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Badumbau: Planung und Tipps für die Renovation

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Mann verlegt Platten während dem Badumbau

Das Bad ist ein Raum, der besonders intensiv genutzt wird. Rund um den Spiegelschrank erscheinen früher oder später Zeichen der Nutzung und der Alterung. Mit der Zeit drängt sich eine Optimierung oder eine Auffrischung auf. Dann gilt es abzuwägen, was erneuert werden soll und wo eine Sanierung oder Ausbesserung genügt. Und eine wichtige Frage: Schaffe ich den Badumbau auch in Eigenregie?

Das Wichtigste in Kürze

  • Badumbau beginnt mit einer sorgfältigen Planung. Prüfe Raumaufteilung, Anschlüsse und deine Wünsche frühzeitig und ziehe bei grösseren Eingriffen oder statischen Fragen eine Fachperson hinzu.
  • Renovieren statt ersetzen kann sich bei vielen Badelementen lohnen. Badewannen, Kittfugen oder einzelne Ausstattungen lassen sich bei überschaubaren Schäden oft auffrischen, ohne das gesamte Bad zu erneuern.
  • Eigenleistung ist bei verschiedenen Arbeiten möglich, etwa beim Montieren eines Spiegelschranks oder einer Duschkabine. Bei Elektroinstallationen und dem Austausch des WCs solltest du jedoch besonders sorgfältig vorgehen oder Fachpersonen beiziehen.
  • Kittfugen lassen sich mit der richtigen Vorbereitung und geeignetem Material selbst erneuern. Sorgfältiges Entfernen der alten Fugen, sauberes Arbeiten und ausreichende Trocknungszeit sind entscheidend für ein dauerhaftes Ergebnis.

So planst du deinen Badumbau

Zu Beginn der Planung des Badumbaus ist es ratsam, eine Liste mit Dingen zu erstellen, die geändert oder erneuert werden sollen. Dazu könnte beispielsweise die allgemeine Aufteilung des Raumes oder auch ein fehlendes Fenster gehören. Es empfiehlt sich, auch gleich eine Wunschliste für den Badumbau zu verfassen. Vielleicht bietet sich die Chance, mit dem Badumbau das Bad auch zu vergrössern. Dann wären möglicherweise tragende Wände des Hauses betroffen. Ein Statiker müsste gegebenenfalls konsultiert werden.  
 
Zudem ist zu prüfen, welche sanitären Anschlüsse vorhanden sind und wo Wasseranschluss, Wasserabfluss und WC-Abflussrohr liegen. Zu klären ist auch, ob für den geplanten Badumbau allenfalls weitere Anschlüsse notwendig sind. Ähnliche Überlegungen gilt es bei den Stromanschlüssen anzustellen: Sind Steckdosen und Lichtschalter ausreichend und am richtigen Ort? Müssen sie unter Umständen verlegt oder ersetzt werden? Es empfiehlt sich, die Pläne für den Badumbau mit einer Fachperson zu besprechen. Sie weiss, was machbar ist und wie teuer ungefähr die Badumbauwünsche zu stehen kommen. 
 
Der Badumbau kann bei ausreichendem Mut und Selbstvertrauen bis zu einem gewissen Punkt auch selbständig in Angriff genommen werden. Die Bauwirtschaft bietet diverse Elemente an, die auch von Personen verbaut werden, die keine Fachausbildung hinter sich haben. Neben der Qualität des berücksichtigten Produktes sollte in diesem Fall auch die Tauglichkeit der mitgelieferten Anleitungen gründlich studiert werden. 
 
Vergiss nicht, ein Umbau des Badezimmers nimmt in den meisten Fällen mehr als eine Woche Zeit in Anspruch. Während dieser Zeit ist das Badezimmer entweder gar nicht oder nur sehr eingeschränkt benutzbar. Stellen Sie sicher, dass Sie während der Renovation ein Ausweichbad (Container, Badezimmer der Nachbarn etc.) benützen können. 

