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Baustelle überwachen mit Kamera: Das sind die Vorteile

Gastbeitrag ca. 4 Leseminuten
Baustellenkamera von avisec überwacht den Baufortschritt auf einer Hausbaustelle in der Schweiz
Quelle: avisec ag

Auf einer Baustelle passiert viel, vom Aushub der Baugrube bis zum Innenausbau. Eine Baustellenkamera dokumentiert den Baufortschritt und hält wichtige Ereignisse fest, etwa Fehler, Nachlässigkeiten oder Unfälle. Vor der Installation solltest du dich jedoch gut informieren, denn es gibt rechtliche und technische Stolperfallen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Baustellenkamera ermöglicht dir, den Baufortschritt deines Hauses jederzeit online zu verfolgen, auch wenn du nicht vor Ort bist.
  • Die Kamera dokumentiert den gesamten Bauprozess, das schafft Transparenz gegenüber Bauleitung und Handwerkern und hilft bei späteren Nachweisen.
  • Moderne Systeme speichern regelmässig Bilder oder Zeitrafferaufnahmen, so entsteht eine lückenlose Baudokumentation vom Spatenstich bis zum Einzug.
  • Beim Einsatz sind Datenschutz, Einverständnis der Beteiligten und klare Regelungen zur Nutzung der Aufnahmen wichtig.

Wieso sollte ich eine Baustellenkamera einrichten?

Baustellen sind für manche Kriminelle eine Schatzgrube. Es wird dort viel Material und Gerät gelagert, das von Wert ist. Diebstähle auf Baustellen sind in der Regel keine Gelegenheitsdiebstähle, die Täterschaft kennt sich aus und geht geplant, gezielt und koordiniert ans Werk. Die Gefahr von Diebstählen variiert von Saison zu Saison. Doch wo immer gebaut wird, müssen die Risiken stets evaluiert und passende Massnahmen getroffen werden. Das gilt auch für Unfälle oder Fehlgriffe auf der Baustelle. Es ist immer gut, schnell Bescheid zu wissen. Die Überwachung der Baustelle mit einer Baustellenkamera kann dazu beitragen, Diebe abzuschrecken. Für manche Expertinnen und Experten ist in Sachen Baustellensicherheit die Videoüberwachung als Prävention «die erste Wahl», noch vor effektiven Schutzmassnahmen, wie etwa speziell gesicherte, abschliessbare Lagerzonen.

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Baustellenkamera für Überwachung: Optimalerweise ist sie «echt»

Es wird empfohlen, Baustellenkameras gut sichtbar, doch für Unbefugte schwer erreichbar, zu installieren. Denn alleine die Präsenz von «elektronischen Augen» wirkt auf Kriminelle abschreckend. Reicht die abschreckende Wirkung schon aus? Braucht es überhaupt eine echte Baustellenkamera oder reicht eine Attrappe? Expertinnen und Experten raten von letzterer ab. Denn professionelle Diebinnen und Diebe kennen den Unterschied. Es ist wichtig, dass Kriminelle schnell erkennen, dass sie auf der Baustelle identifizierbar sind und dokumentiert werden.

Baustellensicherung jenseits der Baustellenkamera

Die Baustellensicherung betrifft nicht nur Einbrüche oder Diebstähle. Sie hat ganz allgemein zu verhindern, dass auf der Baustelle Menschen oder Gegenstände zu Schaden kommen. Dies bedingt angemessene Warnungen und Absperrungen. Die Verantwortung teilen sich die beteiligten Betriebe und die Bauherrschaft, die die Zuständigkeiten untereinander verbindlich abklären sollten. Was die Diebstahlgefahr anbetrifft, empfehlen Expertinnen und Experten Massnahmen wie die Aktivierung von Sicherungssperren bei Werkzeugen, die nicht genutzt werden, oder die Erschwerung der Zugänglichkeit von begehrtem Diebesgut. Nur schon mit Steinen beschwerte Paletten über der begehrten Ware reduziert das Risiko. Und schliesslich ist auch Wachsamkeit unter den beteiligten Anwesenden auf der Baustelle während den Arbeitszeiten ein wirksamer Schutz. Wenn die Baustellenkamera durch das wachsame menschliche Auge und den scharfen Sinn der Mitarbeitenden ergänzt wird, kann das sicher nicht schaden.

