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Pelletheizung: Kosten, Funktion und Vorteile

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Hand mit Holzpellets vor einem Pelletlager und Heizkessel – Symbolbild für das Heizen mit einer Pelletheizung.

Seit einigen Jahren feiern Holzheizungen ihr grosses Comeback. Das gute alte Holzscheit hat jedoch ausgedient. Stattdessen werden Räume mit Pelletheizungen beheizt. Der Brennstoff besteht aus komprimiertem Sägemehl und Holzspänen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Pelletheizungen nutzen Holzpellets aus komprimiertem Sägemehl und Holzspänen, um Wärme und Warmwasser zu erzeugen. Sie zählt zu den Biomasseheizungen und verwendet einen nachwachsenden Brennstoff.
  • Pelletkessel und Pelletofen erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Der Pelletkessel versorgt das ganze Haus mit Wärme, während ein Pelletofen einzelne Räume beheizt.
  • Vorteile sind der erneuerbare Brennstoff, vergleichsweise stabile Brennstoffpreise und geringe Schadstoffemissionen. Besonders geeignet ist eine Pelletheizung für Ein und Mehrfamilienhäuser mit hohem Wärmebedarf.
  • Kosten und Platzbedarf fallen höher aus als bei vielen anderen Heizsystemen. Neben der Investition von bis zu rund 40'000 Franken entstehen laufende Kosten für Pellets und Kaminreinigung, zudem werden ein Silo und ein Pufferspeicher benötigt.

Wie funktioniert eine Pelletheizung?

Durch Verbrennung entsteht Wärme – so einfach funktioniert eine Pelletheizung. Zum Beheizen des Eigenheims werden Pellets – also komprimiertes Holz aus Sägemehl und Holzspänen – in einer Anlage verbrannt.

Die Anlage besteht aus verschiedenen Komponenten:

  • Pelletkessel: Hier werden die Pellets verbrannt. Dabei entsteht Wärme, die zum Heizen und für die Warmwasserbereitung verwendet wird.
  • Pelletsilo: Vorratslager für Pellets.
  • Pelletschnecke: Fördersystem, das die Pellets vom Silo in den Kessel transportiert.
  • Pufferspeicher: Wärmespeicher, der bei Bedarf genutzt werden kann.
  • Aschebehälter: Hier werden die Rückstände der verbrannten Pellets aufgefangen.

Da für die Wärmeerzeugung nachwachsende Rohstoffe in Form von Sägemehl und Holzspänen verwendet werden, zählen Pelletheizungen zu den sogenannten Biomasseheizungen.

Pelletkessel und Pelletofen: Der Unterschied

Der Pelletkessel ist ein zentraler Bestandteil einer Pelletheizung. Er verwendet Holzpellets als Brennstoff, um Wärme für Heizung und Warmwasser im ganzen Haus zu erzeugen. Die erzeugte Wärme wird über das zentrale Heizsystem des Hauses verteilt.

Pelletöfen sind für die Beheizung einzelner Räume gedacht. Sie geben die Wärme hauptsächlich als Strahlungs- oder Konvektionswärme direkt an den Raum ab, in dem sie aufgestellt sind.

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Für wen eignet sich eine Pelletheizung?

Pelletheizungen sind vor allem sinnvoll für Ein- und Mehrfamilienhäuser, deren Wärmebedarf hoch ist. Für Neubauten oder frisch sanierte Häuser ist eine Pelletheizung weniger zu empfehlen, da das Wasser im Heizkessel auf 60 bis 70 Grad erhitzt werden kann und das zu sehr hohen Raumtemperaturen führt. Folglich eignet sich eine Wärmepumpe für Niedrigenergie- oder Minergiehäuser deutlich besser. Die eher kostenintensive Installation einer Pelletheizung macht sich hingegen bei diesen Häusern eher nicht bezahlt.

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Was sind die Vorteile einer Pelletheizung?

Ein grosser Vorteil von Pelletheizungen ist, dass es sich bei Holz um eine nachwachsende Ressource zur Wärmegewinnung handelt. Für die Nachhaltigkeit ist es allerdings wichtiger, dass es sich dabei um Holz aus Schweizer Anbau handelt. Ausserdem musst du nicht mit extremen Preisschwankungen rechnen, wie sie beispielsweise bei Gas- oder Ölheizungen vorkommen. Auch bei der Verbrennung des Rohstoffs zeigt sich eine positive Bilanz: Die Schadstoffentstehung ist sehr gering.

Was sind die Nachteile einer Pelletheizung?

Pelletheizungen bringen jedoch nicht nur Vorteile mit sich. Einerseits ist die Installation sehr kostspielig und lohnt sich nur dann, wenn oft geheizt wird. Andererseits ist der Platzbedarf für eine Pelletheizung relativ gross, da neben der eigentlichen Heizung noch Platz für ein Silo und den Pufferspeicher eingeplant werden muss. Zudem ist das Heizen mit Pellets nur dann wirklich nachhaltig, wenn die Pellets aus Holz aus kontrolliertem Anbau in der Schweiz hergestellt werden. Es ist zudem nicht ratsam, Pelletheizungen im grossen Stil zu fördern. Dann würden nämlich mehr Pellets verbrannt, als das natürliche Wachstum der Bäume überhaupt zulässt.

Wie viel kostet eine Pelletheizung?

Der Einbau einer Pelletheizung ist relativ kostenintensiv und kann bis zu 40’000 Franken kosten. Dabei setzt sich die Rechnung aus den folgenden Komponenten zusammen:

  • neuer Pelletkessel
  • Demontage der alten Heizung oder des alten Tanks
  • Silo inkl. Fördersystem
  • Expansion, Heizverteilung, Heizkörper
  • Austragung
  • Pufferspeicher
  • Montage
  • bauseitige Leistungen
  • Kaminsanierung

Dazu kommen jährlich anfallende Kosten für die Pellets und die Kaminreinigung. Für eine 12,5-kW-Heizung benötigst du pro Jahr rund 5’000 Kilogramm Holzpellets. Bei einem Preis von 400 Franken pro Tonne entspricht das Heizkosten von etwa 2’000 Franken pro Jahr. Allerdings sind die Preise für Holzpellets saisonal unterschiedlich. Kaufst du die Pellets im Frühling oder Sommer, kannst du oft viel Geld sparen. Für die jährliche Kaminreinigung musst du zusätzlich mit Kosten von einigen hundert Franken rechnen.

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