Badewanne renovieren statt ersetzen

Viele Elemente im Bad mögen zwar Spuren der Zeit und der Nutzung zeigen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie bei einem Badumbau ersetzt werden müssen. Ein gutes Beispiel ist die Badewanne. Eine Renovation mit Mehrkomponentenlack oder einem Beschichtungs-Set kann sich lohnen, sofern keine grösseren Beschädigungen vorhanden sind.

Im Handel sind Mehrkomponenten-Lacke sowie Badewannenbeschichtungs-Sets für einmalige Anstriche erhältlich. Letztere enthalten Grundierung, Lack und Härter in einem Produkt und erfordern deshalb nur einen Arbeitsgang. Lass dich im Fachhandel beraten, welcher Lack sich für die Renovation deiner Badewanne am besten eignet.

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Den passenden Spiegelschrank auswählen

Der Spiegelschrank ist mehr als nur ein Grundelement des Badezimmers – er bildet das Zentrum des Raums. Vor ihm und rund um den Waschtisch finden die wichtigsten täglichen Pflegeroutinen statt. Deshalb sollte der Spiegel ein klares, unverzerrtes und möglichst umfassendes Spiegelbild bieten. Ein passender Kontrast zu den Fliesen kann die Wirkung zusätzlich unterstreichen.

Spiegelschrank und Beleuchtung optimal planen

Beim Spiegelschrank sind gute Lichtverhältnisse entscheidend. Reicht die Beleuchtung nicht aus, solltest du den bestehenden Spiegelschrank ersetzen und gleichzeitig prüfen, ob die Ausleuchtung mit Kunstlicht verbessert werden kann.

Der Spiegelschrank ist längst nicht mehr nur ein Regal mit Spiegeltür. Dank unterschiedlichster Materialien und Beleuchtungsmöglichkeiten hat er sich zu einem echten Designelement entwickelt. Auch wenn Weiss bei den nicht spiegelnden Oberflächen nach wie vor dominiert, stehen Modelle aus Kunststoff, Aluminium, Faserplatten oder Spanplatten zur Auswahl.

Den Austausch des Spiegelschranks kannst du unter Umständen selbst vornehmen. Beachte jedoch, dass häufig ein Stromanschluss integriert ist. In diesem Fall muss die Installation fachgerecht und gemäss den geltenden Vorschriften erfolgen. Besprich den Einbau deshalb am besten mit einer Elektrofachperson.

So wählst du die passende Dusche

Die Dusche ermöglicht eine schnelle und unkomplizierte Körperpflege und spart dabei Wasser. Wenn du dein Badezimmer umfassend renovierst, solltest du auch die Dusche genauer unter die Lupe nehmen. Überlege dir beispielsweise, ob der bestehende Komfort deinen Bedürfnissen entspricht oder ob sich die Investition in eine moderne Duschkabine lohnt.

Duschkabinen sind in verschiedenen Grössen und Ausführungen erhältlich. Steht genügend Platz zur Verfügung, solltest du die neue Duschkabine nicht zu klein wählen. Wenn du den Einbau selbst übernehmen möchtest, kannst du auf komplette Bausätze zurückgreifen. Diese enthalten alle notwendigen Komponenten – von der Duschwanne bis zur Dichtmasse.

Lavabo ersetzen oder reparieren?

Das Lavabo wird im Alltag meist häufiger genutzt als die Dusche. Entsprechend grösser ist das Risiko von Abnutzung oder Schäden. Bei einem Badumbau solltest du dir deshalb überlegen, ob das bestehende Lavabo repariert werden kann oder ob sich ein Ersatz lohnt.

Entscheidest du dich für ein neues Lavabo, lohnt sich ein Blick auf die verschiedenen Modelle. Vom schlichten Keramiklavabo bis zum Designbecken aus Naturstein oder Glas steht eine grosse Auswahl zur Verfügung. Überlege dir frühzeitig, ob das neue Lavabo an der Wand montiert oder als Aufsatzlavabo ausgeführt werden soll. Bei einem Aufsatzlavabo entfällt die Wandmontage, zudem werden Ablauf und Siphon unsichtbar im Waschtisch integriert.

