Welche Rolle spielt die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen?
Die Luftfeuchtigkeit im Haus oder in der Wohnung sollte nicht unterschätzt werden, da sie sich sowohl auf unsere Gesundheit als auch auf den Zustand der Wohnung auswirkt. Was aber tun, wenn der Wert zu hoch oder zu niedrig ist?
Was passiert, wenn die Luft in der Umgebung zu trocken ist?
Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit kann die Schleimhäute austrocknen. Unter Umständen kann dies zu Erkältungen oder in schlimmen Fällen zu Entzündungen der Schleimhäute führen. Ein zu niedriger Wert hat aber auch einen Einfluss auf die Inneneinrichtung. Es kann z. B. sein, dass sich Holzmöbel verziehen, wenn die Luftfeuchtigkeit über einen längeren Zeitraum unter 40 Prozent liegt.
Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit merkt man oft an der statischen Elektrizität: Ist die Luft zu trocken, kommt es häufiger zu diesen fiesen kleinen elektrischen Entladungen, wenn man Gegenstände berührt. Aber auch die Tatsache, dass der Wert der Wassermoleküle in der Luft zu niedrig ist, kann sich in Form von Augenbrennen, Reizhusten oder Halskratzen bemerkbar machen.
Was passiert, wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist?
Auch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit im Haus oder in der Wohnung ist nicht ideal: Sie kann langfristig zu Schimmelbildung führen. Letzterer ist nicht immer sofort sichtbar, da er sich vor allem in den Ecken des Hauses oder zwischen Möbeln und Wänden bildet. Das schadet sowohl der Bausubstanz als auch der Gesundheit. Denn das Einatmen der Sporen kann Asthma oder Allergien auslösen.
Darüber hinaus fühlen sich Milben auch in einer feuchten Umgebung sehr wohl. Liegt der Wert über 80 %, sind die optimalen Bedingungen für kleine Tiere und Pilze gegeben.
Übrigens: Eine gute Dämmung beugt der Schimmelbildung vor, da die Wände im Winter nicht so schnell auskühlen.
Wann bildet sich Schimmel?
Mit steigender Luftfeuchtigkeit steigt auch das Risiko für Schimmelbildung. Wenn der Wert lange Zeit bei 60 Prozent oder höher liegt, kann sich Schimmel bilden. Bei einer Luftfeuchtigkeit von über 70 Prozent ist es fast unmöglich, einen Befall zu verhindern. Schlecht isolierte Fassaden begünstigen Pilze besonders, da die Feuchtigkeit in kühlen Ecken weniger schnell verdunstet.