zu verschiedenen Folgeschäden führen, wie Risse, Ablösung von Beschichtungen, Kondenswasser infolge erneuter Aufwärmung oder Schimmelbildung in Innenräumen», erläutert Marc Betschart. Und auch hier kommen die Gebäudeversicherungen nicht für die Schäden auf.

Welche Mindesttemperatur sollte ein Gebäude haben?

In Gebäuden ist ständig eine minimale Temperatur erforderlich, um mögliche Schäden an der Bausubstanz abzuwenden. Aber wie hoch sollte diese sein? Marc Betschart: «16 bis 19 Grad Celsius reichen völlig aus. Wem das zu kalt ist, kann punktuell über Einzelfeuerungen Wärme beisteuern.» Letzteres gilt insbesondere für Fussbodenheizungen, die in der Regel Niedertemperaturanlagen sind. Im Vergleich zu Hochtemperaturheizungen mit Radiatoren brauchen Fussbodenheizungen länger, um Räume wieder aufzuheizen.

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Empfohlene Raumtemperaturen

Raum Empfohlene Temperatur Thermostat (Richtwert)
Wohnzimmer 20–22 °C 3–4
Schlafzimmer 17–18 °C 2
Badezimmer 20–22 °C 3–4
Homeoffice 20 °C 3
Hobbyraum 17–18 °C 2
Flur und übrige Räume 17–18 °C 2

Ist eine Nachtabsenkung sinnvoll?

Modernere Heizanlagen verfügen über die Möglichkeit, nachts die Temperatur zu senken. Bei älteren Anlagen ist dies auch über die Handsteuerung möglich. Aber lohnt sich das in jedem Fall? Nicht immer. In gut isolierten Gebäuden, in denen Wärme lange gespeichert werden kann, trägt die Nachtabsenkung zu einem geringeren Energieverbrauch und somit auch zu tieferen Heizkosten bei. Bei schlecht isolierten Bauten ist es hingegen gut möglich, dass die Einsparung an Energie über Nacht durch das erneute starke Aufheizen am darauffolgenden Morgen zunichtegemacht wird. Als Faustregel gilt: Fällt die abgesenkte Temperatur während der Nacht um mehr als drei Grad, so ist die Nachtabsenkung nur mit Bedacht einzusetzen.

Häufige Fragen

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