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Aufräumen im Haushalt: So schaffst du dauerhaft Ordnung

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Ordnungssystemen und clever genutztem Stauraum nach der Methode von Marie Kondo.

Aufräumen bedeutet mehr, als Dinge schnell aus dem Blickfeld zu räumen. Wer die Wohnung organisieren und langfristig Ordnung halten will, braucht ein einfaches System: zuerst aussortieren, dann klare Plätze definieren und danach alltagstauglich verstauen. Diese überarbeitete Anleitung zeigt dir Schritt für Schritt, wie du Zimmer, Kleiderschrank, Küche, Bad, Homeoffice und Stauraum sinnvoll ordnest – ohne komplizierte Regeln und mit praktischen Tipps für den Alltag.

Das Wichtigste in Kürze

  • Langfristige Ordnung beginnt mit konsequentem Ausmisten: Behalte, was du regelmässig brauchst, was zu deinem Alltag passt oder einen echten persönlichen Wert hat.
  • Jeder Gegenstand braucht einen festen Platz. Je einfacher das Ordnungssystem ist, desto leichter bleibt es im Alltag bestehen. 
  • Aufräumen und Putzen solltest du trennen: Zuerst wird aussortiert und eingeräumt, danach lassen sich Flächen viel schneller reinigen. 
  • Kleidung, Dokumente und Kleinkram bleiben übersichtlicher, wenn du sie nach Kategorien sortierst und gut sichtbar aufbewahrst.
  • Stauraum entsteht nicht nur durch neue Möbel, sondern vor allem durch Reduktion, klare Zonen und clevere Nutzung von Nischen, Schrägen und Treppen. 

Ordnug halten: 5 praktische Tipps

1. Erst ausmisten, dann aufräumen

Bevor du neue Boxen kaufst oder Schränke umräumst, solltest du deinen Besitz kritisch prüfen. Gehe Kategorie für Kategorie vor: Kleidung, Bücher, Dokumente, Küchenutensilien, Vorräte, Spielzeug, Deko oder Technik. So erkennst du schneller, was mehrfach vorhanden ist, nicht mehr funktioniert oder seit Jahren ungenutzt bleibt. Entscheide bewusst: Brauche ich diesen Gegenstand? Passt er zu meinem heutigen Alltag? Würde ich ihn wieder kaufen? Was nicht mehr gebraucht wird, kann verkauft, verschenkt, gespendet, recycelt oder fachgerecht entsorgt werden.

2. Jeder Gegenstand bekommt einen festen Platz

Ordnung bleibt nur dann bestehen, wenn klar ist, wohin ein Gegenstand nach Gebrauch zurückkehrt. Ladekabel, Schlüssel, Dokumente, Sporttaschen oder Bastelmaterial sollten deshalb nicht irgendwo abgelegt werden, sondern eine eindeutige Adresse haben. Praktisch sind einfache Zonen: alles für den Eingang in der Garderobe, alles fürs Homeoffice am Arbeitsplatz, alles für Reparaturen in einer Werkzeugbox. Je weniger Ausnahmen es gibt, desto schneller räumst du automatisch auf. 

3. Kleine Etappen statt Grossprojekt

Eine ganze Wohnung an einem Wochenende aufzuräumen, klingt motivierend, führt aber oft zu Frust. Besser sind überschaubare Etappen: eine Schublade, ein Regal, ein Fach im Kleiderschrank oder eine Vorratskategorie. Plane realistisch und entscheide vorher, was du erreichen willst. So entstehen sichtbare Fortschritte, ohne dass die Wohnung zwischendurch komplett im Chaos versinkt. 

4. Alltagstaugliche Ordnung akzeptieren

Nicht jede Wohnung sieht jeden Tag perfekt aus. Entscheidend ist, dass sich Unordnung schnell wieder beheben lässt. Wenn alles einen festen Platz hat, reicht oft ein kurzer Rundgang: Geschirr in die Küche, Kleidung in den Schrank oder in die Wäsche, Papier ins Ablagesystem, Spielsachen in die Box. Ein bisschen Alltagschaos ist normal – problematisch wird es erst, wenn Dinge keinen Platz haben oder sich ungeliebte Gegenstände immer weiter ansammeln.

5. Aufräumen und Putzen trennen

Beim Aufräumen entscheidest du, was bleibt und wo es hingehört. Beim Putzen entfernst du Staub, Schmutz und Flecken. Wer beides gleichzeitig erledigen will, verliert schnell den Fokus. Räume zuerst Flächen frei, sortiere Gegenstände ein und entscheide, was weg kann. Erst danach wird geputzt. Das spart Zeit, weil du weniger Dinge hin- und herschieben musst. 

