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Parkett reinigen: Tipps für Pflege und Schutz

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Eine Parkettschleifmaschine schleift einen Parkettboden während einer Renovation.

Ob versiegelt, geölt oder gewachst: Wer Parkett reinigen, pflegen, reparieren oder renovieren möchte, sollte die Besonderheiten des Bodens kennen. Mit den richtigen Reinigungs- und Pflegemassnahmen bleibt dein Parkett lange schön und behält seinen Wert.

Das Wichtigste in Kürze

  • Parkett reinigen richtet sich nach der Oberflächenbehandlung. Versiegelte sowie geölte oder gewachste Böden benötigen unterschiedliche Reinigungs- und Pflegemittel, damit die Oberfläche langfristig geschützt bleibt.
  • Parkett pflegen verlängert die Lebensdauer des Bodens. Regelmässige Pflege, das richtige Raumklima und geeignete Schutzmassnahmen helfen, Kratzer, Feuchtigkeitsschäden und vorzeitigen Verschleiss zu vermeiden.
  • Kleinere Schäden am Parkett lassen sich oft selbst reparieren. Kratzer, Risse oder Dellen können je nach Schaden mit Möbelpolitur, Hartwachs oder Holzspachtel ausgebessert werden.
  • Eine Parkettrenovation ist deutlich aufwendiger. Das Schleifen und die anschliessende Oberflächenbehandlung erfordern Erfahrung, geeignete Werkzeuge und ausreichend Zeit. Bei Unsicherheiten lohnt sich der Beizug einer Fachperson.
  • Die Oberflächenbehandlung bestimmt, wie du deinen Parkett reinigen, pflegen und reparieren solltest. Wer die Eigenschaften seines Bodens kennt, kann ihn über viele Jahre in gutem Zustand erhalten.

Parkett schützen: So vermeidest du Schäden

  • Schmutz draussen lassen: Lege eine Fussmatte oder einen Fussabtreter vor die Haustüre, damit möglichst wenig Schmutz in die Wohnung gelangt.
  • Parkett im Eingangsbereich schützen: Eine Schmutzfangmatte im Eingangsbereich schützt den Boden vor Nässe und Verschmutzungen durch Strassenschuhe.
  • Keine Steinchen in der Wohnung: Vermeide es, mit sandigen oder steinigen Schuhen durchs Haus zu laufen, denn sie können den Boden zerkratzen.
  • Möbelbeine entschärfen: Bringe Filzgleiter an den Unterseiten von Stühlen, Tischen und anderen Möbeln an. So vermeidest du Kratzer und Druckstellen.
  • Pflanzen nur mit Untersetzer: Stelle Zimmerpflanzen immer auf einen wasserdichten Untersetzer, damit keine Feuchtigkeit ins Holz eindringt.
  • Raumklima beachten: Ideal für Parkett ist ein ausgeglichenes Raumklima mit 20 bis 22 °C und 35 bis 45 % relativer Luftfeuchtigkeit. Diese sollte nie unter 30 % sinken, um Schäden durch Austrocknung zu vermeiden.
  • Reinigungs- und Pflegeprodukte mit Bedacht wählen: Lass dich bei der Auswahl von Reinigungs- und Pflegemitteln von einer Fachperson beraten. Halte dich an die Hinweise des Herstellers, wenn du deinen Parkett pflegst. Das ist besonders wichtig für mögliche Garantieansprüche.
  • Das solltest du vermeiden: Verwende beim Parkettreinigen keine Scheuermittel und keinen Dampfreiniger. Beides schadet dem Parkettboden.

Parkett reinigen: Auf die Oberfläche kommt es an

Parkett ist nicht gleich Parkett: Je nach Holzart und Oberflächenbehandlung stellt der Bodenbelag unterschiedliche Ansprüche an die Reinigung. Wer seinen Parkett reinigen möchte, sollte deshalb wissen, was dem jeweiligen Finish guttut und was nicht. Das gilt besonders dann, wenn du den Parkett feucht aufnehmen willst.

