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Baumaterialien und Bauteile: Der Ratgeber für Hausbau und Renovation

Im Überblick
Haus im Bau als Symbol für verschiedene Baumaterialien beim Hausbau.

Für den Bau eines Hauses stehen unterschiedliche Materialien zur Verfügung. Aber wodurch unterscheiden sich Backstein, Beton und Holz? Und welche Baustoffe sind im Innenausbau üblich?

Baumaterialien für den Hausbau

Massivbau oder Holzbau?

Eine massive Gebäudehülle ist ein- oder zweischichtig mit einer tragenden Innen- und der schützenden Aussenschicht aus Beton oder Backstein. Die Dämmung befindet sich dazwischen. Die massive Hülle wirkt als thermischer Speicher und weist sehr gute Schalldämmwerte auf. Backsteine nehmen auch Feuchtigkeit auf, weshalb sie Veränderungen in der Raumluftfeuchte puffern. Farbe oder Putz ist deshalb innen und aussen diffusionsoffen auf ein Mauerwerk aufzutragen. Beton gilt dagegen als langlebig und robust, wobei die Härte, die Druckfähigkeit oder der Wärmeschutz über Zuschlagsstoffe optimiert werden kann.  
Ökologisch haben beide mineralischen Baustoffe Verbesserungspotenzial. Deren Herstellung erzeugt jeweils hohe Treibhausgasemissionen. Im Gegenzug sind Baustoffhersteller daran, die Recyclingquote von Beton und Backstein zu verbessern.

Holzbauweise: leicht und vorgefertigt 

Mit dem Holzbau lassen sich schlanke Gebäudehüllen konstruieren. Holzrahmen- oder Ständerelemente sind beidseitig mit Platten beplankt und dazwischen mit einem Dämmstoff ausgefacht. Zudem ist der Bauprozess schneller als mit der Massivbauweise. Die meisten Holzelemente werden industriell vorgefertigt und auf der Baustelle in kurzer Zeit montiert. Der leichtgewichtige Holzbau eignet sich insbesondere für die Gebäudeaufstockung. Je nach Grösse des Bauwerks und der statischen Anforderungen können spezifische Holzbaukonstruktionen wie der Ständerbau oder die Block- und Strickbauweise ausgewählt werden. 

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Naturbaustoffe für den Hausbau

Baustoffe aus natürlichen Materialien und nachwachsenden Rohstoffen schonen Ökosysteme und das Klima. Charakteristisch sind ein möglichst umweltverträglicher Produktekreislauf und eine schadstofffreie Nutzung. Insbesondere Holz, Lehm und Stroh bieten nachhaltigere Alternativen im Aussen- und Innenbereich von Gebäuden als mineralische Baustoffe. Unter anderem sind folgende Baustoffe und Bauprodukte verfügbar:

Für Mauerwerke und tragende Wände

  • Stroh- und Holzlehmsteine, Massivlehmsteine
  • Stampflehmmauern  
  • Mörtel und Kleber aus Kalk und Lehm 

Dämmstoffe 

  • Flachs, Hanf, Schafwolle und Zellulose
  • Wärmedämmverbundsysteme aus Holzfaser, Kork oder Hanf 

Boden und Zwischendecke

  • Bodenbeläge aus Holz
  • Trockenschüttungen aus Cellulose und Gesteinsgranulat 

Innenausbau

  • Bau- und Grobspanplatten, Holzfaserplatten, Massivholz und Lehmbauplatten

Farbe und Putz 

  • Lehmputz, -mörtel und -anstriche

Lehm und Stroh

Lehm ist seit Jahrtausenden als Baustoff bekannt. Daraus lassen sich für das moderne Bauen neben Mörtel oder Grund-, Deck- und Streichputzen auch Mauersteine herstellen. Das Material hilft passiv mit, die Raumluftfeuchte auszugleichen. Das hohe Rohgewicht begünstigt den Schutz vor Trittschall und ebenfalls gute Wärmedämmwerte. Lehm weist eine niedrige Schadstoff- und Energiebilanz auf.

Stroh kann derweil zu selbsttragenden Wänden aufgeschichtet oder zur Dämmung einer Holzrahmenkonstruktion verwendet werden. Es ist lokal verfügbar. Demgegenüber ist Strohwände relativ mächtig, mit einer Dicke zwischen 60 und 130 cm. Mit Lehm verputzt kann eine Strohwand denselben Feuerwiderstand bieten wie eine Betonwand.

