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Lebensmittel richtig lagern: Energie und Lebensmittel sparen

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Frau lagert Lebensmittel nachhaltig, um ihre Haltbarkeit zu verlängern und Food Waste zu reduzieren.

Lies hier, wie man Lebensmittel lagert und aufbewahrt, damit sie möglichst lange haltbar bleiben – und wann man sie entsorgen sollte.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer Lebensmittel richtig lagert, verlängert ihre Haltbarkeit deutlich, spart Energie und reduziert Food Waste, entscheidend sind Temperatur, Licht und Luftfeuchtigkeit sowie die richtige Trennung bestimmter Produkte wie Äpfel und Gemüse.
  • Die passende Aufbewahrung hängt vom Lebensmittel ab, Brot braucht Luftzirkulation, Kartoffeln Dunkelheit bei 6 bis 10 °C, Tomaten Raumtemperatur, Eier konstante Kühle, auch der Kühlschrank sollte systematisch eingeräumt werden.
  • Haltbare Produkte wie Mehl, Reis oder Nüsse gehören trocken und dunkel in den Vorratsschrank, angebrochene Packungen am besten in luftdichte Behälter mit Datum, so behältst du den Überblick über das Haltbarkeitsdatum.
  • Mit Bienenwachstüchern lagerst du viele Lebensmittel plastikfrei und nachhaltig, sie eignen sich für Gemüse, Brot oder Schüsseln im Kühlschrank, jedoch nicht für Fleisch, Fisch oder stark fetthaltige Produkte.
  • Beim Verbrauchsdatum gilt Vorsicht, leicht verderbliche Lebensmittel sollten nach Ablauf nicht mehr gegessen werden, beim Mindesthaltbarkeitsdatum darfst du prüfen, riechen und schauen, oft sind Produkte noch geniessbar.

Tipps zum Aufbewahren von beliebten Lebensmitteln

Äpfel aufbewahren

Weil sie nachreifen, sollten sie kühl und in einem gut belüfteten Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit gelagert werden. Ideal sind dunkle Keller und Garagen, sofern in Letzteren die Temperatur nicht unter Null fällt. Weil Äpfel beim Reifen das Gas Ethylen abgeben, lagert man sie am besten in einem separaten Raum und nicht zusammen mit Gemüse und Kartoffeln.

Brot aufbewahren

Brot, das zum baldigen Verzehr bestimmt ist, kann man im Papier lassen. Ansonsten packt man es in einen Brotsack aus Leinen oder Baumwolle, oder in eine Brotdose aus Holz, Keramik oder Steingut, die mit Luftlöchern versehen ist. Die gute Durchlüftung hält Brot u.a. knusprig. Die Brotdose sollte deshalb auf der Küchenabdeckung stehen und nicht in einem Schrank verstaut werden.

Eier aufbewahren

Eier können im Kühlschrank oder in einem kühlen Keller gelagert werden. Weil sie gleichmässige Temperaturen benötigen, darf man sie nicht auf einmal an einen wärmeren Ort umplatzieren. Sind sie also im Kühlschrank, bleiben sie bis zum Verzehr dort.

Kartoffeln aufbewahren

Sie müssen dunkel gelagert werden, weil sie am Licht den Giftstoff Solanin produzieren (was man an grünen Verfärbungen erkennt). Ideal ist die Lagerung in einem trockenen Keller bei einer Temperatur von 6-10 °C. Die Branchenorganisation der Schweizer Kartoffeln rät, die Kartoffeln nebeneinander (und nicht gestapelt) in eine Holzkiste zu legen, die mit Zeitungspapier ausgelegt ist.

Kräuter aufbewahren

Frische Kräuter sind nicht lange haltbar und sollten daher möglichst schnell aufgebraucht, eingefroren oder weiterverarbeitet werden. Für einen Tag kann man sie – nach dem Pflücken oder dem Öffnen der Verpackung – wie einen Blumenstrauss in ein Wasserglas stellen. Eine Ausnahme ist Schnittlauch. Ganze Zweige lassen sich auch in ein Bienenwachstum wickeln.

Tomaten aufbewahren

Sie sollten dunkel bei Raumtemperatur gelagert werden, damit sie ihren Geschmack behalten. Die Nähe zu Äpfeln bekommt ihnen nicht. 

Lebensmittel für den Vorratsschrank 

Im Vorratsschrank können länger haltbare Lebensmittel aufbewahrt werden, die dunkel und trocken, aber nicht kühl gelagert werden müssen. Dies sind u.a. Zucker, Mehl, Reis, Teigwaren und Pseudo-Getreide wie Quinoa oder Hirse. In den Vorratsschrank gehören weiter Nüsse, Trockenfrüchte, Kaffee, Schokolade und Kakaopulver, Cracker und Knäckebrot, Müesliflocken, pflanzliche Öle und UHT-Milch. Angebrochene Packungen, die man nicht schnell aufbraucht, kann man in luftdichte Behälter umfüllen und mit dem Haltbarkeitsdatum beschriften.