Versiegeltes Parkett reinigen

  • Regelmässig trocken oder nebelfeucht reinigen: Entferne Staub und Schmutz mit einem Staubsauger mit schonendem Bürstenaufsatz oder reinige den Boden mit einer speziellen Parkettbürste. Nimm den Parkett anschliessend nur nebelfeucht auf, damit keine Wassertropfen auf dem Boden zurückbleiben.
  • Vorsicht bei Mikrofasertüchern: Mikrofasertücher können die Oberfläche beschädigen. Frage deine Parkett-Fachperson, ob dein Tuch geeignet ist.
  • Geeignete Reinigungsmittel: Gib dem Wischwasser bei starker Verschmutzung ein pH-neutrales oder lösemittelfreies Reinigungsmittel bei. Für die regelmässige Reinigung reicht eine gelegentliche Zugabe. Lass dich beim Kauf beraten. Ein ungeeignetes Produkt kann die Versiegelung angreifen, das Holz verfärben oder die Lebensdauer verkürzen.
  • Nicht verwenden: Stahlspäne oder Stahlwolle, denn sie verursachen irreparable Kratzer.

Geöltes und gewachstes Parkett reinigen

  • Schonende Trockenreinigung: Entferne Staub und Schmutz regelmässig mit einem Staubsauger mit Parkettaufsatz oder einer speziellen Parkettbürste.
  • Feucht wischen, aber nicht zu nass: Verwende einen feuchten bis leicht nassen Lappen, wenn du den Parkett feucht aufnimmst. Vermeide stehendes Wasser.
  • Pflegeprodukte gezielt einsetzen: Bei geölten Böden gib rückfettende Holzbodenseife oder Öl-Refresher ins Wischwasser. Bei gewachsten Böden verwende stattdessen wachshaltige Reinigungsprodukte.
  • Nicht verwenden: Mikrofasertücher, da sie der Oberfläche Fett oder Wachs entziehen können und so die Schutzwirkung mindern.
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Parkett pflegen: So bleibt dein Boden lange schön

Versiegeltes Parkett pflegen

  • Erstpflege bei neuen Böden: Einen neu verlegten, versiegelten Parkett pflegst du mit einem lösemittelfreien, selbstglänzenden Polish. Trage diesen sparsam auf, falls nötig in zwei Durchgängen.
  • Bei Buche oder Ahorn ist ein wachshaltiger und wasserfreier Polish erforderlich.
  • Lass dich bei der Auswahl des Pflegeprodukts von deiner Parkett-Fachperson beraten. Du kannst sie auch mit der Pflege beauftragen.
  • Oberflächenrenovation: Nach 12 bis 15 Jahren empfiehlt sich eine umfassende Renovation der Oberfläche: Die alte Versiegelung und ein Teil der oberen Holzschicht werden abgeschliffen. Anschliessend wird der Boden neu versiegelt.

Geöltes und gewachstes Parkett pflegen

  • Erstpflege vom Profi: Sowohl geölte als auch gewachste Parkettböden benötigen in der Regel eine Erstpflege nach der Verlegung. Diese sollte durch den Parkettverleger erfolgen, da dafür spezielle Maschinen und Fachwissen nötig sind und Brandgefahr besteht.
  • Regelmässige Auffrischung: Je nach Nutzung und Zustand empfiehlt sich eine Auffrischung der Oberfläche alle ein bis drei Jahre: Einen geölten Parkett pflegst du durch Auftragen von Öl. Für gewachste Böden kommen wachshaltige Pflegeprodukte zum Einsatz.
  • Parkett pflegen im Alltag: Wenn du dem Wischwasser gelegentlich einen Öl-Refresher bei geöltem Boden oder ein wachshaltiges Reinigungsprodukt bei gewachstem Boden beimischst, kann das den Pflegeaufwand deutlich reduzieren. In vielen Fällen wird ein Nachölen oder Nachwachsen erst später nötig.

Parkett reparieren: Kleine Schäden selbst beheben

Parkett ist robust, aber nicht unverwüstlich. Im Alltag entstehen schnell Kratzer, Dellen oder kleine Risse. Solche Gebrauchsspuren lassen sich mit wenig Aufwand entfernen, vorausgesetzt, die Schäden sind nicht allzu gross. Parkettböden reparieren erfordert lediglich etwas handwerkliches Geschick und die richtigen Materialien.