Naturbaustoffe: Was ist deklariert?

Holz zum Bauen wird als nachwachsender Rohstoff aus dem Kulturwald geerntet. Internationale Labels wie «FSC» und «PEFC» garantieren die nachhaltige Beschaffungskette. Das Herkunftszeichen «Schweizer Holz» des Interessensverbands «Lignum» deklariert zudem die inländische Herkunft des Baustoffs.  
Eine Zertifizierungsstelle für Naturbaustoffe gibt es in der Schweiz nicht. Doch der halbstaatliche Verein Ecobau bewertet ökologische Bauprodukte nach einer eigenen Methode und veröffentlicht die Liste der «ecoProdukte» auf seiner Webseite. Zudem sind Produkte mit dem deutschen «natureplus»-Label hierzulande erhältlich.  
Baubioswiss, der Fachverband für gesundes und nachhaltiges Bauen, fördert den Einsatz von naturnahen Baustoffen und Produkten. Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein (SIA) standardisiert die Planung mithilfe von Dokumentationen rund um das ökologische Bauen; die Norm SIA «Deklaration ökologischer Merkmale von Bauprodukten» wird seit 2022 aber nicht mehr aktualisiert.  

Nachhaltig bauen und Materialien wiederverwenden

Interview mit dem Experten zu Baumaterialien

Die Anforderungen an Baumaterialien und Bauteile wachsen stetig: Sie sollen langlebig, wirtschaftlich und gleichzeitig möglichst umweltverträglich sein. Im Interview erläutert der Schweizerische Baumeisterverband, weshalb die Materialwahl und das Denken in Lebenszyklen zunehmend an Bedeutung gewinnen und welche Rolle natürliche Baustoffe, Recyclingmaterialien sowie innovative Hightech-Rezepturen künftig spielen könnten.
Lies im Interview, wie nachhaltige Baumaterialien dabei helfen, Ressourcen zu schonen und Sanierungen zukunftsfähig zu gestalten.

Baumaterialien für eine einfache Wiederverwendung

Recycling und Kreislaufwirtschaft im Bauwesen werden zukünftig an Bedeutung gewinnen, sagt Susanne Kytzia. Die Professorin am Institut für Bau und Umwelt an der Ostschweizer Fachhochschule spricht im Interview über die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen. Sie gibt konkrete Tipps für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, wie sie beim Bauen und Renovieren ressourcenschonend vorgehen können.
Erfahre im Interview, warum wiederverwendbare Baumaterialien eine wichtige Rolle für nachhaltiges Bauen und Sanieren spielen.

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Reportage über die Loosli AG

Das Emmental steht für Tradition, Qualität und gelebtes Handwerk – Werte, die auch myky prägen. Deshalb führte unser Weg zur Firma Loosli im Emmental. Das Schweizer Unternehmen steht seit Jahren für Verlässlichkeit, Innovationskraft und nachhaltige Sanierungslösungen.
Blicke mit uns hinter die Kulissen der Loosli AG und entdecke, wie Tradition, Innovation und nachhaltiges Handwerk im Emmental gelebt werden.

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Bauteile und Innenausbau

Lebensdauer von Bauteilen

Für die Planung des Unterhalts und der Erneuerung eines Gebäudes ist die Lebensdauer der verschiedenen Komponenten zu berücksichtigen. Bauteile an der Gebäudehülle sind in der Regel langlebiger als Oberflächen und die Ausstattung im Innern. Die haustechnischen Gewerke wie das Heizsystem, die sanitäre Einrichtung oder PV-Anlagen haben ihrerseits unterschiedliche Lebenserwartungen. Die durchschnittliche Lebensdauer der wichtigsten Bauteile und Techniksysteme von Gebäuden ist sogar in Planungsnormen definiert.
Einen Überblick über die Lebensdauer wichtiger Bauteile findest du hier.

Bodenbeläge im Haus

Für den Fussboden sind Belagsmaterialien mit unterschiedlichen funktionalen und ästhetischen Eigenschaften erhältlich. Das Angebot umfasst synthetische, natürliche und mineralische Varianten. Als Bodenbelag eignen sich Teppiche aus Kunst- oder Naturfaser, Holzparkett, Kunststoffe oder Naturstein. Letztere sind pflegeleicht und wirken repräsentativ. Bei der Auswahl des Belagsmaterials sind die Kosten für Anschaffung und Montage sowie der Aufwand für Pflege und Unterhalt zu beachten. Das Preisspektrum bewegt sich ab 20 Franken pro m2 bis auf 100 Franken pro m2. Oft sind preisgünstige Belagsmaterialien weniger langlebig und von geringer Qualität.
Vergleiche die gängigsten Bodenbeläge und erfahre, welches Material am besten zu deinen Anforderungen passt.

