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Haustiere vertragen sich nicht: Ursachen und Lösungen

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Zwei Katzen stehen sich fauchend auf einer Wiese gegenüber und zeigen aggressives Verhalten.

Als treue Begleiter und selbstständige Gefährten erfreuen Hunde und Katzen die Herzen ihrer Besitzerinnen und Besitzer. Allerdings kommt es unter den Vierbeinern mitunter zu Querelen. Dann ist schnelles Handeln angezeigt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Konflikte zwischen Hunden und Katzen entstehen häufig nach Veränderungen im Haushalt, besonders wenn ein neues Tier dazukommt oder ein Tier geschlechtsreif wird.
  • Für ein harmonisches Zusammenleben ist die Auswahl des passenden Gefährten entscheidend. Alter, Charakter und Sympathie beeinflussen, ob sich Tiere langfristig verstehen.
  • Nach einer Zusammenführung solltest du das Verhalten der Tiere aufmerksam beobachten. Rückzug, Provokationen oder verändertes Verhalten können auf Spannungen hinweisen, die nicht immer sofort erkennbar sind.
  • Werden Konflikte früh erkannt, bestehen gute Chancen auf eine Lösung. Bei geschlechtsreifen Tieren kann eine Kastration helfen, während Fachpersonen bei komplexeren Problemen geeignete Massnahmen empfehlen können.
  • Wichtig ist, Streitigkeiten nicht eskalieren zu lassen. Wer rechtzeitig professionelle Unterstützung sucht, kann das Zusammenleben der Tiere oft nachhaltig verbessern.

Warum sich Haustiere plötzlich nicht mehr vertragen

Wenn in einem Haushalt mehrere Katzen oder Hunde leben, ist nicht immer eitel Sonnenschein angesagt. Insbesondere Veränderungen haben das Potenzial, Disharmonie ins Haus zu bringen. Am häufigsten ist dies der Fall, wenn ein neues Tier zu einer bestehenden Gemeinschaft stösst. Doch auch wenn ein Vierbeiner geschlechtsreif wird, kann es mit dem Frieden vorbei sein. Etwa wenn die Katzenbrüder nicht mehr Spielgefährten, sondern Konkurrenten sind.

Die richtige Zusammenführung von Katzen und Hunden

Erhält die Katzen- oder Hundegemeinschaft Zuwachs, werden die Weichen für ein harmonisches Zusammenleben bereits im Voraus gestellt – bei der Auswahl des neuen Tieres. Ob sich die Vierbeiner vertragen, hängt nämlich davon ab, wie gut sie zusammenpassen, sagt Therese Beutler, Tierpflegerin im Tierheim Oberbottigen:

«Tiere, die sich vom Charakter und vom Alter her ähnlich sind, werden sich eher verstehen als ein älteres Tier, dem man einen jungen, quirligen Gefährten zur Seite stellt. Bei ausgesprochenen Einzelgängern empfiehlt es sich, kein zweites Tier ins Haus zu holen. Und schliesslich ist wie bei Menschen auch bei Hunden und Katzen vieles eine Frage der Sympathie.»

Bei der ersten Begegnung ist ebenfalls Fingerspitzengefühl wichtig. Es empfiehlt sich, die Zusammenführung behutsam anzugehen und die Tiere zunächst getrennt zu halten, sei es mit Kindergittern oder, bei Hunden, mit einer Leine.

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Tiere nach der Zusammenführung aufmerksam beobachten

Nach der Zusammenführung geht es darum, die Tiere gut zu beobachten. Denn nicht bei allen Hunden und Katzen ist auf den ersten Blick ersichtlich, dass sie nicht miteinander auskommen. So reagieren manche Tiere auf die neue Situation mit Rückzug. Bei Katzen mit Freigang kommt es laut Therese Beutler sogar vor, dass sie weglaufen und sich ein neues Zuhause suchen.

Achtsamkeit hilft zudem, den Störenfried überhaupt zu erkennen. Gerade in einem Haushalt, in dem Hunde und Katzen leben, ist es zuweilen so, dass die Katze den Hund provoziert, ohne dass dies den Besitzerinnen und Besitzern auffällt. Therese Beutler sagt weiter:

«Dazu zählen etwa das Fixieren des Hundes, wenn dieser schläft, oder das absichtlich nahe Vorbeigehen an seinem Schlafplatz. Reagiert der Hund auf diese Provokationen, geben seine Besitzerinnen und Besitzer meist ihm die Schuld am Streit unter den Vierbeinern.»

Professionelle Hilfe holen, wenn sich Haustiere nicht vertragen

Hat man erkannt, dass sich die Tiere nicht vertragen, ist schnelles Handeln angebracht. Dazu sagt Therese Beutler:

«Wer das Problem zügig angeht, hat gute Chancen, dass sich der Konflikt lösen lässt.»

Bei geschlechtsreifen Katzen und Hunden hilft meist eine Kastration. Welche Massnahmen bei Konflikten in neu zusammengesetzten Gemeinschaften helfen, wissen Verhaltenstierärztinnen und Verhaltenstierärzte oder Tierpsychologinnen und Tierpsychologen.

Laut der Tierpflegerin ist es wichtig, jemanden zu wählen, der viel Erfahrung besitzt. Welches Diplom die betreffende Person besitzt, sei hingegen zweitrangig.

Lässt du die Situation stattdessen eskalieren, können auch Fachpersonen nicht mehr viel ausrichten. Dies kommt laut Therese Beutler aber eher selten vor. Werden im Tierheim Oberbottigen Katzen und Hunde abgegeben, dann meist, weil ihre Besitzerinnen und Besitzer zu wenig Zeit für sie haben.

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