Baustelle gegen unbefugtes Betreten sichern

Die Sicherungsmassnahmen mit oder ohne Baustellenkamera umfassen auch das Verhindern oder Beenden eines unbefugten Betretens der Baustelle. Während den Arbeitszeiten können Unbefugte den Baufortschritt behindern und sich selbst wie auch die Befugten in Gefahr bringen. Auch ausserhalb der Arbeitszeiten könnte es zu Unfällen kommen. Baustellenkameras helfen dabei, dieses Risiko zu reduzieren. Allerdings müssen Aufsichtspersonen in diesen Fällen schnell direkt reagieren. Eine konstante Überprüfung der Bilder, welche die Baustellenkamera liefert, ist dafür nötig. Ausserdem müsste die Baustellenkamera mit einer Videoüberwachung aufgerüstet werden oder auch ausserhalb der Betriebszeiten eingeschaltet sein.

Baustellenkameras und Vandalismus auf der Baustelle

Gerade Jugendliche können Baustellen als Abenteuerspielplatz missverstehen. Sie bieten ihnen Gelegenheit, ihre exploratorische Neugierde zu befriedigen und sich auszutoben. Dabei können sie Schäden verursachen und sich auch selbst schaden. Eine Begleiterscheinung kann der Vandalismus sein: Zerstörung um der Zerstörung willen. Die Baustellenkamera wird entschlossene Vandalinnen und Vandalen wohl nicht von ihren Taten abhalten. Sie macht es aber möglich, mit einem Foto im richtigen Augenblick den Vorfall festzuhalten und dessen Folgen nachzuvollziehen. Dies garantiert aber nicht eine eindeutige Identifikation der Täterschaft, weil die Baustellenkamera die Baudokumentation als Hauptfokus hat und deshalb etwas höher oben, also weiter entfernt von Gesichtern, montiert wird. Zudem kann in der Zeit zwischen den Fotos einiges passieren, das allenfalls nicht erfasst wird.

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Fortschrittskontrolle mit technisch adäquaten Baustellenkameras

Die Baustellenkamera muss in der Lage sein, die Ereignisse auf der Baustelle festzuhalten. Dies nicht nur bei Diebstählen, sondern auch dann, wenn jemand einen Fehler macht oder Unfälle geschehen. Die Arbeit der Baustellenkamera geht also über die Detektion und Dokumentierung von unbefugten Annäherungen und Invasionen hinaus. Für ein vollumfängliches Baustellen-Monitoring muss für die Baustellenkamera der passende Standort gewählt werden, von dem die ganze Baustelle oder zumindest die wichtigen Stellen einsehbar sind. In der Regel installiert man sie an erhöhter Position. Nicht selten eignet sich ein Standort ausserhalb der Baustelle am besten, etwa das Dach eines Nachbargebäudes. Dies bedingt entsprechende Abklärungen und gegebenenfalls das Einverständnis der Eigentümerschaft. Eine hohe Bildauflösung ermöglicht eine bessere, klare und detaillierte Übersicht trotz Distanz zur Baustelle.

Was Baustellenkameras befähigt zum Baustellen absichern

Eine moderne Baustellenkamera ist fix montiert. Oft besitzt sie ein Weitwinkelobjektiv, das mit seiner Fischaugenoptik einen grösseren Bereich überblickt als das menschliche Auge. Die Baustellenkamera muss wind- und wetterfest sein. Die wenigsten sind mit einer Infrarot-Nachtsicht ausgestattet, teilweise sogar mit weiteren Sensoren, die auch akustische Emissionen registrieren können. Heutzutage werden Algorithmen und KI herangezogen, um Bilder zu analysieren und auch so zu manipulieren, dass datenschutzkonforme Bildveröffentlichung möglich ist, wie zum Beispiel der avisec Privacy Protector.