Trittschall im Haus

Rennende Kinder, Schuhe mit harten Absätzen oder Fersengänger können wahrnehmbar sein, wenn übereinanderliegende Wohnungen ungenügend gegen Trittschall gedämmt sind. Deshalb ist eine Trittschallisolation von Zwischendecken fachgerecht zu planen und auszuführen.
Erfahre, wodurch Trittschall entsteht und welche Massnahmen den Schallschutz im Gebäude verbessern.

Die wichtigste Massnahme dazu ist: Ein «schwimmender» Unterlagsboden, der nur lose mit den Schichten darunter und darüber verbunden ist. Selbst bei Gebäudeerneuerungen lassen sich solche Verbesserungen einfach umsetzen.
Alles Wichtige zum Unterlagsboden, der in Innenräumen den Bodenbelag trägt.

Nachhaltige Möbel

Nachhaltigkeit macht auch vor Möbeln nicht halt. Damit diese tatsächlich nachhaltig sind, spielen verschiedene Faktoren eine wichtige Rolle. Worauf du beim Kauf von ökologischen Möbeln achten solltest und wie du damit einen Unterschied für Umwelt und Zukunft machst.
Lies, worauf es beim Kauf nachhaltiger Möbel ankommt und wie du langlebige und umweltfreundliche Produkte erkennst.

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Fenster und Gebäudehülle

Fensterarten im Vergleich

Fenster haben einen entscheidenden Einfluss auf die Energieeffizienz eines Gebäudes. Umso wichtiger ist die Wahl des passenden Modells und Materials. Angesichts der grossen Vielfalt an Fensterarten fällt die Orientierung jedoch nicht immer leicht. Eine hilfreiche Einteilung erfolgt nach Öffnungsart, Einbauort und Baustil.
Entdecke die verschiedenen Fensterarten und finde heraus, welche Lösung am besten zu deinem Bau- oder Sanierungsprojekt passt.

Fensterläden

Den Sonnenschutz für Wohnhäuser und Zweckbauten bilden meistens ein Rollladen oder eine Store. Trotzdem lohnt sich, auch die Installation klassischer, starrer Fensterläden zu prüfen. Die einfache Handhabung, funktionale Vorzüge und nicht zuletzt ästhetische Gründe machen dieses Bauteil nach wie vor zur echten Alternative.
Alles Wichtige zu Fensterläden – von der Art, den Materialien und den Vorteilen.

Durchzug im Haus

Unerwünschte Zugluft beeinträchtigt nicht nur den Wohnkomfort und kann die Gesundheit belasten, sondern erhöht auch den Energieverbrauch und damit die Heizkosten. Zum Glück lässt sich das Problem in den meisten Fällen mit einfachen Massnahmen wirksam beheben. Werden Fenster und Türen fachgerecht abgedichtet, bleibt die Wärme im Raum, Zugluft wird zuverlässig verhindert und ein angenehmes, behagliches Wohnklima entsteht.
Erfahre, woher unangenehmer Durchzug kommt und mit welchen Massnahmen du ihn dauerhaft vermeiden kannst.

Fensterersatz planen

Fenster haben eine Lebensdauer von 30 bis 40 Jahren. Deren Ersatz ist somit meistens ein einmaliger Vorgang. Entsprechend überlegt sollte der Austausch von Fenstern geplant werden.
Wir zeigen dir, worauf es beim Fensterersatz ankommt – von der passenden Verglasung bis zum Ablauf der Arbeiten.

Katzentüre einbauen

Kaum ist die Katze im Haus, möchte sie wieder hinaus – und umgekehrt. Mit einer Katzenklappe können Katzenhalterinnen und Katzenhalter ihrem Vierbeiner den selbstständigen Ein- und Ausgang ermöglichen und sich häufiges Türöffnen ersparen. Damit die Katzenklappe später zuverlässig funktioniert und keine Wärme verloren geht, sollte ihr Einbau jedoch sorgfältig geplant und fachgerecht ausgeführt werden.
Erfahre, welche Möglichkeiten es für den Einbau einer Katzentüre gibt und mit welchen Kosten du rechnen solltest.

Häufige Fragen

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