myky

Wohnungskatze: Haltung und Tipps

ca. 4 Leseminuten
Schlafende grau-getigerte Wohnungskatze auf einem Sofa.

Du möchtest eine samtpfotige Mitbewohnerin bei dir aufnehmen? Wir geben dir Tipps zur tiergerechten Haltung von Katzen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Wohnungskatze sollte idealerweise von klein auf in der Wohnung leben. Katzen, die bereits Freigang gewohnt sind, lassen sich nur schwer an ein reines Leben in Innenräumen gewöhnen.
  • Für eine tiergerechte Wohnungshaltung braucht es ausreichend Platz, Rückzugsorte, erhöhte Liegeflächen und Möglichkeiten zur Beschäftigung. Sozial verträgliche Katzen sollten insbesondere bei berufstätigen Halterinnen und Haltern nicht allein gehalten werden.
  • Ein katzensicherer Balkon erhöht die Lebensqualität von Wohnungskatzen, muss aber vollständig gesichert werden, um Stürze zu verhindern. Für die Montage eines Netzes oder einer Katzenklappe ist in Mietwohnungen die Zustimmung des Vermieters erforderlich.
  • Zur Grundausstattung gehören ein Kratzbaum, Schlafplätze, Futternapf, mehrere Wasserschalen sowie Katzengras. So können natürliche Bedürfnisse wie Kratzen, Ruhen und Fellpflege ausgelebt werden.
  • Die Katzentoilette sollte offen, gut zugänglich und nicht neben dem Futterplatz stehen. Als Faustregel gilt: Im Haushalt sollte es immer eine Toilette mehr geben als Katzen leben.

Katzen als Haustiere: Verantwortung und Verpflichtung

Katzen sind wunderbare Kameraden und als Haustiere entsprechend beliebt. Sie sollten jedoch nicht unüberlegt angeschafft werden: Katzen können rund 20 Jahre alt werden. Dies bringt eine langfristige finanzielle Verpflichtung mit sich.

Freilauf oder Wohnungshaltung

Eine wichtige Entscheidung, die Katzenhalterinnen und Katzenhalter treffen müssen, ist die des Freilaufs. Die ungehinderte Freilaufhaltung mit Katzenklappe ist unbestritten tiergerechter. Liegt die Wohnung aber in der Nähe von vielbefahrenen Strassen oder auf einer hohen Etage, kann eine Wohnungshaltung besser sein. Damit sie tiergerecht ist, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein:

Von klein auf drinnen: Nicht jede Katze eignet sich als Stubentiger. So ist es unabdingbar, dass eine Wohnungskatze stets drinnen gehalten wird. Wenn Katzen einmal freien Auslauf und die unterschiedlichsten Umweltreize genossen haben, ist es ausserordentlich schwierig und sehr fragwürdig, sie an ein reines «Stuben-Leben» zu gewöhnen. Bauernhofkatzen sind deshalb nicht für die Wohnungshaltung geeignet. Die Umsiedlung einer «Heimkatze» von einer grösseren in eine kleinere Wohnung ist hingegen kein Problem, sofern das neue Zuhause alle Katzenbedürfnisse erfüllt.

Keine Einzelhaltung bei Berufstätigkeit: Katzen haben eine soziale Ader und dieser muss entsprochen werden. Auch wenn der Mensch die nötige Zuwendung leistet, ist es ratsam, Kontakte mit sozialisierten Artgenossen zu ermöglichen. Gerade bei Berufstätigen ist es daher zentral, mit Artgenossen sozialisierte Wohnungskatzen nicht einzeln zu halten, da diese sonst vereinsamen würden. Anders ist es bei Einzelgängerkatzen, die kein weiteres Tier neben sich dulden.

Service Teaser Experten

Suchst du die richtigen Expertinnen oder Experten für dein Projekt?

Finde geprüfte Fachpersonen in deiner Nähe und erhalte Unterstützung für deine Sanierung oder Modernisierung.

Zimmer mit Aussicht

Ebenso wichtig ist es, den Lebensraum zum Wohl der Samtpfoten zu gestalten: Pro Katze braucht es mindestens ein stets zugängliches Zimmer. Darüber hinaus muss der Schlafplatz mit Bedacht gewählt werden, was Katzen meist selbst erledigen. Warme, weiche, dunkle Ruheplätze – frei von Zugluft und Störungen – wie beispielsweise die Schublade eines Kleiderkastens sind bevorzugte Nachtlager. Erforderlich sind weiter erhöhte Liegeplätze und die Möglichkeit, die Räume dreidimensional zu nutzen. Sprich, erhöhte «Aussichtsplattformen» wie Bücherregale sollten zugänglich sein. Auch der Blick von einem abgesicherten Balkon oder Fenster lässt Katzen-Herzen höherschlagen.

