Zweifachverglasung und Dreifachverglasung im Vergleich
Zweifachverglasung
Bei einer Zweifachverglasung werden die beiden Scheiben mit einem Randverbund fixiert. Dadurch kann der gewünschte Abstand zwischen den Scheiben gesteuert und der Hohlraum luftdicht abgeschlossen werden. Gefüllt ist der Zwischenraum heutzutage in der Regel mit dem Edelgas Argon. Grund dafür ist seine gute Wärmeleitfähigkeit (λ = 0,016 mW/(mK) – je niedriger der Wert, desto besser die Wärmedämmung. Zum Vergleich: Luft hat einen Lambda-Wert (λ) von 0,024 mW/(mK).
Doch die Wärmedämmung, die das Gas in den Zwischenräumen erzeugt, wird je nach Füllgas ab einem Abstand von 10 bis 20 Millimetern schlechter. Denn ab einem gewissen Volumen wird Wärme auch über Konvektion, auch Wärmeströmung genannt, übertragen. Dem daraus resultierenden Dämmverlust kann mit dem Einbau einer weiteren Glasscheibe entgegengewirkt werden – der sogenannten Dreifachverglasung.
Dreifachverglasung
Mit dem Einsatz einer dritten Scheibe wird die Durchlassfähigkeit von Wärmestrahlen also verringert. Grund dafür ist der sogenannte Glashauseffekt: Glasscheiben lassen eintreffende Sonnenstrahlung durch. Im Innenraum hingegen absorbiert die mittlere Scheibe die Wärmestrahlen. Auch die Wärme, die im Innenraum erzeugt wird, entweicht dadurch nicht durch das Fenster nach draussen. Um den Effekt zu verstärken, werden die Scheiben mit einer Metallschicht bedampft. Dadurch wird der Energiedurchlassgrad weiter gesenkt.