Baustelle dokumentieren: Zeitraffer aus der Baustellenkamera

Wie eingangs erwähnt, dient die Baustellenkamera nicht nur der Überwachung, sondern auch der Dokumentierung des Baugeschehens und des Fortschritts. Diese beiden Funktionen lassen sich kombinieren: Aus den gesammelten Baustellenbildern lässt sich ein Dokumentations-Video, umgangssprachlich Zeitraffer, produzieren. Für eine Dokumentation des Baufortschritts ist eine weitaus geringere Bildrate notwendig: Für die allgemeine Baufortschrittsdokumentation reichen Einzelbilder mit einem Intervall von 10 bis 30 Minuten aus. Gewisse Anbieter haben Online-Services entwickelt, um ein solches Video automatisiert zusammenzustellen, so auch avisec.

Weitere Vorteile von Baustellenkameras

Eine Baustellenkamera erlaubt es, aus der Distanz den Überblick über alle Abläufe und Fortschritte auf der Baustelle zu haben. Viele Bauherrinnen und Bauherren können aufgrund dessen mehrere Fahrten pro Woche zur Baustelle streichen und so Zeit und Geld sparen. Ausserdem hilft es bei der Auftragsklärung und Koordination von verschiedenen Bauunternehmen, immer aktuelle Bilder zur Hand zu haben. Nicht zuletzt ist auf den Live-Bildern oft erkennbar, wenn es ein Problem auf der Baustelle gibt. So können Bauherrinnen und Bauherren schnell Abhilfe schaffen und den Fortschritt beschleunigen.

Baustellenkameras aus rechtlicher Sicht

Das ungefragte Filmen oder Fotografieren kann Persönlichkeitsverletzungen mit sich bringen. Geregelt wird dieses rechtliche Feld durch das Datenschutzgesetz (DSG). Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) weist darauf hin, dass sich der Aufnahmebereich einer Baustellenkamera wie jener aller Überwachungskameras auf das eigene Grundstück beschränken muss. Weder das Nachbargrundstück noch der öffentliche Raum (z. B. Trottoir) dürfen miterfasst werden. Wird diese Regel nicht eingehalten, besteht die Gefahr einer Zivilklage wegen Persönlichkeitsverletzung. Eine präzise Kameraausrichtung ist also nötig, um nicht in Konflikt mit dem Gesetz zu kommen. Ist dies aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht möglich, haben verschiedene Baustellenkameraanbieter Tools entwickelt, um den Datenschutz sicherzustellen. So zum Beispiel dynamische Verpixelung, Abdeckung, oder der avisec Privacy Protector, der Menschen und bewegliche Objekte automatisch aus den Bildern entfernt.

Ratgeber: Privatsphäre schützen trotz Baustellenkamera

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In diesem Ratgeber (PDF) erfährst du alle Informationen zur Verwendung einer Baustellenkamera in Bezug auf Datenschutz & Recht.

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Baustellenkameras: die Kosten

Baustellenkameras findet man im Handel zu Hardware-Preisen zwischen rund CHF 700 und CHF 3500 einmalig. Die Preisdifferenzen liegen insbesondere an Bild-Qualitätsunterschieden, und die Bandbreite von Herstellern ist im Übrigen sehr gross. Es gibt auch zahlreiche Unternehmen, die zu den Baustellenkameras auch Dienstleistungen anbieten, sei es ein Sicherheitsüberwachung oder eine Videobearbeitung. Ab einer Projektdauer von 12 Monaten empfiehlt sich aus Sicht der Kosten der Kauf einer Baustellenkamera, für kürzere Projekte eine Miete.

Was kostet eine Baustellendokumentation?

Die Kosten für eine Baustellenüberwachung mit einer Baustellenkamera hängt primär von der Projektdauer und der gewünschten Bildqualität ab. Ein durchschnittliches Projekt mit 18 Monaten Laufzeit kostet in der Regel zwischen CHF 3’500 und CHF 6’000.-.

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