Was bei Reparaturen zu beachten ist

Geölte oder gewachste Parkettböden lassen sich meist einfacher ausbessern als versiegelte. Allerdings bleiben Reparaturstellen bei offenporigen Oberflächen sichtbarer, weil sie nicht mit einer durchgehenden Schicht überzogen werden können. Versiegelte Böden hingegen lassen sich nach der Reparatur neu lackieren. Das kaschiert die Stelle besser, erfordert aber mehr Aufwand.

Kleine Schäden selbst reparieren

  • Feine Kratzer und Schleifspuren: Oberflächliche Kratzer lassen sich oft mit etwas Möbelpolitur behandeln.
  • Risse und kleine Vertiefungen: Für kleinere Schäden wie Risse eignet sich ein Hartwachs-Reparaturset aus dem Baumarkt. Es enthält in der Regel farblich abgestimmte Wachsstücke, ein Schmelzgerät und einen Spachtel. Durch Mischen der Farben lässt sich der Originalton gut treffen. Sogar Holzmaserungen können nachgebildet werden.
  • Grössere Schäden wie Löcher: Bei grösseren Schadstellen kommt Holzspachtel zum Einsatz. Nach dem Aushärten ähnelt seine Struktur der von echtem Holz. Die reparierte Stelle muss jedoch abgeschliffen und anschliessend wieder behandelt werden, je nach Bodenart mit Öl, Wachs oder Versiegelung. Um den Farbton möglichst gut zu treffen, kann dem Spachtel etwas Sägemehl eines ähnlichen Holzes beigemischt werden.

Mit Möbelpolitur, Hartwachs oder Holzspachtel lassen sich kleine bis mittelgrosse Schäden am Parkett meist gut selbst beheben. Wenn du Parkettböden reparieren möchtest, musst du kein Profi sein. Der Schwierigkeitsgrad ist insgesamt eher gering.

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Parkett renovieren: So gehst du richtig vor

Ob du die Renovation selbst übernimmst oder einer Fachperson überlässt, hängt von deiner Erfahrung und dem Zustand des Bodens ab. Besonders das Parkett schleifen und das anschliessende Parkett versiegeln sind anspruchsvoll und erfordern Know-how. Ausserdem entstehen Staub und Dämpfe. Schutzkleidung, Absaugung und gute Belüftung sind daher unverzichtbar.

Planung einer Parkettrenovation

Eine Renovation erfordert Zeit, Geduld, die richtige Ausrüstung und eine gute Planung. Besorge dir frühzeitig alle nötigen Materialien und Werkzeuge und reserviere ausreichend Zeit. Die Dauer der Arbeiten hängt von der Fläche und dem Zustand des Bodens ab. Als grobe Richtlinie gilt: Für das Parkett schleifen solltest du etwa einen Tag pro 25 m² Bodenfläche einberechnen. Danach folgen Ruhephasen von 12 bis 24 Stunden zwischen den einzelnen Arbeitsgängen, insbesondere beim Parkett versiegeln. Je nach Produkt kann die vollständige Trocknung zum Abschluss bis zu zwei Wochen dauern.

Parkett schleifen und neu behandeln

Der erste Schritt ist das Parkett schleifen. Um alte Beschichtungen zu entfernen und die Oberfläche zu glätten, sind mehrere Durchgänge nötig. Für Ecken und Kanten benötigst du spezielle Schleifgeräte. Nach jedem Schleifgang sollte der Staub gründlich abgesaugt werden. Danach folgt die neue Oberflächenbehandlung, zum Beispiel durch Parkett versiegeln mit Lack oder durch Ölen oder Wachsen. Auch diese Arbeiten erfolgen in mehreren Schritten. Anschliessend muss der Boden vollständig trocknen. Ist alles fachgerecht ausgeführt, wirkt der Boden wie neu und bleibt es bei guter Pflege für viele weitere Jahre.

Tipp: Wenn du Zweifel hast, solltest du den Aufwand nicht unterschätzen und besser eine Fachperson beauftragen.

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