Aufbewahrung im Kühlschrank

Das Einräumen des Kühlschranks ist eine Kunst für sich. Zudem gibt es grosse Unterschiede bei den Kühlschränken, da einige mit speziellen Funktionen wie Belüftungen oder Keller- und Kaltlagerfächern ausgestattet sind. Erste Regel ist deshalb: Die Angaben des Kühlschrank-Herstellers befolgen. Er weiss am besten, was in welches Fach gehört. Mit diesen Tipps machst du grundsätzlich alles richtig:

  • Der oberste Bereich des Kühlschranks ist für Eier, Butter und verzehrbereiten Käse, Konfitüre und Desserts bestimmt. 
  • In die Mitte kommen Milchprodukte, Tuben, Gläser und Ketchup sowie teilweise oder vollständig fertig gekochte Speisen. 
  • Im nächst unteren Bereich lagert man Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte sowie Käse und gefrorene Lebensmittel, die am Auftauen sind. 
  • Zuunterst befindet sich die Gemüseschublade, wo auch Salate und Beeren hingehören. 

Gemüse im Keller lagern

Nebst Äpfeln und Kartoffeln kann man auch Gemüse im Keller lagern. Geeignet sind alle Wurzelgemüse, Zwiebeln und Knoblauch. Was es alles zu beachten gilt, damit das Gemüse gut hält, liest du hier: Obst und Gemüse richtig lagern

Nachhaltig: Bienenwachstücher statt Frischhaltefolie

Wer Lebensmittel richtig lagert, hält sie länger frisch und beugt Food Waste vor. In der nachhaltigen Küche kommt es jedoch nicht nur darauf an, wo man Lebensmittel aufbewahrt, sondern auch wie. Am besten tut man dies natürlich plastikfrei. Ein wahrer Nachhaltigkeitsprofi ist das Bienenwachstuch, das sich zigmal wiederverwenden lässt. Darin kann man Gemüse, Salat, Küchenkräuter, Früchte und Obst, Brot und vegetarische Sandwiches einwickeln. Bienenwachstücher sind auch ideal, um Anschnitte abzudecken, zum Beispiel von Gurken oder Zitronen. Nach dem gleichen Prinzip deckt man mit Bienenwachstüchern Schüsseln mit Lebensmitteln ab, die man im Kühlschrank aufbewahren will – Klarsichtfolie ade!

Bei Fisch, Meeresfrüchten und Fleisch hingegen heisst es: Hände weg. Denn die darin enthaltenen Bakterien können beim Reinigen des Bienenwachstuchs – immer nur mit kaltem Wasser – nicht vollständig beseitigt werden. Auch fetthaltige Lebensmittel wie Käse oder Guetzli oder Desserts gehören nicht ins Bienenwachstuch.

Lebensmittel richtig aufbewahren: Bienenwachstuch
Nach dem gleichen Prinzip deckt man mit Bienenwachstüchern Schüsseln mit Lebensmitteln ab, die man im Kühlschrank aufbewahren will – Klarsichtfolie ade!

Verbrauchsdatum und Haltbarkeitsdatum von Lebensmitteln

Das Verbrauchsdatum gibt bei leicht verderblichen Lebensmitteln (die gekühlt aufbewahrt werden) an, bis wann sie gegessen werden müssen. «Zu verbrauchen bis», heisst es auf der Packung. Die Stiftung für Konsumentenschutz empfiehlt die strikte Einhaltung des Verbrauchsdatums für alle älteren Personen, Schwangere und kleinen Kinder. Auch Hackfleisch, Fisch und Meeresfrüchte sollte nach Ablauf des Verbrauchsdatum nicht mehr konsumiert werden. Anderes Fleisch und Fertigprodukte können danach noch für bis zu 24 Stunden geniessbar sein. Für Milchprodukte und Eier gelten noch längere Fristen. Mehr Informationen findest du auf der Website der Stiftung für Konsumentenschutz. Halte dich jedoch nicht strikt an die Angaben zur «Verlängerung», sondern riech am Produkt und schau genau hin. Ist zum Beispiel die Verpackung aufgebläht, sollte das Lebensmittel entsorgt werden.

Das Haltbarkeitsdatum («Mindestens haltbar bis») gibt an, wie lange länger haltbare Lebensmittel ohne Qualitätseinbussen gelagert werden können. Diese Lebensmittel können nach dem Ablauf des Haltbarkeitsdatums immer noch verzehrt werden, schmecken aber möglicherweise nicht mehr so gut. Schokolade und Tiefkühlprodukte zum Beispiel sind einige Monate über das Haltbarkeitsdatum hinaus geniessbar, bei UHT-Milch gilt eine Frist von zehn Tagen.

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Der Tipp zum Schluss

Wenn du Tupperware-, Silikonbehälter und Gefässe aus Edelstahl für die Lagerung von Lebensmitteln besitzt, dann benutze sie weiterhin. Zwar sind sie punkto Material nicht die beste Wahl. Aber zum nachhaltigen Leben gehört es, Bestehendes so lange wie möglich zu nutzen und so spät wie möglich zu ersetzen.

Häufige Fragen

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