Praxis-Tipp

  • Starte mit einer Kategorie, die wenig emotional ist, zum Beispiel Putzmittel, Vorratsdosen oder Handtücher.
  • Stelle beim Aussortieren drei Kisten bereit: behalten, weitergeben, entsorgen.
  • Kaufe neue Ordnungssysteme erst, wenn du weisst, wie viel wirklich bleiben soll.
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Kleidung und Handtaschen sinnvoll organisieren

Der Kleiderschrank ist oft einer der grössten Ordnungstreiber im Haushalt. Viele Stücke werden selten getragen, nehmen aber täglich Platz weg. Ein gutes System sorgt dafür, dass du morgens schneller findest, was du suchst, und weniger Kleidung ungenutzt im Schrank verschwindet.

Kleidung sichtbar einräumen

Stapeln ist bei T-Shirts, Pullovern und Hosen nicht immer ideal: Die unteren Stücke geraten schnell in Vergessenheit. Übersichtlicher wird es, wenn du Kleidung in Schubladen aufrecht einräumst oder Regalfächer mit Boxen unterteilst. Hängende Kleidung kannst du nach Saison, Farbe oder Anlass ordnen. Wichtig ist nicht die perfekte Methode, sondern dass du auf einen Blick erkennst, was vorhanden ist. 

Saisonale Kleidung auslagern

Skijacken, Sommerkleider oder selten genutzte Sportbekleidung müssen nicht das ganze Jahr im Hauptschrank liegen. Bewahre Saisonales in gut verschliessbaren Boxen im Keller, Estrich oder in einem oberen Schrankfach auf. Beschrifte die Boxen klar, damit du sie bei Bedarf schnell findest.

Handtaschen und Rucksäcke organisieren

Taschen werden schnell zu mobilen Sammelstellen für Quittungen, Lippenpflege, Schlüssel, Kabel oder Kleingeld. Räume deine Alltagstasche regelmässig aus und bewahre häufig genutzte Kleinteile in einem kleinen Etui auf. Mehrere Taschen lassen sich platzsparend ineinanderstellen, solange Form und Material nicht beschädigt werden. Empfindliche Taschen sollten einzeln und staubgeschützt lagern. 

Nach Marie Kondo sollten Kleidungsstücke so gefaltet werden, dass sie stehend eingeräumt werden können.
Aufreihen statt stapeln lautet das Geheimnis.

Emotionale Dinge aussortieren

Fotos, Briefe, Kinderzeichnungen, Kuscheltiere oder Erbstücke sind schwieriger zu beurteilen als Alltagsgegenstände. Nimm dir dafür bewusst Zeit und starte erst, wenn du bei einfacheren Kategorien schon etwas Routine gewonnen hast. Ziel ist nicht, Erinnerungen wegzuwerfen, sondern sie so aufzubewahren, dass sie zugänglich und wertgeschätzt bleiben. 

In 5 Schritten zum Familienalbum

  1. Sammle gedruckte Fotos an einem Ort und verschaffe dir einen Überblick.
  2. Sortiere die Bilder grob nach Jahren, Lebensphasen oder Anlässen.
  3. Wähle pro Ereignis nur die aussagekräftigsten Fotos aus. 
  4. Übertrage digitale Lieblingsbilder ebenfalls in eine klare Ordnerstruktur.
  5. Gestalte daraus ein Album, eine Fotobox oder ein digitales Archiv mit verständlichen Dateinamen. 

Kuscheltiere, Puppen und Erinnerungsstücke würdevoll reduzieren

Bei Gegenständen mit emotionalem Wert hilft eine bewusste Auswahl. Behalte einige Stücke, die stellvertretend für eine Zeit, eine Person oder ein Erlebnis stehen. Was nicht bleiben soll, kann je nach Zustand gespendet, weitergegeben oder entsorgt werden. Für Kinder ist es oft einfacher, wenn sie selbst mitentscheiden dürfen und eine begrenzte Erinnerungsbox erhalten.

Ratgeber: Aufräumen und Ordnung halten

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Ratgeber: Aufräumen und Ordnung halten

In unserem praktischen Ratgeber (PDF) findest du praxisnahe Tipps für Haushalt, Küche, Dokumente, Stauraum und Alltag.

