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Hausunterhalt im Jahresverlauf: Was in jeder Saison zu tun ist

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Saisonale Wartungsarbeiten am Haus können auch von Fachpersonen erledigt werden

Ein Haus muss den Herausforderungen jeder Saison gerecht werden. Dies setzt voraus, dass die Wartung saisongerecht erfolgt – das heisst meistens vor dem Beginn der betreffenden Jahreszeit. Andererseits müssen auch Schäden oder Mängel, die für eine Jahreszeit typisch sind, schnell ausfindig gemacht und behoben werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Hausunterhalt richtet sich nach den Jahreszeiten: Regelmässige Kontrollen und rechtzeitig geplante Wartungsarbeiten helfen, Schäden früh zu erkennen und das Gebäude in gutem Zustand zu halten.
  • Im Frühling steht der Kontrollgang nach dem Winter im Mittelpunkt. Fassaden, Aussenflächen und Dach sollten auf Schäden geprüft und die Heizung nach der belastungsreichen Heizperiode gewartet werden.
  • Der Sommer bietet gute Bedingungen für grössere Unterhalts- und Reparaturarbeiten, etwa an Anstrichen, Balkonen, Terrassen oder Gartensitzplätzen. Bei Erdsonden-Wärmepumpen kann zudem Free Cooling zur Regeneration des Erdreichs beitragen.
  • Im Herbst wird das Haus auf die kalte Jahreszeit vorbereitet. Dazu gehören ein Funktionstest der Heizung, die Kontrolle von Fenstern und Türen sowie das Entleeren nicht frostsicherer Wasserleitungen im Aussenbereich.
  • Im Winter stehen eine zuverlässig funktionierende Heizung, ein angenehmes Raumklima und die Sicherheit rund ums Haus im Fokus. Schnee und Eis sollten im Blick behalten und Störungen oder Gefahren rasch behoben werden.

Jahreszeiten stellen verschiedene Anforderungen ans Haus

Die Jahreszeiten geben einen gewissen Rhythmus vor: Wir wissen ungefähr, was uns im Frühling, Sommer, Herbst und Winter erwartet. Jede Saison stellt dabei besondere Anforderungen an die Bausubstanz und die Haustechnik. Viele Wartungsarbeiten rund ums Haus lassen sich deshalb frühzeitig planen und über das ganze Jahr hinweg sinnvoll koordinieren. Der Klimawandel macht diese Planung allerdings zunehmend anspruchsvoller. Ungewöhnliche Wetterlagen und Extremereignisse treten häufiger auf und können ein Haus stärker oder anders beanspruchen als bisher. Umso wichtiger ist es, das Gebäude das ganze Jahr über im Blick zu behalten und bei Bedarf frühzeitig zu reagieren. Denn bewährte Routinen reichen angesichts veränderter Wetterbedingungen nicht immer aus.

Frühling: Schäden finden und Heizung warten

Trotz des Klimawandels bleibt der Winter für Häuser in unseren Breitengraden eine besonders anspruchsvolle Jahreszeit. Kälte, Nässe und Frost setzen der Bausubstanz zu. Sobald die ersten wärmeren Tage kommen, lohnt sich deshalb ein Kontrollgang rund ums Haus und durch den Umschwung. Vor allem gefrierendes Wasser kann Schäden verursachen, etwa an Fassaden und Aussenbelägen. Mit einem aufmerksamen Blick lässt sich meist schnell erkennen, ob an Wänden, Fenstern, Zugangswegen oder Garagenplätzen Reparaturen nötig sind.

Weniger einfach lässt sich der Zustand des Dachs beurteilen. Für eine gründliche Kontrolle sind häufig eine geeignete Ausrüstung und entsprechende Sicherungsmassnahmen erforderlich – eine Aufgabe, die man besser Fachpersonen überlässt. Viele Dachdeckungsunternehmen bieten dafür Serviceabos an und erinnern ihre Kundinnen und Kunden im Frühling an die anstehende Kontrolle. Dabei werden schadhafte Stellen überprüft und bei Bedarf repariert. Gleichzeitig können Reinigungsarbeiten erledigt und beispielsweise Laub und andere Ablagerungen aus den Dachrinnen entfernt werden.

Auch für die Heizungswartung ist der Frühling ein guter Zeitpunkt. Idealerweise erfolgt sie gegen Ende der Heizperiode, wenn die Anlage die Monate mit der höchsten Belastung hinter sich hat. Fachpersonen prüfen dabei den zuverlässigen Betrieb, reinigen die Anlage und ersetzen bei Bedarf Verschleissteile. Bei Heizsystemen mit Verbrennung müssen zudem die entsprechenden Abgas- und Rauchabzüge kontrolliert und gereinigt werden. Je nach Anlage und kantonalen Vorschriften können dafür regelmässige Kontrollen vorgeschrieben sein.

Gleichzeitig ist der Frühling die beste Gelegenheit, das Haus auf den Sommer vorzubereiten. Dazu gehört beispielsweise ein Funktionstest von Rollläden, Storen und anderem Sonnenschutz. Auch im Garten beginnt jetzt die wichtige Vorbereitungs- und Pflegezeit. So ist das Haus nach dem Winter nicht nur wieder in Schuss, sondern auch bereit für die warme Jahreszeit.