 

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Die passende Toilette auswählen

Wenn du das WC im Rahmen eines Badumbaus ersetzen möchtest, solltest du die Installation möglichst Fachpersonen überlassen – auch wenn ein Selbsteinbau grundsätzlich möglich ist. Dennoch lohnt es sich, die verschiedenen Möglichkeiten zu kennen. Toiletten können auf dem Boden oder an der Wand montiert werden. Für eine Wandmontage muss die Wand entsprechend geeignet sein. Je nach Modell ist der Spülkasten direkt mit der WC-Schüssel verbunden, an der Wand montiert oder unsichtbar in ein Vorwandsystem integriert.

Welche Lösung sich eignet, hängt von den baulichen Gegebenheiten und dem Aufwand für die Installation ab. Achte zudem darauf, dass sich die Spülmenge an den tatsächlichen Bedarf anpassen lässt, um Wasser zu sparen.

Kittfugen selbst erneuern

Das Bad ist eine Nasszelle mit vielen wasserabweisenden Oberflächen, seien es Gefässe wie das Lavabo oder Oberflächen, beispielsweise Keramikplatten. Die Verbindung dieser Oberflächen besteht aus diversen Fugen, die ebenfalls feuchteresistent sein müssen. Fugen sind auch oft potenzielle Schadstellen. Sie lassen sich bei einem Badumbau ausbessern und erneuern, ohne dass bestehende Oberflächen notwendigerweise ersetzt werden müssen. Diese Arbeiten lassen sich mit der gebotenen Geduld und Sorgfalt auch selbst vornehmen.

Fugen kitten bedarf einer guten Vorbereitung

Bevor du loslegst, solltest du dir bewusst sein, dass das Erneuern von Kittfugen etwas Übung und den richtigen Umgang mit Werkzeugen und Materialien erfordert. Teste die Verarbeitung deshalb am besten zuerst an einer unauffälligen Stelle.

Werkzeug / Material

  • Teppichmesser, Cuttermesser, Fugenmesser oder Fugenkratzer
  • Fugenglätter oder Gummikeil
  • Pinsel
  • Silikonentferner
  • Silikon-Dichtmasse und Kartuschenpistole
  • Kreppband
  • Spülmittel
  • Putzschwamm

So gehst du vor

  1. Silikonfuge entfernen: Entferne die bestehende Silikonfuge mit einem Teppich- oder Fugenmesser. Verbliebene Silikonreste kannst du mit einem Fugenkratzer entfernen.
  2. Silikonreste entfernen: Trage einen Silikonentferner mit einem Pinsel auf und lasse ihn gemäss Herstellerangaben einwirken. Entferne anschliessend die Rückstände und reinige die Oberfläche gründlich mit einem Putzschwamm. Lasse alles vollständig trocknen.
  3. Kanten abkleben: Klebe die Fugenränder bei Bedarf mit Kreppband ab. Als Faustregel gilt: Die neue Silikonfuge sollte etwa 2,5-mal breiter sein als die abzudichtende Fuge.
  4. Neue Fuge ziehen: Setze die Silikonkartusche in die Kartuschenpistole ein und schneide die Kartuschenspitze entsprechend der gewünschten Fugenbreite zu. Trage die Dichtmasse gleichmässig und ohne Unterbruch auf.
  5. Fuge glätten: Glätte die frische Silikonfuge innerhalb weniger Minuten mit einem Fugenglätter oder Gummikeil. Etwas Spülmittel erleichtert das Glätten.
  6. Aushärten lassen: Entferne überschüssiges Silikon und lasse die Fuge gemäss Herstellerangaben – in der Regel etwa 24 Stunden – vollständig aushärten. Entferne danach das Kreppband.
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