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Ordnungssysteme für jeden Raum

Jeder Raum erfüllt eine andere Funktion. Deshalb braucht nicht jeder Bereich dasselbe Ordnungssystem. Entscheidend ist, dass die Aufbewahrung zur Nutzung passt.

Badezimmer

Im Badezimmer treffen viele kleine Dinge auf wenig Platz: Zahnpflege, Kosmetik, Medikamente, Handtücher, Rasierer, Haargummis oder Reinigungsmittel. Kleine offene Boxen, Schubladeneinsätze und Körbe helfen, Kategorien zu trennen. Prüfe regelmässig Haltbarkeit und Hygiene: alte Kosmetik, leere Verpackungen und abgelaufene Produkte gehören aussortiert. Medikamente sollten kindersicher und gemäss Packungsangabe gelagert werden. 

Küche

In der Küche lohnt sich ein System nach Nutzung: Besteck und Geschirr in Griffnähe zum Esstisch oder Geschirrspüler, Kochutensilien beim Herd, Vorräte übersichtlich nach Kategorien. Gewürze, Backzutaten, Teigwaren und Konserven bleiben in beschrifteten Behältern oder Körben besser auffindbar. Arbeitsflächen wirken ruhiger, wenn dort nur Geräte stehen, die du täglich brauchst.

Schlafzimmer oder Ankleideraum

Im Schlafzimmer sollte Ordnung Ruhe schaffen. Bewahre nur Kleidung, Bettwäsche und persönliche Dinge auf, die dort wirklich gebraucht werden. Schubladeneinsätze eignen sich für Socken, Unterwäsche und Accessoires. Schuhe, Sportausrüstung oder Unterlagen sind in anderen Zonen oft besser aufgehoben. 

Homeoffice

Im Homeoffice braucht es klare Grenzen zwischen Arbeit und Wohnen. Nutze eine feste Ablage für aktuelle Unterlagen, eine Box für Büromaterial und ein digitales oder physisches Archiv für abgeschlossene Dokumente. Kabelclips, Ladestationen und beschriftete Ordner verhindern, dass sich Technik und Papierstapel auf dem Schreibtisch ausbreiten. 

Kinderzimmer 

Im Kinderzimmer funktionieren einfache, robuste Systeme am besten: offene Boxen, niedrige Regale und klare Kategorien wie Bauklötze, Bücher, Basteln, Fahrzeuge oder Plüschtiere. Zu viele Spielsachen auf einmal überfordern Kinder. Rotierende Spielzeugboxen können helfen: Ein Teil bleibt zugänglich, der Rest wird vorübergehend verstaut. 

Bad verschönern: Stauraum
Auch im Badezimmer schafft man mit einfachen Mitteln Ordnung.

Stauraum schaffen leicht gemacht

Mehr Stauraum entsteht nicht automatisch durch mehr Möbel. Oft reicht es, vorhandenen Platz besser zu nutzen und selten Gebrauchtes aus den Wohnbereichen zu entfernen. 

Platz frei machen 

Prüfe zuerst, was du seit Jahren nicht genutzt hast. Campingausrüstung, alte Unterlagen, Deko, Ersatzteile oder Geschenke können viel Raum beanspruchen. Was defekt, doppelt oder unpassend ist, sollte nicht weiter wertvollen Stauraum blockieren. 

Multifunktionale Möbel nutzen 

Hochbetten, Bettsofas, Sitzbänke mit Stauraum, Sekretäre oder Couchtische mit Fächern können gerade in kleinen Wohnungen viel bewirken. Achte darauf, dass der Stauraum gut erreichbar bleibt, sonst wird er schnell zur Sammelzone für Dinge, die du eigentlich nicht brauchst. 

Nischen, Schrägen und Treppen einplanen 

Dachschrägen, Treppenbereiche und Wandnischen eignen sich für massgeschneiderte Schränke, Regale oder Schubladen. Unter Treppen lassen sich Bücher, Schuhe, Putzmaterial oder saisonale Dinge ordentlich verstauen. Gleittüren sparen Platz, wenn normale Schranktüren zu viel Raum brauchen. 

 

Saisonales auslagern 

Weihnachtsbeleuchtung, Skiausrüstung, Sommerkleider oder Gartenpolster müssen nicht im Wohnbereich gelagert werden. Verwende stabile, gut schliessende und beschriftete Boxen. Im Keller oder Estrich solltest du auf Feuchtigkeit achten und empfindliche Materialien entsprechend schützen. 

Häufige Fragen

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