Sommer: die ideale Zeit für grössere Unterhaltsarbeiten

Wer sein Haus im Frühling gründlich kontrolliert und die nötigen Wartungsarbeiten erledigt hat, kann dem Sommer meist entspannt entgegensehen. Saisonbedingte Arbeiten stehen in dieser Zeit weniger im Vordergrund. Dafür bieten die warmen und trockenen Monate ideale Bedingungen, um grössere Unterhalts- und Reparaturarbeiten rund ums Haus anzugehen.

Eine Besonderheit betrifft Häuser mit einer Erdsonden-Wärmepumpe. Hier kann der Sommer genutzt werden, um das über den Winter abgekühlte Erdreich zu regenerieren. Beim sogenannten Free Cooling wird überschüssige Wärme aus dem Gebäude ins Erdreich abgegeben. Das sorgt nicht nur für angenehmere Temperaturen im Haus, sondern führt dem Untergrund gleichzeitig Wärme zu, die in der nächsten Heizperiode wieder genutzt werden kann. Bei entsprechend ausgelegten Anlagen läuft dieser Prozess weitgehend automatisch.

Darüber hinaus eignet sich der Sommer besonders für Arbeiten, die nicht jedes Jahr anfallen. Dazu gehören beispielsweise das Auffrischen von Anstrichen sowie Reparaturen an Balkonen, Terrassen oder Gartensitzplätzen. Auch der Estrich lässt sich jetzt auf mögliche Schäden oder Schwachstellen kontrollieren und bei Bedarf ausbessern.

Ein weiterer Punkt sind ungebetene Gäste unter dem Dach. Insekten und andere Kleintiere können sich dort einnisten und Schäden verursachen. Wer entsprechende Spuren entdeckt, sollte frühzeitig prüfen lassen, ob Massnahmen notwendig sind. So lässt sich die ruhigere Jahreszeit nutzen, um das Haus langfristig in gutem Zustand zu halten.

Herbst: das Haus auf den Winter vorbereiten

Im Herbst wird das Haus auf die kalte Jahreszeit vorbereitet. Während der Sommer im Normalfall nur wenige witterungsbedingte Schäden hinterlässt, fallen nun vor allem Arbeiten rund um Haus und Garten an. Laub und Gartenabfälle sollten regelmässig entfernt werden – insbesondere dort, wo sie Abläufe oder Zugangswege beeinträchtigen können.

Ein besonderes Augenmerk gilt der Heizung. Bevor die Heizperiode richtig beginnt, lohnt sich ein kurzer Funktionstest. Haben sich während der Sommermonate Luftblasen im Heizkreislauf gebildet, werden einzelne Radiatoren möglicherweise nicht mehr vollständig warm. Viele Heizkörper lassen sich selbst entlüften. Bei älteren Modellen oder wenn Unsicherheit besteht, empfiehlt es sich, eine Fachperson beizuziehen.

Auch Fenster und Türen sollten vor dem Winter kontrolliert werden. Undichte Stellen führen nicht nur zu unangenehmer Zugluft, sondern auch zu unnötigen Wärmeverlusten. Werden beschädigte Dichtungen oder andere Mängel festgestellt, bleibt im Herbst noch genügend Zeit, diese vor den ersten kalten Tagen beheben zu lassen.

Nicht vergessen werden sollten Wasserleitungen im Aussenbereich. Leitungen und Anschlüsse, die nicht frostsicher sind, sollten rechtzeitig abgesperrt und vollständig entleert werden. Denn gefrierendes Wasser dehnt sich aus und kann Leitungen beschädigen. Mit diesen wenigen Vorkehrungen ist das Haus gut für den kommenden Winter gerüstet.

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Winter: Heizung, Raumklima und Sicherheit im Blick behalten

Im Winter wird das Haus besonders gefordert. Damit es auch bei tiefen Temperaturen angenehm und sicher bleibt, muss vor allem die Heizung zuverlässig funktionieren. Moderne Heizsysteme arbeiten weitgehend automatisch und melden Störungen häufig frühzeitig. Kommt es dennoch zu einem Ausfall, ist schnelles Handeln gefragt – insbesondere bei anhaltend tiefen Temperaturen.

Neben der Wärme spielt auch das Raumklima eine wichtige Rolle. Ist die Luft dauerhaft zu feucht, steigt das Risiko für Schimmel. Zu trockene Luft kann hingegen das Wohlbefinden beeinträchtigen und beispielsweise auch Holzmöbeln oder Parkett zusetzen. Bei einer mechanischen Lüftung sollte deshalb darauf geachtet werden, dass sie richtig eingestellt ist. Ohne Lüftungsanlage hilft regelmässiges Stosslüften: Mehrmals täglich für einige Minuten die Fenster vollständig öffnen, statt sie über längere Zeit gekippt zu lassen.

Auch der Winterdienst gehört zum Hausunterhalt in der kalten Jahreszeit. Schnee und Eis auf Zugangswegen, Treppen und anderen Flächen können schnell zur Gefahr werden und sollten deshalb rechtzeitig beseitigt werden. Aufmerksamkeit verdient auch das Dach: Herabfallender Schnee oder Eiszapfen können Personen und Gegenstände gefährden. Wo ein entsprechendes Risiko besteht, sind geeignete Schutzmassnahmen sinnvoll.

So geht es beim Hausunterhalt im Winter vor allem darum, aufmerksam zu bleiben: Heizung und Raumklima kontrollieren, Schnee und Eis im Auge behalten und bei Störungen oder Gefahren rasch reagieren.

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