Fassadentypen und ihre Kosten im Überblick
Was darf es sein: eine verputzte Kompaktfassade oder eine vorgehängte Fassade mit Hinterlüftung? Sucht man in Neubaustatistiken nach dem Marktanteil verschiedener Typen von Hausfassaden, scheint die Entscheidung klar: Die meisten Wohnhäuser sind in verputzte Kompaktfassaden eingehüllt; nur etwa ein Drittel der Hausfassaden haben eine hinterlüftete Wärmedämmschicht mit einer vorgelagerten Verkleidung. Warum das so ist, scheint mit einem Blick auf die Kosten ebenfalls schnell geklärt. Eine kompakt aufgebaute, mineralische Hausfassade, auf die nur Putz und Farbe aufgetragen wird, ist im Baubudget ab 150 Franken pro m² zu kalkulieren. Etwas komplizierter ist die hinterlüftete Variante der Hausfassade aufgebaut; mit den deutlich höheren Kosten, die bei rund 230 Franken pro m² beginnen, sind die Unterkonstruktion respektive das Aufhängesystem sowie das Material für die Verkleidung zu bezahlen. Der Aufwand für ein zweischaliges, meistens ebenfalls hinterlüftetes Mauerwerk liegt irgendwo dazwischen.
Bei allen Varianten ist jedoch auch die Dämmschicht dazuzurechnen. Hierzu gilt die Faustregel, dass obige Investitionsbeträge in etwa verdoppelt werden.