Katzensicherer Balkon

Wohnungskatzen mit Zugang zu einem Balkon oder einer Terrasse leben mitunter gefährlich: Vögel fliegen nicht nur vorbei, sondern machen es sich auf der Brüstung gemütlich, Bienen statten Blüten einen Besuch ab, und auch auf der Strasse kann es einiges zu sehen geben. Bei so viel Ablenkung ist es schnell passiert, dass eine Katze für einen Moment unachtsam ist und ihr Gleichgewicht verliert. Tut sie dies auf einem nicht abgesicherten Balkon oder einer ebensolchen Terrasse, kann dies schlimme Folgen haben: Je nach Höhe des Falls kommt die Mieze nicht bloss mit Prellungen davon. Eine Einzäunung des Balkons oder der Terrasse beugt dieser Gefahr vor.

Durchgehende Einzäunung empfehlenswert

Die gute Nachricht: Für jeden Balkon und jede Terrasse gibt es das passende Netz. Je grösser die einzuzäunende Fläche jedoch ist, desto teurer wird das Unterfangen. Da Katzen gewiefte Kletterkünstler sind, empfiehlt sich eine durchgehende Einzäunung, so dass alle Seiten gesichert sind. Ansonsten klettert die Katze am Netz hoch und hangelt sich dann auf die Aussenseite – womit die Schutzfunktion des Netzes hinfällig wird.

Service Teaser Projekt de

Unsicher, welche Schritte bei deinem Projekt wichtig sind?

Nutze strukturierte ToDo-Listen und klare Abläufe, damit du nichts vergisst und bei deinem Projekt deiner Wahl effizient vorgehst.

Die Vermieterin oder der Vermieter redet mit

Der Grundsatz, der für die Haltung von Hunden und Katzen gilt, kommt auch bei baulichen Veränderungen wie dem Anbringen eines Katzennetzes oder eine Katzenklappe zur Anwendung: Die Vermieterin oder der Vermieter muss im Vorfeld seine Zustimmung erteilen. Doch auch bei einem positiven Entscheid ist es damit in der Regel nicht einfach gemacht: Die Zustimmung der Vermieterin oder des Vermieters erfolgt oft mit der Auflage, dass die Mieterin oder der Mieter beim Auszug den ursprünglichen Zustand wiederherstellen lässt – für die damit verbundenen Kosten muss er oder sie selbst aufkommen. Zumindest im Falle von Katzennetzen sind diese glücklicherweise gering.

Kratzbaum und Katzentoilette

  • Zur tiergerechten Einrichtung gehören ferner einige ausgewiesene «Katzen-Utensilien» wie z. B. ein Kratzbaum. Oder möchtest du, dass dein kleiner vierbeiniger Freund seine Krallen an Möbeln, Vorhängen oder Tapeten wetzt?
  • Eine Schale mit Katzengras hilft deinem Etagentiger zudem, die Haarballen aus dem Magen zu beseitigen, die durch das Ablecken und die Pflege des Fells entstanden sind.
  • Ebenfalls ein Muss für jedes Büsi sind ein Futternapf und mindestens zwei an verschiedenen Orten platzierte Wasserschälchen.
  • Bei der Katzentoilette gilt die Faustregel: Eine Toilette mehr als Katzen im Haushalt leben. Die Toilette muss offen sein und darf nicht unter Möbelstücken wie einem Waschbecken platziert werden. Zudem brauchen die Katzen freie Sicht, wenn sie sich in der Toilette aufhalten. Weiter muss sich die Toilette an einem anderen Ort als der Futterplatz befinden.
  • Ungefährliche Spielobjekte wie beispielsweise Kartonschachteln mit fremden Gerüchen runden das «Katzenparadies» in den eigenen vier Wänden ab.
Hausdossier V 2 500x500px Pos

Wie behältst du den Überblick über dein Wohneigentum?

Wo bewahre ich wichtige Dokumente auf? Wann ist welche Wartung fällig? Wie plane ich eine Sanierung richtig? Genau hier setzt myky an und schafft mit dem myky-Dossier Klarheit und Zugriff auf alles Wichtige an einem zentralen, sicheren Ort.

Häufige Fragen

Themen in diesem Artikel

Artikel teilen

War dieser Artikel hilfreich?

Danke für dein Feedback!

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuche es später erneut.

Newsletter V2 500x500px Pos

Tipps für dein Zuhause

Abonniere unsere Newsletter und erhalte regelmässig Tipps rund um dein Zuhause.