Was sind die häufigsten Fehler beim Ausmisten – und wie kann man das Aussortieren vielleicht sogar in den Alltag integrieren?
Einer der grössten Fehler ist: Zu viel auf einmal wollen.
Da wird die ganze Wohnung in Angriff genommen – und nach drei Stunden sitzt man zwischen Bergen von Zeug, ist völlig überfordert und fragt sich, wie das passieren konnte.
Darum mein Zauberwort: Ordnungs-Quickies.
Also kleine, klar abgegrenzte Ausmist-Einheiten, die man in 10 bis 20 Minuten schafft – z. B. nur die Tupper-Schublade, nur die Unterwäsche- und Sockenschublade oder nur das oberste Regal im Keller. So kommt man in den Flow, sieht schnell Erfolge – und das motiviert enorm, dranzubleiben.
Ein weiterer häufiger Fehler: Emotionaler Ballast wird ignoriert.
Viele behalten Dinge, „weil sie mal teuer waren“, „weil man sie irgendwann einmal gebrauchen könnte“, „weil sie ein Geschenk waren“ usw., auch wenn man sie nicht nutzt oder nicht mag. Diese Gedanken blockieren und führen zu Wohnräumen voller Ballast und zu wenig Platz zum Leben. Wenn man etwas nicht nutzt, sollte man es weitergeben. Man darf sich gerne bei einer Sache für ihre Dienste bedanken, bevor man sie loslässt, wie auch Marie Kondo es empfiehlt. Klingt esoterisch? Vielleicht. Funktioniert aber.
Das Ausmisten in den Alltag zu integrieren, schafft man am besten mit fest eingeplanten Ordnungszeiten: z. B. jeden Sonntag eine kleine Ecke, eine Schublade oder ein Schrankfach. Oder immer dann, wenn man auf etwas wartet – Tee zieht, Kind spielt, Wäsche läuft.
Und ganz wichtig: Alles, was man aussortiert hat, sollte man so schnell wie möglich aus dem Haus schaffen und nicht noch lange irgendwo zwischenlagern. Erst dann ist der Ballast wirklich weg, auch emotional. Also am besten auf direktem Weg in den Kofferraum damit.
Noch mehr Tipps und Tricks zum Thema Ausmisten gibt es in meinem kostenfreien Ausmist-Guide.