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Tipps zum Wasser sparen: Wasserverbrauch zuhause senken

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Hände werden unter einem laufenden Wasserhahn im Lavabo gewaschen.

Rund 142 Liter Wasser täglich verbrauchen Herr und Frau Schweizer pro Person zuhause. Wie du mit einfachen Alltagshacks den Wasserverbrauch pro Person senken kannst und wieso sich ein sparsamer Umgang insbesondere beim Warmwasser auch für die Haushaltskasse lohnt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der durchschnittliche Wasserverbrauch in Schweizer Haushalten liegt bei 142 Litern pro Person und Tag. Mehr als die Hälfte davon entfällt auf das Badezimmer, insbesondere auf Toilettenspülung, Duschen und Baden.
  • Wasser sparen ist auch in der Schweiz sinnvoll. Trockenperioden und lokale Engpässe bei Grundwasser und Quellen zeigen, dass Wasser eine wertvolle und begrenzte Ressource ist.
  • Besonders beim Warmwasser lohnt sich ein sparsamer Umgang. Wer weniger warmes Wasser verbraucht, senkt nicht nur den Wasserverbrauch, sondern auch die Energiekosten für die Warmwasseraufbereitung.
  • Mit einfachen Massnahmen wie einer Sparbrause, einem Durchlaufbegrenzer oder dem Abdrehen des Wasserhahns beim Zähneputzen lässt sich der Verbrauch ohne Komfortverlust deutlich reduzieren.
  • Auch im Garten kannst du Wasser sparen, etwa durch das Sammeln von Regenwasser, eine höhere Schnitthöhe beim Rasen und das Giessen von Pflanzen in den Abendstunden.

Wo viel Wasser verbraucht wird

Im Durchschnitt verbrauchen Schweizerinnen und Schweizer zuhause täglich rund 142 Liter Trinkwasser. Dazu zählt der Wasserverbrauch fürs Trinken, Kochen, Waschen und Putzen. Mit Abstand am meisten Wasser wird jedoch im Badezimmer verbraucht: Die Toilettenspülung, das Wasser beim Zähneputzen oder Händewaschen sowie die heisse Dusche am Morgen und das gemütliche Bad an einem Winterabend machen zusammen über 50 Prozent am Gesamtverbrauch aus. 

Berücksichtigt man zusätzlich den täglichen Wasserkonsum am Arbeitsplatz oder in der Freizeit beläuft sich der gesamte Verbrauch auf rund 163 Liter pro Person und Tag.

Was verbraucht wie viel Wasser im Haushalt?

28.9 % Toilettenspülung
25.3 % Duschen, Baden
15.5 % Lavabo in der Küche
12.0 % Waschmaschine
11.3 %  Lavabo im Bad
2.1 %  Geschirrspüler
4.9 % Aussenbereich

Warum ist Wasser sparen wichtig?

Die Schweiz gilt als Wasserschloss schlechthin: 80 Prozent des Trinkwassers stammt vom Grundwasser, die restlichen 20 Prozent aus Seen. Doch auch hierzulande ist Wasser sparen wichtig. Warum? Immer häufiger gibt es in Trockenperioden Engpässe bei lokalen Grundwasservorkommen und Quellen.

Beispiel: Im Tessin sprachen 15 Prozent aller Gemeinden im Frühjahr 2023 Wasserbeschränkungen aus. Ausbleibende Regenfälle und magerer Schneefall über die Wintermonate 2022/2023 hinterliessen in der italienischen Schweiz tiefe Seepegel. Bäche sowie Flüsse glichen eher einem Rinnsal.

Obwohl es laut Bundesamt für Statistik auch in Zukunft genug Wasser geben soll, stimmt dies nachdenklich. Wasser ist eine endliche Ressource und ein bewusster Umgang damit empfehlenswert.

Ob sich Wasser sparen auch fürs Portemonnaie rentiert? 1000 Liter Trinkwasser kosten in der Schweiz je nach Wohnort zwischen 0.50 bis rund 3.00 Franken. Von einem finanziellen Anreiz lässt sich hier nicht sprechen. Aufgrund dieser tiefen Preise lohnt sich Wasser sparen für die Haushaltskasse deshalb vor allem hinsichtlich des Warmwassers. Denn rund 3'000 kWh Energie werden in der Schweiz jährlich in einem Durchschnittshaus mit vier Personen allein für die Erhitzung von Wasser verbraucht. Gehen wir von der Annahme aus, dass sich die Kosten pro Kilowattstunde auf 27 Rappen (Stand 2023) belaufen, dann kostet die Warmwasseraufbereitung 810 Franken pro Jahr. Wer weniger Warmwasser verbraucht, schlägt somit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Checkliste: Energie sparen im Haushalt

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11 Tipps zum Wasser sparen im Haushalt

1. Sparknopf der Toilette nutzen

Die Toilettenspülung verursacht 28.9 Prozent des Wasserverbrauchs in einem Haushalt. Die Betätigung des Spülstopps trägt somit zur wesentlichen Wassereinsparung bei.

2. Durchlaufbegrenzer für Wasserhähne installieren

Klein aber oho: Mit dem Einbau eines Durchlaufbegrenzers sparst du beim Händewaschen rund 50 Prozent Wasser.

3. Tropfende Wasserhähne reparieren

Alle 5 Sekunden tropft der Wasserhahn. Macht nichts? Im Gegenteil: Das konstante Tropfen kann über ein Jahr hinweg über 1500 Liter Wasser verschwenden. Das Reparieren lohnt sich deshalb allemal.

4. Kurz Duschen statt Baden

Eine gefüllte Badewanne fasst zwischen 200 bis 250 Liter Warmwasser. Wer sich dagegen für eine Dusche entscheidet, verbraucht rund 15 Liter pro Minute.

5. Sparbrause für die Dusche

Mit einer Sparbrause kann der Wasserverbrauch beim Duschen noch weiter reduziert werden: Mit einem ausgeklügelten Duschkopf benötigst du pro Minute nur circa 6 Liter Wasser.

6. Beim Zähneputzen oder Einseifen den Wasserhahn abdrehen

Des weiteren lohnt es sich, das Wasser während dem Einseifen, dem Zähneputzen oder dem Gesicht waschen abzustellen.

7. Eco-Programm der Spülmaschine verwenden

Das Eco-Programm dauert zwar oftmals etwas länger, der Spülgang verbraucht dafür weniger Wasser. Das zahlt sich in der Energiebilanz aus.

8. Waschmaschinen ganz füllen

Eine halb gefüllte Wäschetrommel verbraucht genau so viel Wasser wie eine volle. Deshalb ist es empfehlenswert, die Maschine optimal zu füllen. Das heisst: Die Waschmaschine beladen, ohne die Wäsche zusammenzudrücken. Passt eine weitere Bluse locker rein, ist der Waschgang startklar.

9. Regenwasser sammeln

Auch im Garten kannst du ordentlich Wasser sparen: Anstatt den Aussenhahn anzudrehen, sammele über die Regenrinne mit einem Fass Regenwasser. Zum Giessen von Pflanzen und Gemüse eignet sich Letzteres ideal.

10. Rasen nicht jede Woche mähen

Ein kurzgeschnittener Rasen benötigt mehr Wasser. Eine grosszügigere Schnitthöhe schützt also vor Trockenheit und du musst weniger häufig wässern.

11. Beete und Pflanzen am Abend giessen

Wer seinen Gemüsegarten am Abend wässert, gibt den Pflanzen über die Nacht Zeit, das Wasser aufzunehmen. Ausserdem verdampft es weniger schnell und es besteht keine Gefahr, dass die Pflanzen Verbrennungen erleiden. Denn wenn Sonnenlicht auf Wassertropfen trifft, wird das Licht gebündelt, was wie bei einer Lupe zu Verbrennungen führen kann.

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